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Monatlich wechselnde Baumlandschaften

Es ist das erste Mal seit Jahren, dass der mir bekannte Grafikdesigner zum Jahresende keinen selbst gestalteten Monatskalender geschickt hat. Vermutlich weil diesmal keiner entstanden ist. Das ist wegen des nicht fortgesetzten Rituals schade, hat aber den Vorteil, dass Js und Ws Weihnachtsgeschenk, ein schmaler, aber in der Höhe sehr ausgedehnter Baumkalender an dieser Stelle zur Geltung kommen kann. Immer im Blickfeld während der Schreibtischarbeit und im Format so wunderbar dem himmelwärts gerichteten Vertikalwachstum der dargestellten Bäume entgegenkommend. Es sind Bäume und Baumlandschaften aus verschiedenen Teilen der Erde. Für Januar ein verdrehter Baumstamm aus einem Nationalpark in Chile, wohltuend in seinem grünen Waldstandort abgebildet. Ein schöner Kontrast zum schneewinterlichen Grau und Weiß dieses deutschen Januars.

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Immergrüne Zweige und geträumte Wahrnehmung

Geschenke und Überlegungen zu weihnachtlichen Grüßen gehören jetzt schon zum Alltagsgespräch. Und Besorgungen von grünen Zweigen für bevorstehende Adventsdekorationen. Denn die Adventszeit beginnt schon in etwas mehr als einer Woche. Glücklicherweise haben wir eine Reihe von Bünden mit satt dunkelgrünen Tannenzweigen gefunden, und einige weitere mit einer Mischung aus Tanne, Fichte, Zypresse und Kiefer. Das sollte für den Anfang reichen, auch wenn wir zurzeit noch nicht genau wissen, was wir benötigen. Gleichzeitig wird mir erschreckend bewusst, wie schnell das Jahr zu Ende geht. Noch gerade einmal 6 Wochen. Dabei ist gefühlt der Spätsommer gerade erst vorbei. An der Idee, dass sich die Zeit kontinuierlich beschleunigt, ist einfach was dran. Die Wahrnehmung fast aller Menschen, mit denen ich darüber rede, geht in diese Richtung. Und so hat man mit zunehmendem Alter das Gefühl, die Zeit fliegt nur so dahin. Und gelegentlich scheint es mir so, als ob das alles wie im Traum abläuft. So ähnlich wie Rudolf Steiner in seiner Akasha-Chronik die Seelenverfassung und Gestalt früherer Existenzformen des Menschen beschreibt. In einer Zeit, als die Welt quasi geträumt aufgenommen wurde und die Gegenstände noch nicht die fest umrissene und sinnlich klar wahrnehmbare Form hatten wie heute. Möglicherweise haben sich Reste dieser Wahrnehmungs- und Lebensform noch erhalten und blitzen zwischen dem Fluss des rationalen Sinnenbewusstseins hervor.

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Richtiges zur richtigen Zeit

Immerhin längere sonnige Abschnitte als erwartet hat dieser Tag gebracht. Interessanterweise erwische ich für die Arbeit im Freien immer die richtigen Zeitphasen, wenn nämlich die Sonne zum Vorschein kommt. Scheint so, dass ich dafür einen siebten Sinn habe, denn häufig ist sie zu dem Zeitpunkt, zu dem ich es beschließe, noch nicht sichtbar. Die richtige Arbeit in der richtigen Situation. Das ist etwas, was eigentlich in allen Bereichen sinnvoll und wünschenswert ist, auch außerhalb der Arbeit mit Holz und anderen Naturmaterialien, die einen deutlichen Bezug zum Sonnenlicht haben. Aber es ist eben nicht immer möglich, jedenfalls sagen wir uns das, sich rein nach Intuition und inhaltlicher Stimmigkeit zu richten. Da greift meist doch das formale, zielorientierte Denken, dessen Grundprinzip es ist, ein Vorhaben in einer bestimmten Frist abzuschließen, egal wie günstig die Bedingungen sind. Eine der Krankheiten unserer Arbeitswelt, die wahrscheinlich unserer Gesundheit alles andere als zuträglich ist.

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