Schlagwortarchiv: Wachstum

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Mehr Sonne für die daheim Gebliebenen

Für meine handwerklichen Vorhaben muss sich das Wetter unbedingt wieder ändern. Wir haben zwar über die Hitze zuletzt gestöhnt, das hier ist aber noch unpassender, zu weit weg von unserer Vorstellung des Hochsommers. Schlecht für die Sonnenstundenbilanz, schlecht für die so vital wachsenden Pflanzen im Garten und das Blühen und Fruchten der Bäume, die allerdings genügend Wasservorräte speichern konnten. Und schlecht auch für die körperliche Befindlichkeit, da wir uns gerade an die anhaltende Wärme angepasst hatten. Es wäre schade, wenn die Wachstumsfreude, von den Sonnenblumen bis zum Maulbeerbaum, durch ebenso lang anhaltende Regenphasen gestört würde, denn noch lieber als Regen ist ihnen dann doch das Licht. Für die daheim Gebliebenen ist es zudem wünschenswert, die hochsommerliche Arbeit in Sommerklima erleben zu dürfen.

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Geköpfte Chilis

Bei den Chilipflanzen ist es wie bei den meisten Bäumen. Der Mitteltrieb ist für ihre Entwicklung wichtig. Später zeigen sich die Schoten an den oberen Seitenästen. Umso erschrockener war ich zu sehen, dass M. tatsächlich bei 5 der 6 so schön angewachsenen Pflanzen tatsächlich die Mittelknospen abgeknipst hat. Ich konnte das kaum fassen. Nur weil die Blätter eine Kräuselung aufwiesen, die dieses Jahr allerdings bei verschiedenen Pflanzen zu beobachten ist und meiner Erfahrung nach meist auf eine Pilzinfektion zurückgeht. Die Photosynthese funktioniert aber trotzdem, und die Chilis wären sicher auch so prächtig gewachsen. Damit dürfte es jetzt für diese 5 vorbei sein, Schluss mit dem ersten geglückten Versuch, die Pflanzen aus Samen großzuziehen. Ich war wirklich entsetzt, auch weil ich mir das Trauerspiel jetzt noch Wochen ansehen muss. Sehr unwahrscheinlich, dass daraus noch etwas wird. Und die die eine noch heil gebliebene kann den Verlust natürlich kaum kaschieren.

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Untypische Junitage

In normalen Junitagen halten wir uns sehr viel mehr im Garten auf. Bei solchem jahreszeituntypischen Wetter aber zieht es einen weniger nach draußen, zumal auch die Temperatur nicht sehr einladend ist. Wie ich beim Blick durchs Fenster schon sehen kann, entwickeln sich die Pflanzen unterdessen sehr gut. Die Weinreben setzen bereits Fruchtstände an. Man kann die Weintrauben jetzt schon als winzige grüne Kügelchen erkennen. Unser neuer Feigenbaum hat seine Krone ebenfalls schön weiterentwickelt. Noch ein, zwei Jahre, dann wird er sich über die Ebene der hoch geleiteten Weinreben erheben und genügend Sonne tanken können, um ein richtiger Baum zu werden. Ginkgo und Walnussbaum wetteifern wie in den Vorjahren um den Höhenrekord. Interessant ist, dass der Ginkgo bisher immer noch einen Tick höher herausgewachsen war. Es macht aber nicht viel aus. Längerfristig betrachtet, denke ich, hat der Walnussbaum im Vergleich aber keine Chance gegen die für Ginkgos typische Wachstumsform, bevorzugt in der Vertikalen, mit relativ wenigen und nicht sehr raumgreifenden Ästen, die in stumpfen Winkel zur Seite ragen.

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Nässe und Schneckenplage

Eine der Kehrseiten des Wachstumsschubs, den die Bäume derzeit verzeichnen, ist die Schneckenplage, die vor allem den jungen Pflanzen schadet. Die anhaltende Nässe hat die Schnecken in Hochform versetzt. So haben gerade einmal zwei unbeobachtete Tage ausgereicht, um einen Teil meiner mühsam gezogenen Strohblumen zu ruinieren. Das biologische Anti-Schneckenmittel hat offenbar null Wirkung und hält die Tiere in keiner Weise davon ab, über das junge Grün herzufallen. Da hilft nur noch, alles in unerreichbarer Höhe zu platzieren. Ärgerlich ist das wegen der Zeit, die ich in die Vereinzelung der Sämlinge investiert habe. Aber auch kein Drama, da in den angesäten Schalen noch jede Menge junge Pflänzchen relativ unbeschadet geblieben sind. Die nachträglich zu teilen ist aber sehr schwierig. Im nächsten Jahr werde ich mir eine andere Methode ausdenken müssen, vielleicht mit diesen kleinen Setztöpfchen, die sich später leicht einzeln umtopfen lassen.

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Pflanzenerholungswetter

Vielleicht ist es ganz gut, wenn es zum Wochenende hin ein wenig abkühlt. Der Schwung ist dann zwar wieder aufgehoben, den der Frühling schon entwickelt hatte. Aber für die Pflanzen bedeutet es Erholung und die Gelegenheit, Flüssigkeit aufzunehmen und zu speichern. Ein guter Impuls fürs Wachstum. Ich beobachte das bei unseren kleinen Gleditschien, auch bei dem neuen Feigenbaum, der seine jungen Blätter schon schirmartig aufrichtet, um möglichst viel Sonnenlicht einzufangen. Besonders freut es mich, dass sich die Strohblumenkeimlinge so schön entwickeln. Es sieht tatsächlich danach aus, dass daraus etwas werden könnte. Ich muss sie nur in größere Töpfe vereinzeln. Dann können wir hoffentlich im Hochsommer über ähnlich schöne, farbintensive Strohblumen freuen, wie wir sie im letzten Jahr von diesem einen gekauften Exemplar erleben durften. Und eines haben wir zwischenzeitlich auch gelernt: Man muss die Blüten in halbgeöffnetem Zustand abschneiden, damit sie beim Trocknen normal geöffnet erscheinen. Ansonsten überstrecken sie sich und wirken dann nicht mehr wie die gewohnten Blüten.

