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Sinn schaffen

Wieder so ein Tag, der mit außerplanmäßigen Aktivitäten angefüllt war. Dieses eine wenig angenehme Thema wird uns wohl noch bis zum Jahresende in wechselnder Gestalt begegnen und beschäftigen. Vorerst aber ist wieder eine Normalphase, wenn man sie so nennen kann, eingeleitet. Ich bin froh, zwischendurch durch die Holzarbeit eine Basis zu finden, die nicht nur hilft, das Komplizierte, nicht vollständig Lösbare aufzuheben, sondern neuen Sinn schafft. Durch die Verbindung mit den verschiedenen Baumarten und ihrer Energie. Und auch durch die je individuelle Beschäftigung mit den Auftraggebern, von denen jeder seinen eigenen, mal deutlicher, mal verdeckt geäußerten Anspruch vorträgt. Dem Zeitlosen auf diese Weise Individuelles aufzusetzen, finde ich sehr reizvoll und herausfordernd.

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Fan zeitloser Zeiten

Gefühlt ist in diesen Tagen der Höhepunkt der Urlaubszeit erreicht. Nicht für mich und die Familie, aber doch offensichtlich für die meisten anderen. Es ist diese eigentümliche Zeitlosigkeit, die sich dann breit macht und viele sonst dominierende Kommunikationen aufs Wartegleis stellt. Anderes tritt bei den zuhause Gebliebenen dagegen in den Vordergrund. Die Freude am simplen Gespräch, an dieser Art von Gespräch, das keinem besonderen Zweck außer sich selbst dient. So etwas finde ich klasse, denn man vermisst das in den nicht zeitlosen Phasen zunehmend. Die scheinbare Rationalität sämtlicher Lebensabläufe scheint dann alles zu bestimmen – und dem Alltag jenen Zauber zu rauben, der diesen Alltag erst lebenswert macht, eigentlich. So bin ich in den letzten Jahren zu einem echten Fan zeitloser Zeiten geworden. Von den einzelnen Feiertagen über die Feiertagsvorbereitungszeiten, allen voran die Adventszeit, bis zu profanen Feierzeiten wie der Fastnacht. Die Ferienzeiten im Sommer stehen in dieser Reihe, nicht sinnhaft, aber doch an ihrer Rolle und ihren Auswirkungen gemessen. Schön dann die Gärten und Parks in ihrer ganzen Üppigkeit und sonnendurchtränkten Kraft erleben zu können. Und schön für mich, die Bäume in der Zeit ihrer Ausdehnung und größten Vitalität beobachten, dokumentieren und als Lebenssymbole reflektieren zu können.

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Autobiographisches zwischen Vergangenheit und Möglichkeit

Jüngst gab es gleich mehrere Reminiszenzen an meine bildhauerische Arbeit, deren aktive Zeit lange zurückliegt. Offenbar erinnern sich doch noch einige daran, was mich damals künstlerisch an der Arbeit mit Holz und Bäumen bewegt hat, an die Einzelarbeiten wie auch die Ausstellungen, die ich im Abstand einiger Jahre in der Region zeigen konnte. Diese Formen, all die damit im Zusammenhang stehenden Kommunikationen behalten auch langfristig eine Bedeutung. Und auch die Formen selbst sind natürlich noch existent, wenn sie auch aktuell eine veränderte, für mich selbst eher autobiographische Symbolik angenommen haben. Dass solche Anklänge an Vergangenes auftauchen, ist sicher nie Zufall. Es soll uns, soll mich an Wichtiges erinnern, soll den Stellenwert ins Gedächtnis rufen und vor die Seele stellen, den diese Arbeit haben kann, vielleicht ganz unabhängig von der konkreten Zeit. Das arbeitet im Inneren weiter und wird sicher auch irgendwelche Einflüsse auf aktuelles Denken und Wahrnehmen haben. Ob es die Möglichkeit einer Wiederaufnahme, einer Fortsetzung impliziert, wage ich nicht einzuschätzen. Wenn eine solche Möglichkeit Sinn macht, wird sie sich entfalten. Da bin ich sicher. So lange aber soll sie eine Möglichkeit bleiben.

