Schlagwortarchiv: Weihnachten

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Gedoppelte Feiertagskultur

An dieser Stelle habe ich es schon öfter geäußert. Aber gerade an den beiden Hauptfesten des christlichen Kirchenjahres kommt mir der Gedanke immer wieder. Dass nämlich der zweite Feiertag, der uns in Deutschland vergönnt ist, das ganze Ereignis erst vernünftig erlebbar macht. Meist ist die Zeit vorher mit viel Geschäftigkeit verbunden, an den Tagen selbst lässt das „Programm“ oft nicht zu, dem eigentlichen Sinn viel Aufmerksamkeit zu schenken. Dass dieser Sinn mehr Raum erhält, wird durch den zweiten Tag sehr begünstigt. Ich glaube deshalb, dass wir in Deutschland durch die Doppelung des Feiertags einen wirklichen Pluspunkt in der Feiertagskultur für uns verbuchen können und gute Voraussetzungen dafür haben, dass das Jahr sinnhafte Akzente Erhält. Symbole, die das äußerlich dokumentieren und begleiten gibt’s genug. Dem Weihnachtsbaum ist an Ostern die vegetabile Symbolik der Frühlings entgegengesetzt, die gerade die Öffnung nach außen, die Orientierung in Richtung des Kosmos betont, während die Weihnacht gerade im Angesichts des Baums, die Konzentration auf das Innere, das göttliche Licht in uns selbst, zum erfahrbaren Thema macht.

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Lichtvoller Zeitsprung

Den gestrigen Rückblick auf Weihnachten will ich nicht ohne bildliche Illustration belassen. Diese Aufnahme kommt unter den ausgewählten meiner Vorstellung des etwas anderen Weihnachtsmotivs am nahesten. Der Weihnachtsbaum ist nur angedeutet und dennoch bestimmend für die Lichtstimmung, die gerade den Lichtimpuls in der weihnachtlichen Symbolik betont und damit wie eine Vorwegnahme, wie ein Zeitsprung während der Zeit der längsten Nächte und kürzesten Tage erscheint.

Kristallanhänger vor weihnachtlicher Kulisse
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Weihnachtsrückblick mit Engeln und Kristall

Nun haben mich mit einiger Verspätung doch noch der letzten Weihnachtsbaumfotografien zu einem Rückblick auf die vergangene Adventszeit verleitet. Tatsächlich war ich noch nicht dazu gekommen, die Grußkartenmotive für kommende Weihnachten auszuwählen, was eine sorgfältige Durchsicht und Selektion der vielen in dieser Saison entstandenen Fotos erfordert. Jetzt kristallisieren sich aber doch einige Kandidaten heraus, die voraussichtlich aus der Reihe der musizierenden Engelgruppe und aus den Versuchen mit einem Kristallanhänger vor Bokeh-Hintergrund kommen werden. Bei beiden bildet der Weihnachtsbaum und die einzigartige Lichtstimmung, mit der er den Raum erfüllt, die wesentlichen atmosphärischen Elemente. Besonders die Bokehbilder finde ich sehr spannend und so ungewöhnlich, dass ich selbst jetzt, nach einigem Abstand zu keiner abschließenden Einschätzung gelangen kann. Sie wirken immer wieder anders und geheimnisvoll, weil sie jegliches Motivklischee vermeiden und das Thema allein über die fast impressionistisch zu nennende Lichtstimmung definieren.

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Ungewöhnliche Bildideen

Nun bin ich mit der Durchsicht meiner jüngsten Fotografien ziemlich weit, nur die Weihnachtsmotive fehlen noch. Da ist Ende des Jahres einiges zusammen gekommen. Eine enge Auswahl davon dürfte auch für Microstock verwendbar sein. Aber das erfordert wiederum verschiedene Filterdurchgänge. So viele, bis ich ganz sicher sein kann. Daneben gibt’s die Motive, die zwar atmosphärisch dicht und symbolträchtig ausfallen, den Kriterien der Agenturen aber nicht entsprechen. Das sind die richtigen für die nächstjährige Weihnachtsgrußkarte. Denn die Bildlogik bei solchen Verwendungen ist eine ganz andere. Das Geheimnis aller Fotoaufnahmen ist dabei eigentlich immer der Weihnachtsbaum, der mal deutlicher und erkennbarer, mal ausschließlich indirekt über die von ihm erzeugte Lichtstimmung im Bild präsent ist. Unter dem Einfluss dieser nur in der Advents- und Weihnachtszeit möglichen Stimmung ist mir diesmal auch die Umsetzung ungewöhnlicher, in meinem bisherigen Portfolio so noch nicht vorhandener Bildideen gelungen. Es wird eine Frage des Abwägens und Auslotens werden, inwieweit diese Ideen möglichst allgemeinverständlich und anstrengungslos in den einzelnen Auswahlfotos durchscheinen.

