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Resonanzstörungen im jahreszeitlichen Übergang

Stillstandzeit, wie sie klischeehafter für den November nicht sein könnte. Die Lebensgeister dort draußen ziehen sich in die Erde zurück. Bäume werfen Blätter ab und konzentrieren ihre Nährstoffe im Wurzelstock. Einjährige Pflanzen verschwinden allmählich von der Oberfläche. Und genau so scheinen sich die Menschen jetzt ins Haus zu verziehen, unsichtbar füreinander, und in sich selbst, mit Auswirkungen auf die Kommunikation und den Mut und Elan, Neues zu beginnen. Gut und wahrscheinlich notwendig für jeden einzelnen. Solche Zwischenphasen, die körperliche Anpassung und seelische Akklimatisierung zwischendurch und parallel zum jahreszeitlichen Zyklus möglich machen. Aber immer ist das auch mit Brüchen, Leerlauf, Verzögerungen und Missverständnissen bei kooperativen Projekten und solchen, die kooperativ werden könnten, verbunden. So hoffe ich, dass die Anpassungen nicht zu Langläufern werden, und die Leerläufe nicht größer als notwendig.

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Noch kein Rückzug

Nun habe ich die erste Durchsicht der Handschriften abgeschlossen und dabei immerhin sechs wirklich gute Details extrahiert, die exemplarisch genug sind, und natürlich gleichzeitig technisch einwandfrei, um bei Microstock eine Chance zu erhalten. Wie die historischen Schriftdokumente tatsächlich angenommen werden, wird sich zeigen. Besonders bei den ausländischen Adressen kann ich mir vorstellen, dass nicht jeder Bildredakteur begeistert ist. Vielleicht wegen der deutschen Schrift, vielleicht aber auch, weil man historische Dokumente dieser Art nicht für illustrationstauglich hält. Ähnliches habe ich schon öfters beobachtet. Zu Unrecht, denn gerade solche Motive sind absolut gesucht. Bei manchen aus der Zunft ist das aber noch nicht angekommen. Ansonsten ein eher baumloser Tag, bei so viel Regen war noch nicht einmal eine Inspektion der Feigen möglich. Die Vorhersagen widersprechen sich. Für die anstehenden Holzarbeiten wünsche ich mir eine Rückkehr der Wärme und möglichst auch der Sonne. Die Arbeit wird dadurch schlüssiger, da ich mich zu dieser Jahreszeit noch nicht ganz von den Bäumen da draußen verabschiedet habe. Für den Rückzug ins rein Symbolische ist dann ab November noch genügend Zeit.

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Gespiegelte Haltung

Ja, die tendenziell meditative Grundstimmung dieser Obsterntezeit macht sich wieder einmal in Verzögerungen und Ausdehnungen bereits laufender Projekte bemerkbar. Es ist dann, als ob die Befindlichkeit vieler Menschen gleichzeitig von den Verhältnissen in ihrem natürlichen Außen geprägt ist. Und diese Verhältnisse deuten auf einen Rückzug, zwar auf ein Vollenden in Form der Fruchtreife, aber eben auch mit Blick auf das anschließende Zurückfahren der Wachstumsgeister. Das spiegelt sich oft in der entsprechenden menschlichen Haltung. Gut fürs Reflektieren. Schlecht aber, wenn ein Projekt nur im Austausch weiterentwickelt oder abgeschlossen werden kann. So versuche ich diese Phase wie immer zu nutzen, um das eigene Spektrum um die eine oder andere Facette zu bereichern.

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