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Empfundener Jahresanfang

Nun geht’s auf die Fastnachtszeit zu und die Menschen beginnen, sich mit dem neuen Jahr zu identifizieren. Das ist dann nicht mehr wirklich Hochwinter, sondern empfindungsgemäß der eigentliche Beginn des Jahres. Ich hoffe sehr, dass sich das auch in größerer Entschlussfreude und mehr Mut zeigt. Während der eiskalten Tage der letzten Wochen schienen die nämlich mit eingefroren zu sein. Klarheit und ein nach vorne gerichteter Blick sind das, was wir jetzt nötig haben. Parallel dazu werden die ersten Bäume ihre Lebensgeister wiederentdecken und wie der Hasel meist unscheinbare Blüten austreiben. Andere werden diese Aktivität erst viel später starten. Aber die Möglichkeiten liegen jetzt schon in der Luft.

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Fehlender Aufbruch

Ein ganz langsames, zögerliches Hineinfinden in das neue Jahr beobachte ich bei den meisten Leuten. An weihnachtlicher Auszeitstimmung kann das aber nicht mehr liegen, denn Weihnachten ist auch äußerlich schon kaum noch sichtbar. Die meisten entsorgen gerade ihren Baum an Sammelstellen, die Großzahl der Geschäfte hat ihren Schmuck entfernt. Nur hier und da sieht man noch die über die Straßen gespannten Leuchtbanner oder weihnachtliche Lichter hinter Fensterscheiben. Es ist also nicht mehr Weihnachten, eher eine Übergangszeit, in der Aufbruchsstimmung noch nicht entstehen wollte. Vielleicht die intuitive Vorwegnahme eines langen Winters, dessen Lichtmangel viele melancholisch, wenn nicht depressiv werden lässt. Vielleicht Ausdruck einer Art Verunsicherung angesichts weniger aufschwunghaft klingender Wirtschaftsnachrichten und Sicherheitsrisiken. Da muss jeder seinen eigenen Weg finden. Ich könnte mir vorstellen, dass es für uns der richtige Zeitpunkt wäre, endlich den Holzofen anzufahren. Normalerweise war das um diese Zeit Anfang des Jahres schon geschehen, aber jetzt ist sogar V. eherzögerlich. Ich hoffe, dass das übers Jahr zusammengetragene und zerkleinerte Nadel- und Obstbaumholz den Vorrat nicht umsonst aufgefüllt hat. Die wohlige und mit normaler Heizung nicht vergleichbare Ofenwärme ist gut darin, fehlendes Licht symbolisch und in der Empfindung zu kompensieren. So wie die jetzt erneut anstehende handwerkliche Arbeit mit den verschiedenen Hölzern für mich nicht nur im Winter dieselbe Funktion erfüllt.

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