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Jetzt ganz ohne Weihnachten

Von mir aus hätte der künstliche Weihnachtsbaum vorm Haus noch bis zu Lichtmess weiter sein bernsteinfarbenes Licht ausstrahlen können. Aber M. schien er nicht mehr passend, wohl weil sie die zugehörige Weihnachtsstimmung für sich nicht mehr reproduzieren konnte, so dass ich ihn kurzerhand abgebaut und für Ende des Jahres wieder verpackt habe. Auch unser Weihnachtsgeschirr haben wir für die nächste Saison wieder archiviert. Scheint so, dass nun die fünfte Jahreszeit in allen Bereichen abgeschlossen ist. Auch in den Straßen und vor den Geschäften ist kaum noch etwas zu finden. Schade, so ganz ohne Weihnachten ist der Winter nicht wirklich schön.

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Zeichen und Symbole des Weihnachtsfestes

Ich freue mich, heute doch noch, unter dem nachwirkenden Eindruck der Weihnachtszeit die letzte Vortragsmitschrift eines Weihnachtsvortrag von Rudolf Steiner gelesen zu haben. In diesem Vortrag vom Dezember 1906 geht es um die Zeichen und Symbole des Weihnachtsfestes, wie immer brillant von den markanten äußeren Symbolen ausgehend wesentliche geisteswissenschaftliche Aussagen entwickelnd. In gewisser Weise vorbereitet war diese Ausführung von den Weihnachtsvorträgen der Jahre 1904 und 1905, die Weihnachten als ein Sonnenfest charakterisieren und in dem Zusammenhang den religionsübergreifenden Begriff des Sonnenhelden mit christlichem Glauben und der besonderen Stellung des Christentums unter den Religionen in Beziehung setzen. Dieser dritte Vortrag, der in dem kürzlich erworbenen Sonderdruck mit den beiden anderen herausgegeben wurde, führt den Gedanken weiter und bringt, wie ich finde, die anthroposophische Begründung des christlichen Mysteriums in besonders klarer Form zum Ausdruck. Deshalb ist dieser Text, den Steiner seinerzeit neben einem mit Wachskerzen beleuchteten und mit den im Vortrag erläuterten Symbolen behängten Weihnachtsbaum vorgetragen hat, für mich einer, den ich sicher noch öfter lesen werde, weil verschiedene zentrale Motive seines geisteswissenschaftlichen Denkens und Forschens darin in einer ungewöhnlich nachvollziehbaren und klaren Weise zum Ausdruck kommen. Wenn ich das lese, bedauere ich einmal mehr, dass ich, über hundert Jahre später lebend, keinen dieser Vorträge persönlich erleben durfte. Das muss außerordentlich eindrücklich für seine Zeitgenossen gewesen sein, was sich allein schon darin ausdrückt, dass nahezu alles, was Steiner weitgehend frei, von Notizen ausgehend, vorgetragen hat, stenographisch festgehalten und somit glücklicherweise der Nachwelt überliefert ist. Offenbar haben schon die Menschen damals sehr deutlich gespürt, dass darin ganz besondere geistige Inhalte vermittelt werden.

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Zum Abschluss der Weihnachtssaison

M. hatte gar nicht mit meinem Vorhaben gerechnet, so sehr hing sie in dieser Saison an unserem schönen Weihnachtsbaum. Und dennoch war es der richtige Zeitpunkt, den Baum abzuschmücken, und mit ihm all die adventlichen und weihnachtlichen Dekorationen im Haus, die uns mindestens drei Wochen lang in unserem weihnachtlichen Empfinden begleitet haben. Gemessen daran, wie viel Zeit das Einrichten der Dinge gebraucht hat, ist es schon erstaunlich, dass wir den allergrößten Teil dieses Abschließens der Weihnachtszeit tatsächlich an diesem einen Tag geschafft haben. Die letzten Aufräum- und Verstaumaßnahmen werden dann morgen folgen. Sorgfältig und mit der gebührenden Aufmerksamkeit, wie das für mich selbstverständlich ist, denn auch das Abschließen gehört für mich zu den Traditionen und Ritualen der Weihnacht. Da macht es keinen Sinn und würde das Vorgängige gar zerstören, wenn dabei allzu große Hektik ins Spiel käme. So konnte ich im Zeitraffer noch einmal alles verfolgen und abschließend genießen, von den Weihnachtsliedern über die Umkehrung des Baumschmückens, der Lichterketteninstallation und der Adventskranzkomposition bis zum erneuten Befüllen der Kartons und Kisten, für die allein inzwischen fast ein ganzer Raum reserviert ist. Dem Weihnachtsbaum selbst haben wir, auf meinen Wunsch hin, dieses Jahr erstmals eine verlängerte Präsenz im Garten gewährt. Ganz ohne Schmuck, aber in den nächsten Tagen vielleicht mit Vogelfutterkugeln behängt, werden wir ihn noch einige Wochen durchs Fenster beobachten können, und mit ihm die Vögel, die sich auf seinen Zweigen ausruhen und sättigen werden.

