Schlagwortarchiv: Wetter

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Bäume als Konstanten

Bei dem Wetterrückblick aufs vergangene Jahr, den der Regionalsender heute gezeigt hat, spiegelte sich in fast allen Filmsequenzen und Einzelbildern die Witterung im jeweiligen Zustand, der jahreszeitlich geprägten Erscheinung der Bäume. Von Frühling bis Winter, die Bäume helfen uns, die Jahreszeiten bewusst wahrzunehmen, mehr noch und traditioneller als das Wetter selbst, dessen hervorragendste Eigenschaft die Wechselhaftigkeit und das Extrem geworden scheint, das einen Bezug zur Jahreszeit nur noch bedingt zulässt. Gut, dass wir die Bäume haben, die uns aufzeigen, wie es eigentlich sein sollte. Auch wenn das im letzten Jahr z. B. mit dem vorzeitigen Ende vieler Baumblüten durch Frost und mit dem pflanzenfeindlichen Wechsel langer Regenphasen und ebenso langer Trockenheit verbunden war. Dann kann man immer noch sagen, der Frühling war zu nass, der Sommer zu trocken und der Winter zu warm. Diese Abweichungen kommen dann sehr deutlich im atypischen Wachstumsverhalten der Bäume zum Ausdruck, die z. B. früh blühen und im Herbst trotzdem keine Früchte tragen, oder die die typische Herbstlaubfärbung überspringen, indem die noch grünen Blätter gleich schwarz werden und abfallen. Das Normale ist dennoch im Kopf fest verankert, und die Bäume bleiben unserer Konstanten.

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Natur als Gesprächsgegenstand

Gut, das war jetzt noch nicht wirklich die Wende zum Sommer. Nach einigen ganz erfreulichen Phasen tagsüber, ist der abendliche Eindruck wieder eher novemberlich. Wenn die uns umgebende Natur, im Garten und darüber hinaus, im Alltag so häufig Gesprächsgegenstand wäre, wir könnten die Freude am jahreszeitlichen Wechsel unserer gemäßigten Breiten verlieren. So leben wir weiter von der Prognose sich doch endlich stabil entwickelnden Sommerwetters, bei dem wir Schutz unter Bäumen vor gleißendem Sonnenschein suchen, und nicht unter Regenschirmen vor allzu viel Nass.

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Falsche Jahreszeit

Nichts Neues widerfährt uns in unserer Wahrnehmung der falschen Jahreszeit. Man könnte sich so von den natürlichen Wurzeln entfremden. Und selbst den am wenigsten Wetterfühligen fällt jetzt auf, dass etwas nicht stimmt. Da hilft auch hoffen schon nicht mehr sehr viel. Mein Trost: Der regengetränkte Blick in den Garten und in Richtung der Baumlandschaft, die zumindest eine Spur tropischer Anmutung in sich trägt und die Gedanken in fremde Welten schweifen lässt.

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Untypische Junitage

In normalen Junitagen halten wir uns sehr viel mehr im Garten auf. Bei solchem jahreszeituntypischen Wetter aber zieht es einen weniger nach draußen, zumal auch die Temperatur nicht sehr einladend ist. Wie ich beim Blick durchs Fenster schon sehen kann, entwickeln sich die Pflanzen unterdessen sehr gut. Die Weinreben setzen bereits Fruchtstände an. Man kann die Weintrauben jetzt schon als winzige grüne Kügelchen erkennen. Unser neuer Feigenbaum hat seine Krone ebenfalls schön weiterentwickelt. Noch ein, zwei Jahre, dann wird er sich über die Ebene der hoch geleiteten Weinreben erheben und genügend Sonne tanken können, um ein richtiger Baum zu werden. Ginkgo und Walnussbaum wetteifern wie in den Vorjahren um den Höhenrekord. Interessant ist, dass der Ginkgo bisher immer noch einen Tick höher herausgewachsen war. Es macht aber nicht viel aus. Längerfristig betrachtet, denke ich, hat der Walnussbaum im Vergleich aber keine Chance gegen die für Ginkgos typische Wachstumsform, bevorzugt in der Vertikalen, mit relativ wenigen und nicht sehr raumgreifenden Ästen, die in stumpfen Winkel zur Seite ragen.

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Wetterwirkungen

Für unsere Blumen ist der Regen von Vorteil. Aber sie benötigen gerade jetzt mehr Sonne. Ich fürchte, das wird wieder einmal einen Rückschritt nach sich ziehen, oder zumindest einen Stillstand. Interessant ist, dass sich die Bienen in diesem Jahr an der sehr wechselhafte Witterung nicht zu stören scheinen. V. wird morgen zum dritten Mal verdeckelte Waben aussortieren, die er ausschleudern kann. Gemessen an den Vorjahren ist das sehr erfreulich. Und außerdem verzögert es die Entwicklung der Folgeblüten, Robinie und Brombeere, was den Ertrag insgesamt meist vergrößert und tendenziell sortenreine Honige begünstigt. Nutzen wir die Zwischenphasen einfach, um mit Routinearbeiten und Notwendigkeiten zügiger voranzukommen. So bleibt in den Sonnenzeiten mehr Raum für Kreatives.

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Verrücktes Frühlingswetter

Der Hundertjährige Kalender liegt erstaunlich häufig richtig. Dabei frage ich mich, wann die 100 Jahre eigentlich zu Ende gehen bzw. ob die nicht eigentlich schon längst zu Ende gegangen sind. Der Sache müsste ich mal auf den Grund gehen. Jedenfalls hält sich, wie dort beschrieben, die Frühlingsbremse wohl noch länger. Und fährt nicht nur die Dynamik des vegetativen Aufbruchs auf Stillstand zurück. Sie schadet auch, wie sollte es anders sein, unserer Motivation und dem körperlichen Wohlbefinden. So müssen wir das „verrückte“ Frühlingswetter, wie es eine Wettermoderatorin am Nachmittag nannte, noch länger ertragen und können nur auf einen Mai hoffen, der sich tatsächlich als Wonnemonat entpuppt, wenn er schon so mäßig beginnen wird, wie es derzeit zu erwarten ist. Ob aus der Reinigungsaktion am Wochenende etwas wird, ist immer noch zweifelhaft. Es wäre wohl das erste Mal seit vielen Jahren, dass wir die Gartensaison erst nach dem 1. Mai starten können.

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Frühlingsbremse

Auch fröhlichere Naturen vermögen bei diesem Wintereinbruch in den Frühling nicht mehr in Stimmung zu kommen. Diese Wetterdepression ist tatsächlich bei fast jedem zu spüren, so als ob es die Menschen nicht fassen könnten. Nachdem sich der Frühling schon so deutlich angedeutet hatte, ist es auch wirklich ungewöhnlich, einen so krassen Temperaturrückgang und dann auch noch mit Dauerregen und Wolken zu erleben. Für die Pflanzen ist es in dieser ersten Wachstumsphase gut, sagen manche. Aber man hat dabei keine Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt eingerechnet. Ich hoffe insofern sehr, dass die jungen Triebe der Bäume, sowohl die Blatttriebe als auch die jungen Blütenköpfe, keinen Schaden nehmen. Besonders sorge ich mich über die frühen Exemplare unter den Weißdornen, denen die Kälte und Nässe nicht gut tun wird, da sich dort die weißen Blüten sich schon von ihrer Außenseite gezeigt haben. Regen kann da einiges verderben.

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