Schlagwortarchiv: Vergänglichkeit

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Plastische Formen des Herbstes

Physalis-Fruchthüllen im Herbst
Es sind keine Baumfrüchte, machen aber dem, was mich in dieser Zeit an den Früchten der Pfaffenhütchen so fasziniert, starke Konkurrenz. Formale Wunderwerke, die in ihrer wie vorgeführt wirkenden Vergänglichkeit wie eine Verkörperung des Herbstes wirken. Anders als die Pfaffenhütchen sind die Fruchtblasen der Physalis auch dann, oder vielleicht gerade dann attraktiv und ausdrucksstark, wenn sie im Zerfallsprozess befindlich sind. Aus leuchtendem Rot wird dann Orange und Rostbraun, bis irgendwann nur noch das filigrane weißliche Gerüst übrig bleibt. Eine schrittweise Auflösung ins Nichts.

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Vanitas-Konzept

Das fotografische Konzept mit altem Buchcover und herbstlichem Laub habe ich heute noch einmal überarbeitet und verschiedene Varianten getestet. Zudem habe ich es inhaltlich weiterentwickelt. Während des Erstellens von Varianten und der Arbeit am Detail ist mir der Begriff Vanitas in den Sinn gekommen. Später tauchte in diesem Zusammenhang auch der ermahnende Ausdruck „Memento mori“ in meinem Gedächtnis auf. Natürlich geht es genau darum. Das Vergängliche, die Vergänglichkeit allen Seins, des menschlichen, aber eben auch das zyklische Vergehen des natürlich Gewachsenen in der uns umgebenden Natur. Das Buch als Sinnbild menschlicher Kultur und die beiden Herbstblätter, die auf das Ende des bestehenden Vegetationszyklus hindeuten. So greifen die weiteren und die im jährlichen Rhythmus ablaufenden Zyklen ineinander und stehen für den Zusammenhang alles Lebendigen. Diese Gedanken sind dann auch in die Titel, Kurzbeschreibung und die Keywordliste der Microstock-Arbeiten eingeflossen.

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