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Weihnachtskristall

 Weihnachtsbaumschmuck mit Kristall

Es war mir ein Bedürfnis, die weihnachtliche Atmosphäre und die Lichtstimmung vor dem Weihnachtsbaum an diesem Dreikönigstag noch einmal fotografisch festzuhalten. Dabei habe ich mir verschiedene Motivsituationen vorgenommen, mit bereits früher erfassten Objekten gearbeitet und Neues ausprobiert. Besonders interessiert hat es mich, das weihnachtliche Licht in einem der Glaskristalle zu bündeln, die ich uns zu dieser Weihnachtsaison geschenkt habe. Dieser schöne, mit barocker Kontur gefasste Kristall fängt die Farben und Lichter des Raums ein und gewährt gleichzeitig Blicke in Richtung des leuchtenden Baums und der Bildergalerie an der Wand. Von dieser Situation habe ich zahlreiche Varianten mit unterschiedlichen Perspektiven und Lichtkonstellationen erstellt, unter denen ich später die treffendsten herausfiltern werde. Dieses ist eines von denen, die dem, was ich mir konzeptionell vorgestellt habe, sehr nahe kommen. Einmal eine ganz andere Art, in Richtung impressionistischer Darstellung gehendes Weihnachtsmotiv.

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Zur geistigen Grundlegung des Weihnachtsfestes

Bisher war ich immer davon ausgegangen, das Rudolf Steiners Vortrag zum Weihnachtsbaum als Symbolum chronologisch das älteste Dokument zu diesem Thema darstellt. Umso erfreuter bin ich, einen älteren, inzwischen wohl vergriffenen Sonderdruck dreier Weihnachtsvorträge gefunden zu haben, die Rudolf Steiner im Dezember 1904, 1905 und 1906 gehalten hat, jeweils maximal zwei Wochen vor Weihnachten. Interessant ist, die Einleitungen und Hinführungen zum Thema bei den verschiedenen Vorträgen zu vergleichen. Dabei gibt es Gemeinsamkeiten, in der Ausführung der Gedanken aber auch große thematische Differenzen. Gemeinsam ist, dass er immer von der damals aktuellen Rezeption des Weihnachtsfestes durch den modernen Großstädter ausgeht und dabei feststellt, wie weit die damit verbundenen Einstellungen vom eigentlichen Sinn der Weihnacht entfernt liegen. Wohlgemerkt sind das Feststellungen, die Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts getroffen wurden, die aber nichtsdestoweniger unverändert auf heutige Verhältnisse angewendet werden könnten. Auch zu seiner Zeit war offenbar die Geschäftigkeit und der Verkehr, die weihnachtliche Dekoration in der Städten opulent, die Menschen gehetzt und kaum noch den eigentlich Sinngehalt wahrnehmend. Und immer wird dabei auch der Weihnachtsbaum als herausragendes Symbol als Beispiel genannt, mit dem Hinweis darauf, dass es sich um eine relative junge und eigentlich erste seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbreitete Tradition handelt. Dennoch schafft es Steiner, von diesen äußerlichen Symbolen weite Bögen zu spannen und am konzentrierten Beispiel moderner Wahrnehmung eines christlichen Jahresfestes die Grundgedanken und grundlegenden Zusammenhänge anthroposophischer Geisteswissenschaft kenntlich zu machen. Vielleicht rhetorisch nicht ganz so ausgereift wie die späteren Vorträge zum Thema sind diese, aber gerade deshalb hochinteressant, werden bestimmte Gedanken doch darin ausgebreitet und verständlich erläutert, die später in verkürzter Form wieder auftauchen. Dadurch erschließen sich mir immer weitere Ebenen dieser Texte und so nähere ich mich ach einem tiefer gehenden Verständnis dessen, was diese über hundert Jahre zurückliegenden mündlichen Äußerungen zu einer aktuellen Pflege und Weiterentwicklung des Weihnachtsfestes durch uns beitragen können.