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Starkes Baum-Thema

Darum, dass die Wunschbaum-Projekte einen ganz guten Spiegel globaler Stimmungen abgeben, bin ich ganz froh. Bei Medien und Formen, deren Substanz vor allen Dingen eine symbolische ist, die zudem einen Gegenstand haben, der als archetypisches Symbol, als hochgradig emotional besetztes Zeichen aufgefasst werden kann, sind dafür gute Voraussetzungen gegeben. Denn im spontan geäußerten Interesse, in der Suche nach Inhalten, die es ermöglichen, die eigene Persönlichkeit in äußeren Symbolen zu spiegeln, um damit mehr über diese zu erfahren, zeigt sich die wahre Stimmung. Ganz unabhängig von Entwicklungen und Nachrichten aus Politik und Wirtschaft. Es gibt eben – glückerweise – diese zeitlosen Themen, die gerade deshalb jederzeit im Alltag präsent sind und die persönliches Handeln, Motivationen und Intentionen stärker bestimmen als oft bewusst wird. Eine Palette von Wegen, Formen und Medien für mich entdeckt zu haben, mich eben diesen Themen zu widmen, immer eng geführt am großen Thema „Baum“ empfinde ich als große Bereicherung, die nie verblasst. Denn Teil dieser Projekte ist immer auch die Weiterentwicklung unter Berücksichtigung sich verändernder Wahrnehmungen, Bedürfnislagen und Ausdrucksformen. Wenn bei aller Veränderlichkeit der thematische Kern unberührt bleibt, ist das nur eine weitere Bestätigung der Stärke des Themas und seiner symbolischen Formen und der großen Rolle, die sie im Alltagsleben der Menschen spielen.

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Die Arbeit mit Hölzern bleibt zeitlos spannend

Erneut warten eine ganze Reihe von Hölzern darauf, bearbeitet zu werden: Drei Mal Apfelbaum, je einmal Esche, Zypresse und Eberesche. Und alle Projekte verknüpft mit Sonderwünschen, die konkrete Ausführung betreffend. Das macht Spaß, auch weil es die Arbeit immer wieder spannend und niemals zur Routine werden lässt. Heute habe ich schon mal begonnen mit dem ersten Arbeitsprozess. Außerdem waren mir verschiedene Holzarten ausgegangen, weswegen erst einmal die große Säge zum Einsatz kommen musste. Demnächst muss ich die gesamten Vorräte überprüfen und fehlendes Material wieder auffüllen. Es ist schön, diesen Kreislauf miterleben und aktiv gestalten zu können.

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Lebenspraktische Symbolarbeit

Es ist schön zu wissen, dass einige meine Lebensbaum-, Wunschbaum- und Partnerarmbänder regelmäßig tragen. Einer ihrer größten Fans ist sicherlich W., der ein neues Band aus dem Holz des Quittenbaums heute als Geschenk erhalten hat. Das erweitert seine ohnehin umfangreiche Sammlung um ein weiteres Exemplar. Und ich kann sicher sein, dass eines aus dieser Sammlung täglich auch während der Arbeit Verwendung findet. Angewandte Symbolik sozusagen, und ein Stück weit sicher auch angewandte Energiearbeit. Denn abträglich kann das Tragen für die Konzentration und Kondition sicher nicht sein, was die jahrelange Praxis zeigt. Es sind solche überzeitlichen Projekte, denen ich mich auch künftig widmen will. Ich verstehe das als Symbolarbeit mit starker lebenspraktischer Relevanz.

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Zeitlose Themen sind prägend

Zurzeit ist es der Fußball, von dem sich viele, wenn nicht die meisten, gerne ablenken lassen. Ablenken vom offenbar als nicht genug bewerteten Alltag. Das ist interessant zu beobachten. Vor und nach Feiertagen, rund um öffentliche Anlässe mit starker medialer Präsenz, weniger, wenn auch vereinzelt im Umfeld lokaler Traditionsfeiern. Bestandteil zeitgenössischer Kultur ist das zweifelsohne, aber auch ein Indiz für etwas wie Übersprungshandlungen, die wie im Tierreich der Unentschlossenheit angesichts so vieler Möglichkeiten und Alternativen entspringen. Für mich sind es nach wie vor die zeitlosen Themen, bevorzugt das große Baumthema, die von Ausweich- und Nebenhandlungen befreien, da die Beschäftigung mit ihnen solche überflüssig macht. Ich denke, dass in der Gesamtschau betrachtet diese grundlegenden, zeitlosen Themen unser Denken und unsere Motivation am stärksten prägen. Das wird nur häufig vergessen. Das Baumtagebuch ist ein kleiner, bescheidener Beitrag, den Stellenwert der alltäglichen Beobachtung, die Bedeutung des genauen Blicks auf den sich entwickelnden Alltag im Spiegel der Symbole für unsere Weiterentwicklung zum Thema zu machen und stärker ins Bewusstsein zu heben.

