Zwiespältige Zeit der Jahreswende

Es ist tatsächlich so, wie es das Buch zum Thema der Raunächte beschreibt. In diesen Tagen nach Weihnachten und vor Neujahr bewegt man sich in einer Art Schwebezustand. Was für die Raunächte und die Tage dazwischen generell gilt, ist jetzt besonders deutlich. Das alte Jahr ist noch nicht ganz zu Ende, das neue noch nicht angebrochen. Die Feiertagsstimmung verblasst bereits, zu der für den Jahresanfang typischen Geschäftigkeit ist man nicht bereit. Eher gilt es, letzte Erledigungen und Abschlüsse vorzunehmen, die noch ins alte Jahr gehören. Gleichzeitig denkt man schon vorgreifend und planend an den neuen Zyklus, sowohl in der Natur als auch bezüglich der eigenen Arbeit. Es ist bemerkenswert, dass der Eindruck des Weihnachtsbaums diesem Zwiespalt weitgehend widersteht. Zwar wirkt er auf mich kurz vor Weihnachten, besonders aber am Heiligen Abend und den Feiertagen selbst besonders anrührend, aber seine Faszination als Symbolbaum mit seiner reichhaltigen Facettierung an tiefgehenden und teils nicht begreifbaren Bedeutungen lässt bis zum Ende der ersten Januarwoche nicht nach. Es wird eines der wahrscheinlich länger nicht realisierbaren, aber doch sehr spannenden Projekte sein, die Geschichte und Symbolentwicklung des Weihnachtsbaums noch einmal aufzurollen und mein Bild dieses starken Symbols vollständiger auszugestalten, als es mir vor Jahren möglich war.

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