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Gelungener Maulbeerbaumschnitt mit Perspektive

Die Art, wie ich den Maulbeerbaum im vergangenen Frühjahr zurückgeschnitten hatte, zahlte sich heute aus. Der diesjährige Baumschnitt war zwar mit mindestens so großem zeitlichem Aufwand verbunden, aber er war geordneter und übersichtlicher durchzuführen. Im letzten Jahr musste ich das undurchringliche Durcheinander der wuchernden Äste erste einmal auf ein handhabbares Maß zurückführen. Das Ergebnis war damals radikal. Ein Grund dafür, dass er in der Wachstumsphase sehr viele neue Triebe ausgebildet hat. Die gingen aber büschelweise bevorzugt in die Höhe. Das Breitenwachstum hat das kaum beeinflusst. So musste ich auch heute nur wenige Äste links und rechts abschneiden, die die Grenzen der Zypressenhecke überragten. Die grö0ßere Zahl von Ästen mussten in großer Höhe gekappt werden. Dabei habe ich meist ein bis zwei Augen stehen lassen. Das sollte dem Baum doch signalisieren, dass er den angefangenen Weg weiter beschreiten kann, sprich an den letztjährigen Trieben Seitenverästelungen ausbilden kann. Ich hoffe, er wird nicht noch einmal massenweise Triebe gen Himmel schicken. Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis und der Gesamtform der Krone sehr zufrieden. Inzwischen bin ich auch ganz zuversichtlich, dass es längerfristig gelingen kann, auf dem sehr schmal zulaufenden Wiesengrundstück einen Maulbeerbaum alt werden zu lassen, der an diesem Standort seine Heimat findet und seinen Raum ausfüllt, ohne ihn zu dominieren.

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Obstbaumarten-Armband

Mindestens noch ein weiteres neues Musterarmband aus dem Holz eines Obstbaums, nämlich der Quitte, will ich im Laufe des Jahres noch realisieren. Damit hätte ich dann so ziemlich alle heimischen Obstbaumarten abgedeckt. Zumindest die, die eine gewisse praktische Rolle spielen, nämlich: Apfelbaum, Birnbaum, Kirschbaum, Zwetschgenbaum, Quittenbaum, Mirabellenbaum, Maulbeerbaum. Das wären sieben, eine gute Zahl, da sich damit ein Armband mit 3 x 7 Perlen herstellen ließe, in dem jede Art mit je drei Perlen repräsentiert ist. Außerdem möglich wäre noch der Holunder, den ich eventuell für die Hauptperle und das Schlussstück einsetzen könnte. Oder eben eines der anderen Hölzer dafür und der Holunder wäre Bestandteil der kleinen Perlen. Solch ein „Themenarmband“ finde ich eine wirklich gute Idee, gerade weil viele Menschen einen besonderen Bezug und eine ausgeprägte Liebe zu Obstbäumen haben. Natürlich sind auch andere Themenarmbänder denkbar, die eher abstrakt konzipiert sind, etwa „Lichtbäume“ oder „Immergrüne Bäume“. Das sind Projekte, die ich noch konkretisieren muss.

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Zukunftswünsche für den Maulbeerbaum

Nach diesem kräftigen Rückschnitt gestern wird der Maulbeerbaum erstmal eine Pause einlegen. Es war höchste Zeit, denn die Blattknospen waren schon erkennbar angeschwollen und werden sicher nicht mehr lange Zeit benötigen, um sich zu öffnen. Das Zurückschneiden signalisiert dem Baum aber in der Regel, zunächst vorsichtiger zu sein. Deshalb rechne ich jetzt erst in einigen Wochen damit, das erste Grün an diesem Baum zu sehen. Das ist auch durchaus gewünscht, denn dieses Individuum ist derart wuchsfreudig, dass ein wenig Verzögerung von Vorteil sein kann. Ich hoffe, dass die über den Winter im Wurzelbereich gespeicherten Energiereserven dann in die verbliebenen Abschnitte vordringen und dort ein kräftiges Wachstum anregen. Das ist es, was ich mit dieser Aktion eigentlich bewirken wollte. Nicht nur, die über den Zaun auf Gehwege und Nachbargrundstücke ragenden Äste zu kürzen. Vielleicht gelingt es ja längerfristig, die nach unten zeigenden Äste zu stärken und ihn zu einem benutzerfreundlichen Fruchtbaum zu gestalten. Ich freue mich jedenfalls, dass er an diesem Standort so gut angekommen ist und sich dort, auch mit der Baumnachbarschaft, erkennbar wohlfühlt.