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Das Licht in uns entzünden

Die Zeit zwischen den Jahren, die dieses Jahr ziemlich genau mit einer kompletten Kalenderwoche zusammenfällt, ist für mich ebenso bedeutsam und wichtig wie die vorangehende Adventszeit und die Weihnachtsfeiertage. Weihnachtszeit bedeutet für uns ganz traditionell die Zeit bis zum Dreikönigsfest. Die Raunächte und die dazwischen liegenden Tage helfen uns, das Jahr zu einem innerlichen Abschluss zu führen und mit dem Mehr an Tageslicht einen neuen Jahreszyklus innerlich vorzubereiten. Ich denke, das ist gerade vor dem Hintergrund permanenter Fixierung und Orientierung an Terminen und Fristen, Aufgaben und Erwartungen eine ganz wichtige Zwischenphase, eine der Phasen, wie ich es selbst empfinde, in der die Zeit zum Stillstand kommen kann. Deshalb versuche ich, bewusst Ruhezonen zu schaffen, tatsächlich die Alltagsdenkart und die Automatismen der Zeitorganisation zumindest stundenweise auszusetzen. Das erfüllt ungefähr die Funktion einer Meditation, stellt vielleicht eine besondere Form von jahreszeitlicher Meditation dar, mit der wir den Moment anhalten und einmal ohne Zukunftsplan betrachten können. Die Dokumentation und gewissermaßen kreative Verarbeitung des Weihnachtsbaums gehören auch dazu. Wichtiger aber noch ist für mich jetzt der Versuch, dem Nachzuspüren, für das der Weihnachtsbaum in seiner lichten Pracht eigentlich steht: das hoffnungsvolle Licht der Winterweihenacht in uns selbst aufleuchten zu lassen. Oder – wie es Rudolf Steiner in einem seiner Vorträge zum Weihnachtsfest dargestellt hat – den Christus in unserem Inneren zu erkennen, die Geburt der Christus-Erkenntnis in uns.

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Verlängertes Weihnachtsfest

Dass uns an den wichtigsten Kirchenfesten ein zweiter Feiertag vergönnt ist, empfinde ich als großen Gewinn. Schon oft habe ich zum Beispiel die US-Amerikaner bedauert, für die gleich nach dem Weihnachtsfeiertag der Alltag wieder beginnt. Auch wenn vermutlich dort die Menschen ebenso die Zeit zwischen den Jahren für Urlaub nutzen und sich eine Auszeit nehmen, fehlt ihnen eben doch der explizite Feiertag, der dem Weihnachtsfest mehr Raum und damit noch mehr Festlichkeit verleihen kann. Für uns ein Tag auf externem Besuch, aber beim Rest der Familie, so dass das Familienfest einen Abschluss finden konnte. Js und Ws Wohnung ist wieder sehr atmosphärisch geschmückt und zeugt auch in diesem Bereich von gewissen Familienähnlichkeiten. Viele Lichter und Leuchten, viele Engel und glitzernder Weihnachtsschmuck. Meine Kristalle fügen dem jetzt noch einige Glanzpunkte hinzu. Der Weihnachtsbaum, ein Tischbaum, klein und knuddelig, mit ausladendem Bauch und etwas schütterem Kronenbereich macht seinem Namen Ehre, was zeigt, dass die symbolische Stärke des Baums vielerlei Gesichter haben kann. Aber auch wenn die Tischbäumchen eine rührende Reminiszenz an die Ursprünge des Weihnachtsbaums darstellen, ist für mich ein zimmerhohes Exemplar doch stimmiger. Den Tischbaum als Ergänzung hätte ich mir vorstellen können, wenn ich ein schmales Exemplar entdeckt hätte. Aber so ist die traditionelle Form die für dieses Jahr richtige. Wer weiß, im Folgejahr vielleicht tatsächlich mit neuer Beleuchtung. Für dieses Weihnachtsfest haben wir ebenso wie J. und W. unseren Wunschbaum gestaltet.

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Erlebnisebenen der Weihnacht

