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Brutaler Routineschnitt bei Traubenkirschen

An den Wegrändern zeigen sich jetzt überall die Radikalrückschnitte großer Bäume, die von der Gemeinde häufig gegen Ende des Winters durchgeführt werden. In diesem Jahr waren es vor allem die hoch herausragenden Traubenkirschbäume, die fast auf halber Höhe abgesägt wurden. Für mich verwunderlich. Denn selbst hätte ich das bei einem Kirschbaum nicht gewagt. Wenn sie ähnliche Wuchseigenschaften wie Süßkirschen haben sollte, werden sie das nicht gut vertragen, wenn sie sich überhaupt wieder davon erholen. Wie immer scheint aber vor allem die praktische Erwägung im Vordergrund zu stehen. Den Laubfall der Bäume in Grenzen zu halten und eine Kollision mit Hochspannungsleitungen unbedingt zu verhindern. Die Folge ist aber auch ein wüstes Bild der Bäume, die zwischen Damm und Hinterhöfen gepflanzt sind, zurzeit also ihre abgrenzende Funktion, vor allem den Sichtschutz nicht leisten können. Es wird dauern, bis mit dem Laubaustrieb und der Blüte die brutalen Wunden unsichtbar werden. Und noch länger, bis die Bäume eine ihrer Art angemessene Gestalt wiedererlangt haben.

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Noch mehr Blüten

Heute war es schwieriger, das richtige Licht zu erwischen. Aber in den kurzen Phasen mit Sonnenschein sind die zarten Blüten und Blätter des Spitzahorns durch das Objektiv besonders lebendig erschienen. Und die Traubenkirschen sind in diesen Tage sowieso die reine Freude, mit ihrem strahlenden Weiß und ihrem fast noch betörenderen Duft, der so richtig wie Frühling und Frische anmutet und der sich in der Luft so weit verbreitet, dass man ihn häufig auch außerhalb der Sichtweite der Bäume wahrnehmen kann.
Spitzahornblüte
Traubenkirscheblüte

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Lichtzelthimmel

Der Tag war schöner und sonnenreicher als erwartet. So konnte man beim längeren Spaziergang in der Landschaft durchaus ins Schwitzen geraten. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um die aktuelle Baumblüten- und -blätterlandschaft in Fotografien festzuhalten. Dafür war die Bedingungen sehr gut, denn bei wolkenreichem Himmel mit größeren Lücken kann die Sonne in diesen Lücken beachtliche Strahlungsintensität entwickeln, was die Belichtungsdauer reduziert, so man denn den richtigen Augenblick, sprich die Wolkenlücke gerade erwischt. Außerdem wirken die Wolkenfelder um die Lücken herum wie riesige Lichtzelte, was den Beleuchtungseffekt noch verstärkt. So waren heute zum Teil traumhaft kurze Belichtungszeiten möglich. So bei dieser schönen Blüte des wolligen Schneeballs:
Blüte des Wolligen Schneeballs
Sagenhaft strahlendes und üppiges Weiß der Traubenkirschenblüte:
Üppig blühende Traubenkirsche
Die Silberweiden sind auch schon so weit:
Silberweidenblüte
Auch der immergrüne Efeu wirkt bei diesem Licht besonders:
Efeuranke im Frühling
Die Apfelblüte ist mit ihrem Rot-Weiß immer eine Freude:
Apfelblüte
Auch die Eichenblüten sind dieses Jahr üppig ausgefallen. Dennoch wirken sie selbst in dieser Fülle irgendwie unscheinbar:
Eichenblüte
Eines meiner Lieblingsmotive überhaupt sind die Blätter der Haselsträucher im Gegenlicht:
Haselzweig im Gegenlicht

Frühlingsmut

Der erste Tag mit richtig viel Sonne in diesem Jahr. Einer, der gemessen an der Intensität der Lichtstrahlung durchaus in den Sommer gepasst hätte. Ich hoffe, das dürftige Resultat der letzten Monate wird während des Aprils ausgeglichen. Schon einmal hatten wir einen extrem sonnigen April, der also nicht zwangsläufig von „Aprilwetter“ geprägt sein muss. Die Baumlandschaft steht unter solch ermutigenden Vorzeichen kurz vor der großen Frühjahrsexplosion. Die Schlehdornblüte wird jetzt kommen, die Weißdornblätter sind schon an vielen Sträuchern aufgefaltet, und auch die Traubenkirschen und Heckenrosen haben sich schon weiterentwickelt. Bei den Hainbuchen zeigen sich jetzt gleichzeitig Blüten und Blätter. Ich schätze, in wenigen Tagen schon wird das Grün eine deutliche Farbmarke in der Landschaft hinterlassen, und wiederum zwei Wochen später wird es den Farbeindruck dominieren. Freuen wir uns auf den Frühling.

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Osterauftakt

Kein Bilderbuch-Frühlingstag, aber doch ein regenfreies Wetter, das zu einem Osterspaziergang einlud. Das haben auch andere so empfunden, denn es waren ungewöhnlich viele auf meiner Lieblingsroute unterwegs, zu Fuß, mit dem Rad und eine Familie sogar mit zwei Eseln. Man konnte diese Leichtigkeit erkennen, in den Gesichtern, in der Art der Bewegungen, die einen als leicht und entspannend empfundenen Feiertag kennzeichnen. Das Feiertägliche selbst hatte seinen Anteil daran, aber auch der Frühling, den man bereits spürt und in Details auch sieht. So habe ich heute verschiedene Gehölze näher betrachtet, die schon ihre Blätter auffalten, zum Beispiel die Traubenkirschen mit ihren in jungem Zustand noch ganz transparenten zarten Blättern, oder die Heckenrosen, deren Blätter noch stiftförmig zusammengerollt waren. Und auch neue Blüten zeigen sich hier und da, besonders auffallend an einer Gruppe junger Eschen, der Blüten ihre Staubbeutel noch nicht geöffnet hatten und in ihrer kompakten kleinteiligen Schwärze ungeheuer organisch wirken. In wenigen Tagen wohl werden sie die typische Anmutung von Frisée angenommen haben. Einige Eindrücke großer Totholzstämme habe ich wie häufig an sonnigen Tagen ebenfalls mitnehmen können.

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