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Auch Zeitloses wandelt sich

Es ist schön, dass ich zwischendurch immer wieder Resonanzen zu meinen Gestaltungsideen erfahre. Besonders bei den zeitlosen Baumthemen ist mir das wichtig. Denn gerade die Zeitlosigkeit lässt allzu leicht vermuten, es würde sich bei den Symbolen nichts verändern. Tatsächlich gibt es eine Entwicklung in der Rezeption und im alltäglichen Gebrauch von Symbolen. Auch in Bezug auf den Stellenwert, der ihnen beigemessen wird. Insofern ist es wichtig zu erfahren, in welcher Form diese Ideen in den Alltag eingebunden werden und welche Rolle darin spielen. Wenn ich dann höre, dass sie tatsächlich, wie im Fall der Partner-Armband-Sets, Gemeinschaft stiftend sein können und als Symbole der Verbundenheit verwendet und aufgefasst werden, ist das eine schöne Bestätigung.

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Die Freude am Unerschöpflichen

Beim Streifzug durch unser Lieblingsgeschäft für Wohnaccessoires hätten wir beinahe ein kleines Bäumchen mit Glitzerzweigen und Glitzer-Boden mitgenommen. Bei solchen funkelnden Gestaltungen, besonders natürlich wenn es um Baumformen geht, kann ich eigentlich nicht widerstehen. Zumal es kein Weihnachtsbaum ist, sondern ein Baumsymbol allgemein, das zu allen Jahreszeiten Gültigkeit haben kann. Letztlich ist die Wahl aber dann doch auf eher österliche Dinge gefallen, dem bevorstehenden Fest geschuldet. Und auch das ist so ein Thema, bei dem sich für mich eine fast kindliche Faszination Raum schafft. Eine Form, wie ich finde, die Jahreszeiten mit ihren Festen bewusst wahrzunehmen und aktiv zu erleben, was sich immer auch an konkreten Formen festmacht. Ich freue mich, wenn es uns – immer wieder und immer noch – gelingt, die Freude am Durchdringen des ebenso Bekannten wie Unerschöpflichen zu pflegen.

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Willkommene Ausnahme

Fast alle sind jetzt im Fastnachtsmodus, selbst die, die dem Thema wenig Begeisterung entgegen bringen. Einfach weil sie den Begeisterten begegnen und die sich eben in Ausnahmestimmung befinden. So ist es wie jedes Jahr um diese Zeit: Die Menschen nehmen die tollen Tage als willkommene Ausnahme wahr und freuen sich, dass die Routine einmal ausgesetzt werden kann. Ich finde diese Stillstandzeiten immer sehr anregend, weil man dann so gut beobachten kann. Das Interesse an der Symbolik der Bäume ist interessanterweise auch an solchen Tagen präsent, vielleicht weil man dann einmal Zeit und Muße hat, über Allgemeineres nachzudenken. Gleichzeitig merke ich, dass im Angesicht des Fastnachtstreibens in den Köpfen jetzt schon der Frühling präsent ist. Die Fastnacht quasi als Maßnahme zum Vertreiben des Winters aufgefasst wird. Das ist aber nur deshalb so schlüssig, weil wir diesen milden Winter erleben, der Gedanken an Frühling wahrscheinlicher macht als gewöhnlich Anfang Februar.

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Prinzipien des Lebens

Besser und weiter als erwartet ging die Holzarbeit heute von der Hand. Dabei ist die Witterung für diese Arbeit nicht gerade motivierend. Dennoch sind sehr schöne Stäbe entstanden, auf denen sich die übrigen Arbeitsschritte problemlos anschließen lassen. Und eine der Arbeiten konnte ich auch schon abschließen. Eine schöne Abwechslung zum Abschluss der Arbeitswoche. Am Montag geht’s dann weiter, neben allem, was mich über die Bäume hinaus zurzeit bewegt und beschäftigt. Schön, dass sich auch im zeitliche Abstand die „alten“ Themen rund um den Lebensbaum-Begriff wieder als aktuell herausstellen. Und vor allem, wenn ich sehe, dass das Interesse an diesen Themen geteilt wird. Es gibt kaum etwas Aufbauenderes als die zeitlosen Themen, denen politische, gesellschaftliche und kulturelle Moden, Trends und Veränderungen nichts anhaben können, weil sie Prinzipien des Lebens schlechthin betreffen.