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Versetzte Wachstumsrhythmen

Jede Baumart hat so ihren ganz eigenen Wachstumsrhythmus. Während die in jedem Jahr unterschiedlichen jahreszeitlichen Verläufe sich natürlich auf alle Arten gleichermaßen auswirken, so dass es eben frühe und späte Jahre gibt, sind einige Arten eben doch etwas früher oder später dran, wenn es um die schnellen Wachstumsphasen geht. Unsere kleinen Gleditschien scheinen ihre Hochzeit schon hinter sich zu haben. Bei ihnen war das diesmal ein extrem ausgeprägtes Vertikalwachstum über mehrere Wochen. Der Ginkgo scheint sich sehr gleichmäßig zu entwickeln. Immer wieder bemerkt man kleine Zuwächse in der Höhe und dann auch wieder im Breitenwachstum. Und der Walnussbaum ist besonders verzögert, kommt jetzt erst so richtig dazu, stärkere Asttriebe zu bilden, die sich allmählich verstärken und verholzen. Ich bin davon überzeugt, dass der Baum bald die Notwendigkeit bemerken wird, den Stamm breiter werden zu lassen, um dem überproportionalen Höhenstreben einen stabilisierenden Unterbau entgegen zu setzen. So lange stehen wir ihm stützend zur Seite. Ganz sicher wird er in wenigen Jahren mindestens zur Nummer Zwei des Gartens aufgestiegen sein und seine Dominanz über viele Jahre behaupten.

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Das Feiern des Sommers

Der Regen heute Vormittag war ein Segen für die Vegetation. Die hat sich zwar seit Wochen in großer Wuchslaune präsentiert. Aber allzu trocken darf es eben auch nicht dauerhaft sein. Deshalb ist es gut, wenn solche Regenphasen zwischendurch einfließen, und auch, wenn es in der nächsten Woche mit den Temperaturen wieder etwas abwärts geht. Wetterfühlige werden das Auf- und Ab weniger mögen. Für ein Gleichgewicht im vegetativen Wachstum ist es aber offenbar sehr vorteilhaft. Die Blumen ums Haus herum, die Gräser, Sträucher und Bäume feiern den Sommer, zeigen derzeit das intensivste Grün. Für mich die anregendste Phase des Jahres, da eine Steigerung noch in Aussicht und der Höhepunkt des Sommers noch nicht erreicht ist. Eben dieser Übergang vom Spätfrühling in den Frühsommer, während dessen sich alles auszudehnen scheint und die Innerlichkeit und das in die Erde Zurückgezogensein vollständig vergessen sind.

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Mehr Sonne als erwartet

Nun muss ich mich doch korrigieren. Insgesamt wird der April doch sonnenreicher ausfallen als ich zuletzt vorhergesehen habe. Mehr Sonnenlicht als im Vorjahresmonat gab es jetzt schon. Wenn die beiden letzten Tage noch etwas dazutun, könnte das Niveau von 2011 erreicht werden. Daran konnte auch das Regenintermezzo nichts ändern, vermutlich weil die Tage drumherum fast hochsommerlich hell ausgefallen sind. Dem gerade vertikutierten Rasen wird diese Mischung gut tun. Und ganz sicher auch den Bäumen, die Feuchtigkeit brauchten, um die jungen Blätter und frischen Blüten weiterentwickeln zu können. Jetzt muss es nur noch etwas wärmer werden. Dann können sich auch die Vorfeigen entwickeln und dem mediterranen Baum vielleicht im Spätsommer eine reiche Hauptfrucht bescheren.

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Herbstfarben, Tod und Wachstum

Ein Einundzwanzigster, der den Herbst von seiner unangenehmeren Seite zeigte. Das ist also der Vorgeschmack auf das Winterwetter, das uns letztes Jahr begleitet hat. Nicht sehr kalt, aber nass und ungemütlich, Gott sei Dank mit einem guten Ende, nämlich einem früh einsetzen Frühjahr. Von mir aus könnte es diesmal wieder ein richtiger Winter werden, schon wegen der Insekten, aber auch weil sich die Jahreszeit dann echter anfühlt. Ein richtiger Winter, der in einen frühen und langen Frühling übergeht. Das wäre schön. Die expandierende Zeit der Bäume ist jetzt zu Ende. Man bemerkt überall den Rückzug. Das Laub wird bei vielen Arten jetzt hart, verfärbt sich, ersetzt sein Chlorophyll durch die roten Farbstoffe. Aus der saftigen Frische des Sommers wird spröde und trockene Farbigkeit. Seltsam eigentlich, dass ausgerechnet das uns das Bild der Herbstes vermittelt: Farben, die eigentlich für einen Tod stehen. Leuchtendes Gelb, Rot und Braun als Künder des Absterbens, aber eben auch als Vorhersage des neuen Wachstumszyklus. Ich habe dieses Herbstlaubthema heute wieder zum Gegenstand verschiedener Bildmontagen gemacht. In den nächsten Tagen will ich das weiter ausarbeiten und bin ganz zuversichtlich, dass ich dieses Konzept in eine Reihe einprägsamer Bilder umsetzen kann.

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