Es lag sicher an der für die Jahreszeit ungewöhnlich milden Witterung, mit dichter Wolkendecke und einer Landschaftswirkung, die so gar nicht zum Weihnachtsspaziergang einladen wollte. Der ist ohnehin anscheinend aus der Mode gekommen, war aber in manchen Jahren mit viel Sonne über Weihnachten nicht ausgeschlossen. Diesmal also ein extrem ruhiger erster Weihnachtsfeiertag, an dem sich die Familien in ihren Wohnungen eingeigelt haben. Vielleicht auch die beste Möglichkeit, die Ruhe in mehr oder weniger Gesellschaft zu genießen und aus dem Feiertag Kraft für den Übergang ins neue Jahr zu schöpfen. Und eine, bei der die Festbeleuchtung so richtig zur Wirkung kommen konnte. Ich bin sehr froh, dass ich in diesem Rahmen eines meiner Rituale pflegen konnte, die Lektüre der Texte Rudolf Steiners, die sich auf das Weihnachtsfest und seine Symbole beziehen. Es sind ausnahmslos Vortragsmitschriften. Ich habe mich diesmal entschlossen, die Texte chronologisch durchzugehen, beginnend mit dem einmaligen Vortrag von 1909 über den Weihnachtsbaum als Symbolum, danach die Vorträge der beiden Folgejahre zum historischen Wandel des Weihnachtsfestes und zu den inspirierenden Wirkungen des Festes für die geistige Entwicklung der Menschen. Die beiden weiteren Hefte meiner kleinen Sammlung sollen in den nächsten Tagen folgen. Aus einer Fußnote im Weihnachtsbaumvortrag habe ich erstmals auch entdeckt, dass es drei weitere Vorträge aus früheren Jahren gibt, die sich mit der Weihnacht und ihren Symbolen beschäftigen. Natürlich genau mein Thema. Die werde ich mir besorgen und ab dem nächsten Weihnachtsfest meinem Lektüreritual hinzufügen.

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Unser Heiliger Abend

Heiligabend zuhause, schöner kann ich es mir nicht vorstellen. Keine Fernreise in südliche Länder, kein Weihnachtsfest im Hotel, nicht auf externem Besuch über die Feiertage. Das sind Varianten, die ich von Freunden und Bekannten erfahren habe, und die nicht erleben zu müssen ich ungeheuer froh bin. Es sind die ganz einfachen Elemente gerade des Heiligen Abends, die für mich Bedeutung haben. Das Zusammensein mit der Kernfamilie, das Traditionsessen am Abend, der anschließende Besuch der Christmette in der heimischen Pfarrkirche, die Bescherung zum Abschluss des Heiligen Abends. Der Weihnachtsbaum mit seinem wie von innen kommenden Leuchten und all die festliche Wohnungsdekoration sind ein würdiger Rahmen, wenn auch nicht das allein Wichtige. Ein Abend der seine Strahlkraft über die nächsten Tage und Wochen hinaus nicht verfehlt, wenn es gelingt, ihn nicht zu überfrachten. Es ist oft schon diskutiert und immer auch Element der adventlichen Gespräche. Dennoch haben wir gerade auf diesem Gebiet sehr viel nachzuholen, können wir uns weiterentwickeln. Oder vielleicht auch zurückentwickeln. Wenn uns die Entschleunigung bis hin zum ruhigen still sein am Heiligen Abend wie selbstverständlich gelingt, haben wir das Weihnachtsfest mit seiner ganzen Tiefe im modernen Leben verankert. Und mit ihm all das Segensreiche, das sich in ihm manifestiert und was die Seelen der Menschen erfüllt.

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Symbol der weihnachtlichen Botschaft

Langsam laufen alle Fäden jetzt doch zusammen. Wie immer gibt’s noch unendlich viel vorzubereiten, von den Mahlzeiten während der Weihnachtsfeiertage über den Kuchen, den Besuchsplan, die letzten Grußkarten, die ich noch zum spätesten Briefkasten gebracht habe, damit sie zum Heiligen Abend ankommen können. Die Geschenke habe ich am Abend größtenteils verpackt, morgen werden die restlichen folgen. Und dann steht Weihnachten wirklich vor der Tür. Das Gefühl der Weihnacht konnte in uns bereits in der Adventszeit wachsen. Dazu hat die in diesem Jahr besonders festliche Dekoration sicher beigetragen, wie auch der so schön gewachsene Weihnachtsbaum mit seinen grünen, kräftigen Zweigen, der mit seinem glitzernden und funkelnden Schmuck und den warm strahlenden Lichtern weihnachtliche Atmosphäre verdichtet wie kein anderes Element der Tradition. Wir sind froh, im Haus einen natürlichen Baum aufgestellt zu haben, da in der Einheit von gewachsenem Naturobjekt und zeichenhaftem Schmuck die kulturübergreifende Stärke der weihnachtlichen Botschaft noch deutlicher versinnbildlicht und ausstrahlt.

