Schlagwortarchiv: Palmsonntag

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Schöner Palmsonntag und frischer Palm

Ein wunderbar sonnenreicher Palmsonntag. Solche Palmsonntage habe ich in freudiger Erinnerung, da das Wetter so schön zum christlichen Sinn des Festes passt. Ein Fest des Sieges bei kosmischen Bedingungen, die den Aufbruch und die Frühlingsstimmung unterstützen. Die zuvor gesegneten Palmzweige habe ich an allen Türkreuzen erneuert. Übrig sind noch zwei Sträuße, von denen einen J. und W. erhalten, den zweiten will M. an eine Bekannte verschenken. M. überlegt außerdem, weitere Zweige vom Buchsbaum zu schneiden, um einen kleinen Kranz daraus zu binden. Vielleicht ließe sich das ja auch mit der Stecktechnik realisieren, die ich im Herbst erfolgreich mit den Strohblumen praktiziert habe. Es würde mich reizen, das einmal zu versuchen. Wenn ich denn die Zeit und Ruhe dafür finde. Die Gartensaison haben wir am Nachmittag nach der Vorbereitung gestern auch praktisch eingeleitet. Es macht Spaß, wieder draußen sitzen und den Blick über den Garten mit den noch blühenden Frühjahrsblumen und den langsam grünenden Bäumen schweifen zu lassen, erst recht bei so viel Sonne.

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Der Buchsbaum, das Aschenkreuz und die Transformation

Es steckt so viel Symbolisches darin, und doch registriere ich in der eigenen Wahrnehmung einen Verlust von Innerlichkeit und emotionaler Beteiligung bei so manchem Ritus, den ich in Kindertagen beim den heiligen Messen kennengelernt habe. Das Aschenkreuz ist einer davon, dem ich heute wieder begegnen will. Es markiert den Anfang der Fastenzeit und verweist damit bereits vor auf das Osterfest und seine zentrale Botschaft der Wiederauferstehung. Wir bereiten uns quasi als Menschen selbst auf die eigene Erneuerung vor, indem wir uns zunächst einmal daran erinnern, dass wir sterblich sind und alles Handeln vor diesem Hintergrund nur für kurze Zeit Bedeutung haben kann. Im Aschenkreuz ist in verwandelter Form der Palmzweig des Vorjahres enthalten und damit ein Symbol des Sieges. Denn die vorjährigen am Palmsonntag gesegneten so genannten Palmzweige, die in unserer Gegend in der Regel aus Buchbaumzweigen bestehen, werden zuvor verbrannt. Die daraus entstehende Asche wird für die Aschenkreuze verwendet. Es ist wie eine vorweggenommene Auferstehung vierzig Tage vor der eigentlichen Feier derselben. So ist im Niedergang und der Vernichtung bereits der Keim für das neue Aufleben enthalten. In den nächsten Wochen können wir uns darauf vorbereiten. Ich hoffe, dass solcher Sinn in der tradierten Form nicht verloren geht und auch außerhalb der Fastenzeit im Bewusstsein bleibt.

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Vorverlegte Palmweihe

Die Palmzeige am Samstagabend vor Palmsonntag segnen zu lassen, gefällt mir eigentlich gar nicht. Für mich verbindet sich diese Tradition eigentlich typischerweise mit einem sonnigen Vormittag des Palmsonntags, und mit dem Fußweg über den alten Friedhof zur Kirche, durch eine kleine Allee blühender Zierkirschbäume. Die unregelmäßigen Gottesdienstzeiten bringen es aber immer häufiger mit sich, dass die Feiertage nicht am eigentlichen Tag zelebriert werden können. Das nimmt dem ein gutes Stück seiner Aura und seiner symbolhaften Stärke. Die Buchsbaumzweige habe ich eben an unserem alten Strauch geschnitten, der seit vielen Jahren eine Ecke des Gartens markiert. Im vergangenen Sommer hat er mächtig an Volumen zugelegt. Ich hoffe, V. wird ihn nicht wieder so stark stutzen wie zuletzt. Eigentlich sollte daraus ein richtiger kleiner Baum werden. Bisher aber war er immer in überschaubarer Strauchform gewachsen. Zum Teil liegt das sicher an unserem Klima, z. T. aber auch an der Vorstellung, die man von dieser Art hierzulande hat, nämlich die eines kleinen Zierstrauchs. Ein Gutes hat die Vorverlegung auf den Vorabend: Morgen Vormittag kann ich mir viel Zeit lassen, die Zweige auf die verschiedenen Türkreuze im Haus zu verteilen.

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Vegetabile Feiertags- und Frühlingssymbolik

Schade, dass wir eigentlich nicht mit sonnigen Osterfeiertagen rechnen können. Denn es soll zunächst so weiter gehen. Regnerisch, windig, kühl. Nicht in der Konsequenz des Frühlings liegend, für den es bereits vorher erste Anzeichen gab. Und nicht gerade das, was die Lebensgeister weckt und zu neuen Ufern trägt. Immerhin, die Palmzweige als symbolisches Zeichen, zum einen des Sieges und der Hoffnung im christlichen Sinne, zum anderen der Erneuerung, des Schutzes und des Lebens im Sinne einer allgemeingültigen vegetabilen Symbolik, diese immergrünen Zweige habe ich nach der Segnung am Vormittag überall im Haus verteilt. Ein Ritual, das für uns dazugehört und das für mich selbst eine kaum wegzudenkende Bedeutung hat. Die Weidenkätzchen, die M. sich ergänzend als Dekoration für die Karwoche und die Ostertage gewünscht hat, kann ich ihr nicht zur Verfügung stellen. Zum einen weil man sie generell nicht abschneiden soll, zum anderen weil sie in fußläufiger Entfernung bei uns sehr selten zu finden sind. Eigentlich finde ich es aber auch viel schlüssiger, die immergrünen Pflanzen im österlichen Kontext zu verwenden. Ich hoffe, die Buchsbaumzweige werden möglichst lange grün bleiben und erst spät ausbleichen .

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Neue Palmzweige

Am Nachmittag haben wir schon einmal die Buchbaumzweige geschnitten, die wir morgen in der Palmsonntagsmesse segnen lassen wollen. V. hatte zuvor schon größere Zweige von dem großen Buchsbaum am Bienenhaus mitgebracht. Der trägt ziemlich große Blätter, was ich eher nicht so schön finde, zumal wir meist doch recht kleine Zweiglein benötigen. Mal sehen, morgen früh werden wir die Bündel zusammenstellen und eine Auswahl treffen. Und die letzte Auswahl erfolgt dann ohnehin, wenn ich die Zweige auf die verschiedenen Kreuze im Haus verteile. Ein Bündel geht wie immer an J. und W., da sie ja leider nicht in die Messe kommen. Nun hoffe ich auf einigermaßen schönes Wetter, das, wie ich finde, dem Feiertag eigentlich besser zu Gesichte stehen würde.

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