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Der Schnitt des Maulbeerbaums

Kaum zu glauben, wie aktiv ein einziger Baum übers Jahr sein kann. Das habe ich heute beim Zurückschneiden des Maulbeerbaums wieder gemerkt. Obwohl er noch verhältnismäßig jung ist, schätzungsweise 12 Jahre und vielleicht maximal 4 Meter Höhe erreicht hat, schießt er jedes Jahr erneut riesige Asttriebe in die Höhe. Es sind meist kerzengerade Triebe von bis zu 2 Metern Länge. Und so viele, dass nach dem Schneiden der ganze Boden unter dem Baum nur so mit Schnittmaterial übersät war. Tatsächlich ist der größte Teil des Tages mit dieser Aktion ausgefüllt gewesen. Das hat bei diesem ersten wirklichen Frühlingstag, dessen wahres Gesicht aber erst im Laufe des Nachmittags in Form von offenem Himmel und deutlichem Temperaturanstieg zum Vorschein kam, eine wirklich passende und trotz der Anstrengung erholsame Arbeit. Immer wieder kompliziert, da der Baum zwar keine dicken, aber viele Verästelungen ausbildet, die ich nur mit der ausziehbaren Standleiter erreichen kann. Die neue wirklich gut funktionierende Astschere war dabei eine große Erleichterung, wenn ich an das Vorjahr denke. Dass dennoch der ganze Nachmittag mit dieser Arbeit ausgefüllt war, lag auch daran, dass ich das ganze Astmaterial mit eine kleinen Astschere noch einmal zerkleinert habe. Die stärkeren Abschnitte in ofengerechte Stücke, die sich wunderbar als Feuerholz für die nächste Ofensaison eignen. Und die feineren Reste habe ich dann gesondert gelegt, vielleicht werden die später in die Biotonne kommen. Ich freue mich, dass der Baum jetzt wieder eine gute Form hat. Besonders habe ich diesmal darauf geachtet, die nach unten zeigenden Äste zu stärken, damit die frei gewordene Wachstumsenergie vor allem in diese Äste geht. Denn die langen Kronentriebe machen uns langfristig nur Probleme bei der Pflege. Ich stelle mir da als Fernziel eher einen schönen knorrigen Maulbeerbaum vor, der von einem starken Stamm und wenigen starken Hauptästen dominiert ist. Ähnlich den uralten Exemplaren in D., deren Sanierung ich vor Jahren einmal live erlebt habe und von dem ich noch einige Abschnitte Maulbeerbaumholz auf Lager habe, aus dem ich recht interessant wirkende Perlen herstellen konnte.

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Vegetabile Atempause

Mit dem Rückschnitt des Maulbeerbaums hätte ich mich dann doch nicht so beeilen müssen. Aber der vergangene Samstag war wesentlich geeigneter für diese Arbeit. Jetzt, eine Woche später ist an dem Baum noch keine Veränderung feststellbar. Die dort verlorene Uhrenkrone konnte ich ebenfalls noch nicht finden. In dem Moos, das direkt unter dem Baum wächst, ist die Wahrscheinlichkeit auch nahe Null. Der Baum wird nach dieser Aktion eine kleine Atempause benötigen, bevor er neu austreibt. Und überhaupt sind die Maulbeerbäume ja eher Spätzünder, die dafür im Sommer so richtig zur Hochform auflaufen. Dieses Jahr wird er wohl weiter am Stamm zunehmen und hoffentlich seine Krone kompakter ausbilden als bisher. V. war heute in puncto Bienen erstmals wieder positiver gestimmt, nachdem er erfahren hatte, dass er vier Völker bekommen wird. Wieder einmal ein Neueinkauf, der notwendig wird, da diesen Winter kein einziges vollständiges Volk überlebt hat. Mit dem Einkauf, der wohl in zwei Wochen abgeschlossen sein wird, hat V. nebenbei einige Tipps erhalten, die er für die Behandlung seiner Bienen nutzen kann, um im kommenden Frühjahr dieses Drama hoffentlich nicht mehr erleben zu müssen.