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Den gemeinsamen Ursprung erinnern

Zum Ende des Jahres höre ich von verschiedenen Menschen, die ich teils seit Jahren nicht gesehen oder gesprochen habe. Schön zu sehen, wie das Weihnachtsfest seine verbindenden Energien vorausschickt und ein übergreifendes Gefühl von Heimat und Zusammengehörigkeit vermittelt. Tatsächlich ist die Adventszeit, vor allem die Tage unmittelbar vor den Festtagen, für viele die einzige Zeitphase im Jahr überhaupt, die sozusagen ungestraftes Loslassen und zur Ruhe kommen erlaubt. Oder zu der sie sich diese Ruhe glauben erlauben zu dürfen. Die vielen weihnachtlichen Symbole, die von der Lebens- und Wachstumssymbolik der immergrünen Zweige und anderer für die Weihnacht stehenden Pflanzen sowie durch künstliche Lichter, Kerzen und verschiedene christliche Zeichen rund um die Geburt Christi geprägt ausgefüllt sind, bringen die Menschen zusammen. Sie erinnern sie an den gemeinsamen Ursprung als Geistwesen, eng geführt und versinnbildlicht durch das Erinnern der Geburt des Jesus Christus, der als Gott und Mensch zugleich in die Welt gekommen ist, um uns an diesen schon fast vergessenen Ursprung zu erinnern.

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Glanzvoller Geburtsfeiertag

Die Weihnachtsbaumgeschichten haben auch heute eine Fortsetzung gefunden. Allerdings stand der Tag vor allem im Zeichen von Ms Geburtstag. Gratulationen und Glückwunschanrufe anlässlich des halbrunden Geburtstags den ganzen Tag über. Da blieb kaum noch Zeit zum Luftschnappen. Aber schön war es und vom Morgen mit Frühstück und Lieblingsmusik an ein abwechslungsreicher und geselliger Vorweihnachtstag, der ohne das persönliche Fest sicher weniger glanzvoll ausgefallen wäre. Die Vollbeleuchtung unseres Baums zusammen mit den LED-Kerzen kam zur Feier des Tages erstmals auch zum Einsatz. Eine gelungene Einstimmung auf die Feiertage.

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Weihnachtliche Milde

Mein Eindruck, dass diese Adventszeit die Menschen stärker berührt als in manchem Vorjahr, verstärkt sich von Tag zu Tag. Weniger von dem standardmäßigen Beklagen weihnachtlichen Konsums, mehr erkennbare Freude an den einfachen Traditionen und ihrer individuellen Gestaltung. Da kommt angesichts der fast ganztätig beleuchteten Weihnachtsbäume, sogar der künstlichen unter ihnen, ehrliche Feststimmung auf und fließt in Kommunikationen ein, die so nur in der Weihnachtszeit denkbar sind. Eine Art Milde, die sich in die Gemüter hinabsenkt und die das Gemeinsame betont, es manchmal sucht, wenn es sich nicht von selbst zeigen will. Wir brauchen diese Symbole, um uns der eigenen Kultur in Erwartung der christlichen Feste bewusst zu werden, ganz besonders in der fünften Jahreszeit, die viele in dieser Zeit erkennen, die das alte Jahr abschließt und das neue eröffnet. Und auch diese Zeit, im Kern die der Tage zwischen den Raunächten, zwischen  Heilig Abend und Heilig Dreikönig, wird vom Weihnachtsbaum vollständig begleitet. Auch zeitlich trägt er uns hinüber ins neue Jahr und überbrückt mit seinem künstlichen Licht den dunkelsten Tag und die längste Nacht des Jahres.

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Noch mehr Advent

Der vierte Advent ist schon fast vorbei, aber fast eine adventliche Woche liegt noch vor uns. Vielleicht ist das der Grund für die Ausgelassenheit, die ich bei den Restaurantbesuchern heute beobachten konnte. In der kleinen Gaststube, in die M. ihre alten Freunde anlässlich ihres Geburtstags eingeladen hatte, konnte man vor Stimmengewirr fast sein eigenes Wort nicht verstehen. Und dennoch war es ein schöner Vormittag, an dem allen die Freude am feierlichen Abschluss des Jahres anzusehen war. Es hat eben doch etwas Gutes, wenn sich innerhalb der Familie die Geburtstage um die Jahreswende konzentrieren. So verbindet sich die Feierlichkeit des christlichen Festes mit den persönlichen Feiertagen zu einer Einheit, die im übrigen Jahr so nicht vorkommt. Viel weihnachtliches Nadelbaumgrün war auch in der Gaststube zu sehen, in Kombination mit dem diesjährigen Dekorationstrend rund um Jagd und Geweihe. Und die obligatorischen Gespräche rund um den Weihnachtsbaum blieben auch bei der Gelegenheit nicht aus. Nicht wirklich verwundert war ich, bei diesem Thema häufiger die Worte „künstlich“ und „Kinder“ vernommen zu haben. Sollte die Tradition zumindest bei Älteren durch die Befürchtung von zu viel Aufwand verblassen. Und sollte die kindliche Freude am Weihnachtsbaum tatsächlich mit zunehmendem Alter schwinden? Ich kann und will mir das eigentlich nicht vorstellen.

