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Resonanzstörungen im jahreszeitlichen Übergang

Stillstandzeit, wie sie klischeehafter für den November nicht sein könnte. Die Lebensgeister dort draußen ziehen sich in die Erde zurück. Bäume werfen Blätter ab und konzentrieren ihre Nährstoffe im Wurzelstock. Einjährige Pflanzen verschwinden allmählich von der Oberfläche. Und genau so scheinen sich die Menschen jetzt ins Haus zu verziehen, unsichtbar füreinander, und in sich selbst, mit Auswirkungen auf die Kommunikation und den Mut und Elan, Neues zu beginnen. Gut und wahrscheinlich notwendig für jeden einzelnen. Solche Zwischenphasen, die körperliche Anpassung und seelische Akklimatisierung zwischendurch und parallel zum jahreszeitlichen Zyklus möglich machen. Aber immer ist das auch mit Brüchen, Leerlauf, Verzögerungen und Missverständnissen bei kooperativen Projekten und solchen, die kooperativ werden könnten, verbunden. So hoffe ich, dass die Anpassungen nicht zu Langläufern werden, und die Leerläufe nicht größer als notwendig.

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Die natürliche Resonanz wiedergewinnen

Wieder einer dieser rastlosen Tage, die so gar nicht zu seinem offiziellen Charakter passt. Jedenfalls kann man sich den Beginn der Fastenzeit ruhiger vorstellen. Dagegen steht die Betriebsamkeit der Projekteabwicklung im krassen Gegensatz zur Unwirtlichkeit des Wetters und dem, was die Jahreszeit eigentlich in unsere Biologie einschreibt. Längst haben wir uns von diesem Leben in Anpassung an die natürlichen Verhältnisse abgekoppelt, folgen die Impulse und Aktivitätskurven einer ganz eigenen, selbst entwickelten, kommunikativ und kulturell gesteuerten Logik. Aber dadurch entstehen auch ungesunde Diskrepanzen und wahrscheinlich die eine oder andere Erkrankung. Ich versuche diese Kreisläufe immer wieder zu durchbrechen, mir das Ganze bewusst zu machen und damit das Einzelne zu relativieren. In der Beschäftigung mit dem grundlegenden Charakter der Bäume, genauer mit dem, was sie mit uns gemeinsam haben, gelingt mir das häufig, aber nicht immer. Es ist immer wieder eine Herausforderung, der ich mich im Trubel des Alltagsgeschäfts gerne stelle. Gerade weil ich die Notwendigkeit zu dieser wieder stärkeren Resonanz auf die natürliche Umwelt sehe.

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