Schlagwortarchiv: Jahresende

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Den gemeinsamen Ursprung erinnern

Alles ist noch in weihnachtliche Stimmung getaucht an diesem Silvestertag, mit den Weihnachtsbäumen als Marken, in der Kirche beim Jahresabschluss ebenso wie in den Straßen und vor den Geschäften. Da trifft weltliche Kalenderlogik mit christlichem Sinn zusammen, stößt auf geteilte Bedeutungen und große Differenzen. Beides aber hat mit dem symbolischen Neuanfang zu tun. Gut für Rückblicke und Projektionen, Pläne und gute Vorsätze. Gut auch, um sich klar zu machen, welche Konstanten dem Leben Stabilität verleihen, ganz unabhängig vom Lauf der Gestirne und der geistigen Entwicklung des Menschen. Bei dieser Entwicklung wirken aber die Gestirne und die höheren Mächte kontinuierlich mit, graben sich in die individuelle Formgebung jeder Einzelseele ein. Ich wünsche mir mit dem Jahreswechsel ein klareres Bewusstsein unserer Wurzeln und eine noch bessere Erkenntnis, dass alles und jeder auf einen gemeinsamen Ursprung zurückgeht.

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Das Jahr im Außen abgeschlossen

Für unseren traditionellen Ausflug in die Landeshauptstadt haben wir genau den richtigen Tag gewählt. Zwischen den Jahren ist er ohnehin immer gelegt, aber in der Folge der nachweihnachtlichen Tage war dieser besonders geeignet, das Jahr im Außen abzuschließen, bevor wir es zuhause zusammen und jeder für sich selbst zum Abschluss bringt. Nicht geplant und doch so manchem Vorjahr ähnlich konnten wir kurz nach Weihnachten schon Geschenke für kommende Weihnachten ausfindig machen, die in noch vorhandener Weihnachtsstimmung ausgewählt und damit umso wertvoller für die kommende Saison sind. Schon bei der Hinfahrt hatten wir den Eindruck, dass dies der erste wirkliche Wintertag war, mit dichtem Hochnebel, eisiger Kälte und der eigentümlichen Gefrierschrankatmosphäre, die wir aus verschiedenen lang anhaltenden Wintern kennen. Die überall in den Einkaufsbereichen noch zu findenden Weihnachtsbäume, Lichterdekorationen und sogar aus Lautsprechern tönenden Weihnachtslieder bildeten einen herrlichen Kontrast und halfen das Trübe zu transzendieren. Dass ich bei einem Stand mit handgefertigten Glasobjekten, die ich gewöhnlich nicht mehr genauer in Augenschein nehme, nach längerer Abstinenz tatsächlich noch einmal ein gläsernes Weihnachtsbäumchen mit stilisierten Tannenästen und bunten Kugelelementen an den Zweigspitzen entdeckt habe, war eines der Highlights dieses Traditionsausflugs, der nie gleich verläuft, aber doch auch seine Konstanten kennt. Im Gespräch mit der Verkäuferin über Glasobjekte und mögliche Herkunftsorte kam die Rede u. a. auf Lauscha, der legendären Thüringer Glasbläserhochburg, und erinnerte mich an die Lektüre der „Glasbläserin“ von Petra Durst-Benning, deren Schicksal wir kürzlich wieder in einer Verfilmung verfolgen konnten. Und schon war Weihnachten in seiner ganzen symbolischen Kraft auch in dieser hochkommerzialisierten Umgebung zauberhaft präsent.

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Eine biblische Baumart

Gegen Ende des Jahres hin erlebe ich immer wieder gewisse Verschiebungen. Einiges, das ich unbedingt abschließen wollte, steht noch in der Warte- oder Bearbeitungsschleife, anderes kommt früher als gedacht oder taucht gänzlich unverhofft am Horizont auf. So ist auch kurz vor Weihnachten die Welt und das Leben nicht vollständig planbar, bleibt offen für Umwege und unbekannte Strecken, Abkürzungen und Abweichungen. Das ist wahrscheinlich gut so, und notwendig, weil wir Menschen sind, die sich ihre jeweilige Lebensaufgabe erarbeiten, immer ein Stück weit an und mir ihr wachsen. Dazu gehören auch das nicht Vorhergesehene und die Abweichungen vom Plan. P. M. hat mir heute Nachmittag den unteren, noch in der Erde verwurzelten Stammteil seiner ehemals riesigen Libanon-Zeder gezeigt. Der obere Teil wurde schon im Februar aus Sicherheitsgründen gefällt. Die unteren ca. 1,5 Meter könnte ich haben. Das Absägen und Teilen dieses Stammabschnitts wird nicht ganz einfach werden. Eine schöne Arbeit für die ersten Frühlingstage, würde ich sagen. Auch wenn sich daraus wohl keine Bretter herstellen lassen, da die Länge dafür nicht ganz ausreicht. Einige schöne auch stärkere Abschnitte werde ich sicher daraus gewinnen können. Schön ist auch, dass mich diese Art, die ich aus im Fachhandel erworbenen Abschnitten ja bereits kenne, immer an die Bibel erinnert, in der sie häufiger erwähnt wird. Hier in Deutschland ja wirklich eine Seltenheit und meist nur in Parks als Einzelexemplare anzutreffen, hat sie mich vor allem durch die Schirmartige Gestalt ihrer Kronen beeindruckt. Einen Vorrat aus ihrem Holz zu erhalten, ist eine glückliche Fügung. So hoffe ich, dass das Holz bis dahin nicht verrottet und im Inneren seine Eigenart behält.

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