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Weihnachtsbaum 2016

Weihnachtsbaum 2016

Irgendwie haben wir in diesem Jahr mehr von der Vorweihnachtszeit. Da Heilig Abend auf einen Samstag fällt, liegt die größtmögliche Zeitspanne zwischen dem 4. Advent und Weihnachten. Mit dem Aufstellen des Weihnachtsbaums mussten wir deshalb auch früher dran sein als sonst. Denn in unserer Familie hat es Tradition, dass der Baum am Wochenende vor den Feiertagen aufgestellt wird, bevorzugt am Samstag. Die wenigen Tage seit dem Aussuchen beim Händler hat der Baum noch draußen gestanden, mit Bodenkontakt, so konnte nichts austrocknen. Aber vor dem Hereinholen musste noch einiges vorbereitet und zusammengetragen werden: Der Christbaumständer vom Dachboden, die Überlaufschale zur Sicherheit, die Nylonschnur zum zusätzlichen Sichern der Spitze, natürlich der gesamte Baumschmuck, das sind so einige Kartons, und die Holzkrippe mit den Figuren. Den Baum habe ich wie immer im Netz in die Wohnung getragen und erst dort aufgeschnitten. In den Ständer, gut festgeklemmt, und siehe da, er stand gleich beim ersten Versuch absolut gerade. Kein weiteres Justieren notwendig, das ist selten. Eine Herausforderung dann – auch wie immer – die Beleuchtung. Nach wochenlangem Hin- und Herüberlegen und einiger Recherche zu den aktuell erhältlichen LED-Ketten, mit Kerzen, Clustern, warmweiß, extra-warmweiß, verschiedenste Ausführungen, bin ich dann doch dazu gelangt, wieder die alten Christbaumlichterketten mit konventionellen Kerzen und Lampen zu verwenden. Es sind gleich drei mit je verschiedener Zahl von Kerzen, und deshalb schwierig zu kombinieren und gleichmäßig über die Äste des Baums zu verteilen. Aber es ist dann nach Anfangsschwierigkeiten gut gelungen. Am Ende war es mir doch noch zu wenig Licht. Anders als geplant, habe ich deshalb auch noch die 24 kleinen LED-Kerzen mit Batteriebetrieb in die Lücken gesetzt. Gut, um den Baum vollständig zu beleuchten und auf Grund fehlender Kabel schön anzusehen. Die nicht ganz so warme Lichtfarbe ist zwischen dem atmosphärischen Licht der konventionellen Lampen verkraftbar und fällt kaum auf. So habe ich doch noch eine sinnvolle Verwendung für die neuen Kerzen gefunden, auch ohne den ursprünglich angedachten Zweit-Weihnachtsbaum. Puh, ganz schön viel Arbeit. Aber jetzt war die Pflicht erfüllt, Zeit für das eigentliche Schmücken und die obligatorische Weihnachtsmusikbegleitung von der CD. Das alten Programm: Zwei meiner Lieblings-CDs mit lateinamerikanischer Musik, die zwar nicht weihnachtlich sind, für mich aber wunderbar in die Weihnachtszeit passt, und später natürlich Helene Fischer mi ihren amerikanischen Weihnachtsliedinterpretationen. Nach den melancholischen also die eher süßen Klänge, genau richtig für die Kür des Baumschmückens. Das glich dem des Vorjahres, natürlich mit den neuen Gebetbuch-Faltengeln, Gold- und Glaskugeln, jeder Menge Samtschmuck, Aufhänger aus Holz, Glas und Metall. Strohsterne als Akzent neben die Kerzen. Ich wollte es besonders opulent und freue mich über das Ergebnis. Der Baum ist fürs Schmücken ideal, die schöne Astarchitektur gerade im Kronenbereich, kräftige Äste, die auch mal ein schwereres Teil aushalten, deutlich abgesetzte „Etagen“, die ein majestätisches Gesamtbild befördern. Einfach schön, dass ich alles ohne Katastrophen und Ausfälle ganz ruhig installieren konnte. Eine Ruhe, die die Ausstrahlung des Baums in der Zeit bis zum Dreikönigstag begleiten und die weihnachtliche Stimmung zuhause mitprägen möge.