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Lebenslanges Vorhaben

Wieder ein einundzwanzigster vorbei, und das für mich fast unbemerkt. Es ist, als ob selbst solche Symbolmarken derzeit kaum Wirkung zeigen. Wie so oft werde ich wohl erst im Nachhinein Sinn und Zweck solcher Phasen nachvollziehen oder zumindest einordnen können. So lange sehe ich es als eine Art Gelassenheitsprüfung an. Aufbauend ist doch, dass mich auch Jahre nach dem Start des Wunschbaum-Projekts noch positive Rückmeldungen und echtes Lob zu den dargestellten Inhalten erreicht. Das zeigt mir, dass bei gleichgerichteten Interessen auch zeitlose Themen noch auf Resonanz stoßen und Kommunikationen in Gang setzen. Das motiviert mich immer wieder, diese Initiativen weiterzuführen und im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten und inhaltlich weiterzuentwickeln. Es gibt noch so vieles, das ich genauer ausführen und auf seine Wurzeln zurückverfolgen möchte. Ein sicherlich lebenslanges und nie abgeschlossenes Vorhaben.

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Überdauernde Geschöpfe

Der Baumkreis ist durchaus noch ein Thema. Die letzten Wochen haben mir das wieder gezeigt, nachdem ich schon den Eindruck gewonnen hatte, das dieses und verschiedene andere Symbolthemen inzwischen sozusagen aus der Mode gekommen seien. Nein, die Menschen kommen auf sie zurück. Wahrscheinlich weil ihnen eine zeitlose Bedeutung anhaftet, die im Durchschnitt der Erfahrung als sinnhaft erkannt wird. Es sind gerade diese zeitlosen Themen, die mich am meisten interessieren. Etwas festzuhalten, als Text, als handwerkliche Arbeit, als Kunstwerk oder Fotografie, von dem ich auch in 20 Jahren noch sagen kann, es bewegt mich auf eine Weise, die ohne sein Vorhandensein nicht vorstellbar wäre. Das ist meine eigentliche Motivation. Dieser Wunsch, etwas hervorzubringen, etwas Materialhaftes oder auch etwas Geistiges, welches das Zeug hat, einen selbst zu überdauern, ist schon ein starkes Motiv. Man sagt, Männer seien vor allem so ausgerichtet. Ich meine aber, das ist ein menschliches Streben schlechthin. Und auch das ist zeitlos.

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Essenzielle Themen überdauern Pausen

In diesen Tagen beschäftigen mich viele Dinge, die schon weit zu liegen schienen. Durch die Arbeit an der Rezension zu Kent Naganos Buch etwa die ernste Musik, die für meine Jugendzeit so prägend war und heute so stark in den Hintergrund getreten ist. Aus dieser Lektüre ist mir aber deutlich geworden, dass nichts je verloren geht. Das Essenzielle aus dem Erleben und das implizite Wissen, sicher auch einiges aus dem formulierbaren Wissensschatz, es bleibt unverändert, ist unter den passenden Umständen jederzeit abrufbar. So als ob es keine Abwesenheit, keine Lücke in der Beschäftigung gegeben hätte. Vielleicht liegt da der Unterschied zwischen Tätigkeiten, die aus praktischen Erwägungen heraus abgewickelt werden, und solchen, die einer uns eigenen Selbstverständlichkeit, einer inneren Notwendigkeit entspringen. So wie mit der Musik geht es mir auch mit der Bildhauerei, den christlichen Grundgedanken, den Grundfragen der Sprachphilosophie und natürlich den speziellen symbolischen Fragen, die sich mir und vielen anderen aus der Betrachtung des Spiegels ergeben, den wir uns in der Lebenssymbolik der Bäume nicht selten vorhalten. Auch das ist eines der Felder, die eine längere Pause verkraften könnten, ohne Schaden zu nehmen. Es ist dennoch schön, dass ich diese eine Pause seit fast zehn Jahren nicht mehr einlegen musste.

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