Schlagwortarchiv: Symbole

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Gemeinsamkeiten hervorholen

Trotz des Überangebots an nachzuholender Arbeit habe ich diesen 3. Advent als einen vorweihnachtlichen Tag mit Ruhe und Entspannung wahrgenommen. An diesem Tag sind mir viele meiner Projekte wieder begegnet, die Holzarbeit, die symbolische Arbeit mit den Bäumen, die Baumfotografien, aber auch Biografisches, das nicht unmittelbar mit den Bäumen in Verbindung steht. Besonders der Weihnachtsbaum spielt in diesen Tagen in den meisten meiner kreativen Erzeugnisse eine Rolle. Teils in der Form, dass meine Arbeiten bei anderen als Geschenk unterm Weihnachtsbaum liegen werden. Das freut mich ganz besonders, zeigt es doch, dass Formen, die auf archetypischen Symbolen aufbauen, wirklich Gemeinsamkeit herstellen – oder besser eine eigentlich immer schon vorhandene Gemeinsamkeit aus den unbewussten Tiefen hervorholen können. An einem so emotionalen Fest wie Weihnachten die Gelegenheit zu haben, dies in Verbindung mit verschiedenen Menschen zu erreichen, ist eine der schönsten Bestätigungen meiner Wunschbaum-Projekte.

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Symbolarbeit und Aufmerksamkeit

Ein eng getakteter Arbeitstag, der mich von einer Aufgabe zur nächsten rotieren ließ. Diesmal war die handwerkliche Arbeit unterlegen, da ich die dafür notwendige Ruhe nur eingeschränkt realisieren konnte. Aber Unterbrechungen dieser Art können auch heilsam sein und längere Prozesse letztlich im Fluss halten. So denke ich, dass zu viel Konzentration in nur einer Richtung der Ergebnisqualität der einzelnen Arbeit eher schadet. Das gilt auch für die symbolische Arbeit mit Bäumen und ihrem Holz. Als Symbolarbeit ist sie eben immer in Kommunikationsprozesse eingebunden, die manchmal besonderer Aufmerksamkeit bedürfen.

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Beobachtungen zur aktuellen Friedhofskultur

Heute konnten wir den gestern versäumten Friedhofsbesuch nachholen. Dem Gräberschmuck nach zu urteilen, ist die Tradition durchaus noch lebendig, auch wenn inzwischen wohl weniger Menschen zur offiziellen Segnung kommen. Die Grablichter sind zahlreich, und die meisten Angehörigen haben auch schöne, liebevoll gestaltete Gestecke als Schmuck gewählt. Damit wird m. E. sogar eine größerer Aufwand betrieben als zuvor. Immer häufiger an kleinen Grabstätten für Urnen oder auf Rasengräbern zu finden. Die Vielfalt der Bestattungsformen hat zugenommen, aber die Menschen fühlen sich eben auf die eine oder andere Weise immer noch ihren Verstorbenen verbunden und dokumentieren dies in persönlicher Form. Der Blätterherbst zeigt sich in diesen Tagen erstmals deutlich. Die vielen welken Blätter auf den Gräbern und Friedhofwegen zeugen davon. Ganze Teppiche haben sich da ausgebreitet und rascheln, wenn man sie durchschreitet. Dieses Geräusch aus herbstlichen Waldspaziergängen gehört zu den deutlichsten Erinnerungen meiner Kindheit. Kein Wunder, die Jahreszeiten im Spiegel der Bäume haben mich schon damals fasziniert.

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Allerheiligen, Symbole, Transzendenz

Allerheiligen, und keine Gelegenheit zu einem Friedhofbesuch. Nach der Einebnung von Gs Grab ist es auch nicht mehr dasselbe. Die ehemalige Stätte ist heute von einem neu angelegten Gehweg durchschnitten. Schwer deshalb, den Ort in unverstellter Form zu erinnern. Dennoch werde ich das sicher in den kommenden Tagen nachholen. Idealerweise morgen, wenn es mit dem Allerseelenfest ohnehin noch passender ist. Die Feiertagsatmosphäre, die besondere Energie dieses Tages war dennoch für mich und sicher auch für den Rest der Familie durchweg spürbar. So wie ich für mich selbst sagen kann, dass sich Feiertage einfach anders anfühlen, auch wenn sie auf einen Wochentag fallen. Die Existenz solcher kirchlichen Feiertage hat für mich große Bedeutung, als Ruhepunkte der Kontemplation. Als Projektionsflächen für Traditionen und grundsätzliche religiöse Motive. Diese Bedeutungen sind das eigentlich Wesentliche, das hier und da Unterstützung findet durch äußere Symbole. Zum Beispiel durch die in der Dunkelheit rot oder weiß leuchtenden und flackernden Grablichter, durch allerlei Kränze, Gestecke und Symbolformen, die sich auf den Gräbern zum Andenken der Angehörigen finden. Und eingerahmt durch die immergrüne Bepflanzung des Friedhofs mit Zypressen, Eiben, Kiefern und Fichten, die das Bleibende vergegenwärtigen und damit für die Transzendenz des Todes stehen. Tod und ewiges Leben im christlichen Sinne, Tod und Leben stehen hier eng beieinander. Und an keinem anderen Tag ist die Allgegenwart der Seelen unsrer verstorbenen Angehörigen so im Zentrum der Aufmerksamkeit wie an Allerheiligen und dem folgenden Allerseelentag. Gut, dass wir solche Gedenktage haben.

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Auch Zeitloses wandelt sich

Es ist schön, dass ich zwischendurch immer wieder Resonanzen zu meinen Gestaltungsideen erfahre. Besonders bei den zeitlosen Baumthemen ist mir das wichtig. Denn gerade die Zeitlosigkeit lässt allzu leicht vermuten, es würde sich bei den Symbolen nichts verändern. Tatsächlich gibt es eine Entwicklung in der Rezeption und im alltäglichen Gebrauch von Symbolen. Auch in Bezug auf den Stellenwert, der ihnen beigemessen wird. Insofern ist es wichtig zu erfahren, in welcher Form diese Ideen in den Alltag eingebunden werden und welche Rolle darin spielen. Wenn ich dann höre, dass sie tatsächlich, wie im Fall der Partner-Armband-Sets, Gemeinschaft stiftend sein können und als Symbole der Verbundenheit verwendet und aufgefasst werden, ist das eine schöne Bestätigung.

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Technische Chancen für die Symbolvermittlung

An die Optimierung der übrigen Seiten konnte ich mich noch nicht geben. Aber das Thema ist schon spannend, ist die Attraktivität einer Webdarstellung doch durchaus größer, wenn sie sehr schnell zur Verfügung steht – und zudem noch gut gemacht ist. Ich versuche, diese Darstellungen immer wieder aktuellen Sehgewohnheiten und technischen Möglichkeiten anzupassen. So macht die technische Entwicklung in diesem Medium auch nicht vor den Themen halt, die inhaltlich doch in ganz andere Welten verweisen. Den Bäumen ist das alles natürlich egal. Aber unsere Art, Symbole zu verarbeiten, Erkenntnisse im Umgang und der Verarbeitung symbolischer Formen öffentlich zu machen, diese Art ist heute von der Technik beeinflusst und kann mit Hilfe der technischen Möglichkeiten auch besser vermittelt werden. Der Inhalt bleibt für mich aber immer das Primäre. Ich hoffe, dass die technischen Optimierungen diesen Anspruch unterstreichen und ihn nicht umgekehrt verundeutlichen.

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