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Ruhig werden und weihnachtlicher Gleichklang

Weihnachten und spannungsreiche Kommunikation. Das scheint weitverbreitet zu sein. Merkwürdigerweise nicht nur bei Familien, deren Mitglieder sich sonst nie sehen und dann an den Festtagen mit dem engen Zusammensein überfordert sind. Ich beobachte das auch bei solchen Menschen, die nicht nur an Weihnachten eng miteinander sind. Gerade so, als wenn die Erwartung eines mit Symbolen besetzten Festes das psychische und soziale Gleichgewicht stören könnte. Dabei würde ich mir genau das Gegenteil wünschen, ein bis zu Heiligen Abend wachsendes Ruhig- und Gelassen-Werden. Die zunehmende Annäherung an einen Gleichklang, der auf einer uralten und tief greifenden Gemeinsamkeit beruht und eben nicht auf der Projektion des Individuellen. Wenn verschiedene Menschen gemeinsam vor dem Weihnachtsbaum stehen, besonders in der längsten Nacht des Tages, und das gemeinsame Verwurzelt-Sein im Angesicht des geschmückten und beleuchteten Baums für Momente aufblitzt und spürbar wird, dann ist Weihnachten auch emotional präsent. Wir sollten uns die Chance auf dieses Erleben nicht verbauen durch allzu große Erwartungen. Wenn es dieses Gemeinsame gibt, wird es sich zeigen, auch ohne Anstrengung und sehr viel wahrscheinlicher ohne vorherige Aufregung und Aggression.

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Gesucht – gefunden: Unser Weihnachtsbaum 2016

Anders als in manchem Vorjahr war das diesjährige Weihnachtsbaumaussuchen so gar nicht von weihnachtlicher Atmosphäre bestimmt. Ich kann mich an so manche klirrend kalte Witterung erinnern, die das Abwägen und Vergleichen, Hervorholen, Aufrichten und Betrachten der Kandidaten begleitet hat. Dagegen war es heute einfach nur trüb, mit Hochnebel, der sich dann auch nicht mehr auflösen wollte, bei kühlen, aber kaum frostigen Temperaturen. Und auch das fast sportlich, gelegentlich kindlich wirkende Konkurrieren um die besten Stücke, das ich mit amüsiertem Schmunzeln so häufig bei meist älteren Erwachsenen beobachtet habe, blieb heute aus. Schon allein deshalb, weil ich der erste vor Ort war. Für mich ideal, so konnte ich mich in Ruhe umsehen auf diesem Gelände, das ich bestens kenne. So konnte ich auch die verschiedenen Ecken direkt ansteuern, zur Verwunderung der Mitarbeiterin, die heute den Chef vertrat und die sich als gar nicht aufdringlich, vielmehr hilfsbereit und kompetent bei der Suche gezeigt hat. Nicht, dass ich solche Assistenz benötigt hätte. Das Gespräch beim Aussuchen des Baums ist mir aber schon wichtig. Schon allein, um nahtlos mitzuverfolgen, wie sich das Reden über die Tradition und die Auswahlkriterien des Wunschweihnachtsbaums im Verlauf der Jahre entwickelt. Die Position und Kommentare der Händler gehören natürlich dazu. Genauso wie die Meinung und Einstellung derer, die seit Kindheitstagen keinen Baum mehr aufstellen. Ein Bekannter hat beim Mittagessen, darauf angesprochen, wieder einmal dieses Argument angebracht. Es seien ja keine Kinder mehr im Haus. Selbst habe man nicht mehr den Antrieb, sich um den Weihnachtsbaum zu kümmern. Weiter nachgefragt stellt sich aber dann doch heraus, dass der geheime Wunsch irgendwie noch vorhanden ist. Und der ausgewählte Baum: Es war nicht sehr schwierig. Die in Frage kommenden waren recht schnell ausfindig gemacht. Aufrichten, von allen Seiten betrachten, Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen. Dabei war die Größe wie immer das erste Filtermerkmal. Auf einzelne Exemplare hat die Händlerin mich hingewiesen. Aber den richtigen habe ich selbst gefunden. Ein Baum am äußersten Rand des Ausstellungsareals liegend, schon vom Netz befreit, aber noch gar nicht hoch gestellt. Der gleichmäßige und dichte Astaufbau im Kronenbereich, die ansonsten ausgewogene Architektur der Äste und die genau richtige Größe haben mich überzeugt. Ein zweiter wäre auch in Frage gekommen, hatte im unteren Bereich aber zu dicht gewachsene Zweige, die das Schmücken wahrscheinlich vor zu große Herausforderungen gestellt hätten. Bis hierhin bin ich mit meiner Auswahl zufrieden. Aber die ganze Wahrheit zeigt sich erste bei seiner Verwandlung in den Symbolbaum, der seine Bestimmung sein sollte.

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