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Ein Baumschnitttag

Wieder einmal so ein Tag, der ganz im Zeichen der Bäume stand. Am Vormittag das diesjährige Obstbaumschnitt-Feuer. V. hatte die übers Jahr geschnittenen Äste der Apfel- und Zwetschgenbäume zu einem hohen und lang gestrecken Haufen aufgetürmt, den wir heute angezündet haben. Da es nahezu windstill war, dauerte es diesmal sehr lang, bis das Feuer in Fahrt gekommen ist. Gewöhnlich gibt es dabei so einen Punkt, ab dem es seine reduzierende Kraft ungebremst entfaltet, während man bis zu diesem Punkt sehr geschickt vorgehen muss, durch ständiges Umschichten und Auftürmen in der Mitte des Haufens, wo der Herd des Feuers liegt. Dieser Punkt zögerte sich heute sehr lange dahin, schon fast bis zu Schluss. Dann aber ging es sehr schnell. Die Bilder zeigen der Haufen schon fast vollständig zu Asche reduziert. Die braune Blätterschneise links und rechts markiert die ursprüngliche Ausdehnung des Ästehaufens. Mit den Nahaufnahmen habe ich an eine Tradition angeknüpft. Solche Fotos von Holzfeuer und glimmenden Holzabschnitten bzw. noch glimmender Holzasche. So ein Detail könne ich mir sehr gut in Öl umgesetzt als Gemälde vorstellen. Ich finde, es steckt eine ungeheure Dramatik darin.

Den Nachmittag habe ich nach ein wenig Gartenarbeit dazu genutzt, den Maulbeerbaum zu schneiden. Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt gewesen. Am nächsten Wochenende könnte es schon so warm sein, dass die ersten Knospen treiben. Da der Baum sehr wuchsfreudig war und im letzten Jahr meterlange Triebe in den Himmel geschossen hat, musste ich diesmal viel Zeit und Mühe investieren, um die Form wieder auf ein handhabbares Maß zu bringen. Als ich fertig war, brach die Dunkelheit herein. Die geschnittenen Äste müssen wir deshalb ein anderes Mal zusammentragen. Ich hoffe, der Maulbeerbaum wird diesen Rückschnitt gut verkraften und hoffentlich einmal größere Früchte hervorbringe. Bisher hatte er seine unbändige Energie vor allem in ein opulentes Blätterkleid gesteckt.

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Rückschnittpläne

Der Kampf, den die Frühlingssonne gegen die Nässe und den Wind des Spätwinters kämpft, geht in diesen Tagen weiter. Zwischendurch kann man aber schon gleißende Helligkeit über lange Phasen erleben. Immer mehr von dem, was man Frühling nennen kann. Ich freue mich auf die ersten wirklich angenehm wärmenden Tage dieses Jahres, an denen man weiß, die schöne Jahreszeit hat jetzt begonnen. Die Bäume lassen noch nicht viel davon erkennen. Dennoch denke ich, dass es an der Zeit ist, die notwendigen Rückschnitte z. B. am Maulbeerbaum vorzunehmen. Bevor die ersten neuen Asttriebe entstehen, bekommt das dem Baum besser. Im vorletzten Jahr haben wir den richtigen Zeitpunkt dafür erwischt, so dass der Baums sich anschließend prächtig weiterentwickeln konnte. Diesmal wird wieder einiges an Substanz wegzunehmen sein. Dabei versuche ich aber, dem Charakter dieser Art gerecht zu werden und eine schöne, ausgewogen runde Kronenform zu realisieren. Vielleicht ein Projekt fürs Wochenende, wenn das Wetter mitspielt.

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Die Früchte sind mir nicht das Wichtigste

Und natürlich ist es so wie gestern vorhergesagt. Die stahlblauen Netze zieren jetzt ausgerechnet den Teil des Gartens, den wir dort sitzend vor allem im Blickfeld haben. V. kann das einfach nicht lassen, wobei er immer wieder behauptet, es seien keine anderen erhältlich. Der springende Punkt ist aber einfach, dass er auf keine einzige der Weintrauben verzichten will. Das ist mir ganz unverständlich. Von mir aus könnten die Vögel alle für sich beanspruchen. Der Fruchtertrag war mir auch bei den Obstbäumen noch nie das Wichtigste. Auch bei dem so schön gewachsenen Maulbeerbaum nicht, dessen diesjährige Fruchtlosigkeit V. beklagt, während mich das gar nicht stört. Ich bin vielmehr froh, dass er sich nach dem Rückschnitt im Vorjahr so prächtig weiterentwickelt hat. Ich schätze, er wird sich zum ältesten und stattlichsten Baum des schmalen Grundstücks mausern. Und die Sache mit den Netzen werden wir auch diesmal wohl zähneknirschend überleben.

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