Zur Eigendynamik von Publikationserfolgen

Es ist interessant, dass sich selbst bei weniger an Baumthemen Interessierten die aktuellen Bestseller der populärwissenschaftlichen Baumliteratur herumgesprochen haben. Tatsächlich sind der Bildband mit den Fotografien von C. A. und das Buch über die neueren Erkenntnisse zum Sozialleben der Bäume von P. W. in den Buchhandlungen allgegenwärtig und werden stark beworben. Und wie das so ist. Wenn eine Aufmerksamkeit, gemessen an höheren Verkaufszahlen einmal vorhanden ist, schließen sich auch andere Medien an. Dann tauchen die Autoren auch in Talkshows auf, werden verstärkt zu Vorträgen eingeladen, avancieren zu gefragten Experten zum Untermalen von Fachartikeln zum Themenfeld. Aus den Interviews mit solchen Bestseller-Autoren ist dann auch häufig spürbar, wie sehr sie selbst von ihrem Erfolg überrascht sind. Meist steht eine Leidenschaft am Anfang, die sie dazu gebracht hat, sich sehr intensiv auf die eine oder andere Art mit dem Thema zu beschäftigen. Wenn dazu der Wunsch kommt, mit den eigenen Entdeckungen und Erkenntnissen in die Öffentlichkeit zu treten und sie zu teilen, kann daraus auch eine Verstärkung erwachsen. Das Interesse anderer beflügelt die Publikationen und deren Autoren. Da stehen plötzlich Themen im Raum, die in derselben Form vielleicht lange keine Beachtung gefunden haben. Das ist schön und gut, da es das Denken in Bewegung hält und die Beobachtungsfähigkeit schärft. Ich gönne solchen Autoren den Erfolg und wünsche ihnen gleichzeitig, dass sie an ihrem Thema daran bleiben und mit derselben Leidenschaft weitermachen, die sie ursprünglich bereits motiviert hat.

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