Schlagwortarchiv: Vögel

Sie sind hier:

Wo bleiben die Vögel

Es gibt doch auch nach dem empfundenen Jahresanfang immer noch Reminiszenzen an Weihnachten. So auch heute wieder bei einem Gespräch über den praktizierten Zeitpunkt des Abschmückens der Weihnachtsdekoration. Js und Ws Weihnachtsbaum stand noch einige Zeit länger, aber nicht so lange, wie es manche handhaben, nämlich bis Lichtmess. Wegen der inzwischen doch stark veränderten Stimmung der Menschen fände ich diese Terminierung für uns aber eher nicht passend. Die Regel mit den Heiligen drei Königen scheint mir doch die bewährteste und stimmigste. Auf anderem Gebiet gibt’s gleichgerichtete Beobachtungen. So lassen sich auch in G. in jüngster Zeit viel weniger Vögel im Garten erblicken. Das bedauern wir alle. Wie schön ist es doch, gerade im Winter die Meisen an den aufgehängten Knödeln picken zu sehen. Aber auch so bequem präsentiert wie diesmal, am abgeschmückten Weihnachtsbaum hängend, lässt sich kaum jemals ein hungriger Vogel blicken. Unbeantwortet bleibt die Frage, woran das liegt und ob es neben den klimatischen Kapriolen in unseren Breiten noch andere Einflussfaktoren für diese Veränderungen gegenüber früheren Zeiten gibt, die gewohnte Eindrücke vernichten.

Kommentar hinterlassen

Wenn die Bäume ganz fern zu sein scheinen

Das sind die Tage, an denen die realen Bäume da draußen sich weiter denn je von uns entfernt zu haben scheinen. Wie in sich zurückgezogen sind sie und nur noch dann in den Vordergrund drängend, Aufmerksamkeit auf sich ziehend, wenn sie in Hausnähe stehen und damit quasi zu den Mitbewohnern gehören. So ist unser ins Freie versetze ehemalige Weihnachtsbaum beim Blick durchs Fenster präsenter als die noch fest verwurzelten Bäume des Gartens, die all ihre Kräfte in den Wurzelstock zurückgezogen haben und nur noch ihr tot wirkendes Gerippe der frostigen Winterluft anvertrauen. Um die Szene etwas lebendiger zu gestalten, habe ich heute die Meisenknödel am Weihnachtsbaum befestigt und hoffe, sie ziehen sehr bald die ersten Vögel an. Es wird schön sein, sie an den samen- und fetthaltigen Knödeln picken und von Ast zu Ast hüpfen zu sehen. Schon allein, um sich an ihrer Vitalität zu erfreuen, der auch unwirtliches Winterwetter nichts anzuhaben scheint.

Kommentar hinterlassen

Graue Winterlandschaft

Ganz froh bin ich, dass wir den Weihnachtsbaum im Anschluss an seine eigentliche Mission in den Garten gestellt haben. Heute früh, als der Schnee flächendeckend lag, hat er nämlich beim Blick aus dem Fenster gleich den Eindruck einer Winterwaldlandschaft vermittelt. Einfach schön, wenn die Zweigenden mit Schnee bedeckt sind, wie von Zuckerguss überzogen. Das Vogelfutter haben wir noch nicht besorgt. Das wird aber noch kommen, damit wir an hellen Tagen das Treiben der Futter suchenden Vögel beobachten können. Seitdem manche Arten wegen der verhältnismäßig mild gewordenen Winter hier bleiben, sind die Vögel zumindest nicht seltener geworden. Der eine oder andere unter ihnen wird froh sein, bei dem schlechten Nahrungsangebot auf diese Art eine Sonderration zu erhalten. Bei Spaziergang über den Damm konnte ich kaum noch Früchte sichten. Lediglich bei der Weißdornhecken sind noch vereinzelte schwarz verschrumpelte Früchte des Vorjahres zu finden. Und einige auch beim Liguster. Ansonsten gehören die grau-gelben Flechten am Weißdorn und den Heckenrosen zu den wenigen Farbe zeigenden Details der Baumlandschaft.

Kommentar hinterlassen

Garten – Vögel – Bäume

Felix oder zumindest einer seiner Nachfolger singt jetzt von Tag zu Tag länger. Die Amseln sind in diesem Jahr sehr spät dran mit Ihrem Gesang. Er war zwar schon seit Wochen immer wieder zu hören, aber nur auf wenige kurze Phasen begrenzt. Jetzt, sogar in den Abendstunden, höre ich das gewohnte Konzert, das kein Ende mehr nehmen will. Die Melodie ist eine andere geworden. Deshalb zweifle ich, dass es sich noch um Felix handelt. Es kann natürlich sein, dass er seine Lieblingsmelodie von Jahr zu Jahr vergisst und sich immer wieder neu erfindet. Das ist eine der besonders schönen Erlbenisse des Frühlings und Sommers: Singvögelkonzerte, Vögel sich zwischen verschiedenen Ruhestationen im Garten bewegend, bevorzugt zwischen den hohen Masten und den Bäumen, vor allem dem Ginkgo und dem Feigenbaum. Vögel auf dem Boden nach Regenwürmen und anderen Insekten suchend, am liebsten nach Regenfällen. Und besonders schön: Singvögel, sich putzend und bei Gelegenheit sich in Pfützen oder vollgelaufenen Wasserschalen badend. Es ist kein Wunder, dass Vögel als archtetypische Symbole auf eine Stufe mit den Bäumen, den Bergen und Engeln gesetzt werden können. Es liegt ein Faszinosum in ihnen, das irgendwo zwischen Bewunderung und Geheimnis vermutet werden kann.

Kommentar hinterlassen