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Fehlender Aufbruch

Ein ganz langsames, zögerliches Hineinfinden in das neue Jahr beobachte ich bei den meisten Leuten. An weihnachtlicher Auszeitstimmung kann das aber nicht mehr liegen, denn Weihnachten ist auch äußerlich schon kaum noch sichtbar. Die meisten entsorgen gerade ihren Baum an Sammelstellen, die Großzahl der Geschäfte hat ihren Schmuck entfernt. Nur hier und da sieht man noch die über die Straßen gespannten Leuchtbanner oder weihnachtliche Lichter hinter Fensterscheiben. Es ist also nicht mehr Weihnachten, eher eine Übergangszeit, in der Aufbruchsstimmung noch nicht entstehen wollte. Vielleicht die intuitive Vorwegnahme eines langen Winters, dessen Lichtmangel viele melancholisch, wenn nicht depressiv werden lässt. Vielleicht Ausdruck einer Art Verunsicherung angesichts weniger aufschwunghaft klingender Wirtschaftsnachrichten und Sicherheitsrisiken. Da muss jeder seinen eigenen Weg finden. Ich könnte mir vorstellen, dass es für uns der richtige Zeitpunkt wäre, endlich den Holzofen anzufahren. Normalerweise war das um diese Zeit Anfang des Jahres schon geschehen, aber jetzt ist sogar V. eherzögerlich. Ich hoffe, dass das übers Jahr zusammengetragene und zerkleinerte Nadel- und Obstbaumholz den Vorrat nicht umsonst aufgefüllt hat. Die wohlige und mit normaler Heizung nicht vergleichbare Ofenwärme ist gut darin, fehlendes Licht symbolisch und in der Empfindung zu kompensieren. So wie die jetzt erneut anstehende handwerkliche Arbeit mit den verschiedenen Hölzern für mich nicht nur im Winter dieselbe Funktion erfüllt.

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Vor dem Start der Holzofenheizsaison

Der Schornsteinfeger hat sich angesagt. Zeit, an den ersten Einsatz des Holzofens zu denken. Wenn es nach M. geht, wird der wohl erst im neuen Jahr starten. Aber wenn der Winter tatsächlich streng werden sollte, könnte es u. U. auch schon früher losgehen. Ich hoffe sehr, wir können den Ofen in dieser Form noch lange nutzen. Man hört da einiges über Grenzwerte für Feinstaub, das nicht einfach einzuordnen ist. Und wie unser Ofenbauer, der den vormals rein metallenen Brennraum entfernt und den Ofen richtig mit Schamott ausgebaut hat, uns gezählt hat, wird es auch für seine Zunft aus Gründen schärferer Emissionsstandards schwieriger. Es wäre jammerschade, wenn eine Nutzung in der Form nicht mehr möglich wäre. Der Aufwand des Umbaus, das vorbereitete Brennholz. Gefühlt ist Heizung auf diese Weise, gerade im Winter, für mich ohnehin die stimmigere, zumal das Holz vom eigenen ehemaligen Wald stammt. Nachhaltigkeit aus der Familientradition heraus sozusagen. Schlüssiger geht’s doch nicht mehr.

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Hungriger Ofen

Der Holzofen scheint in diesem Winter hungriger denn jemals zuvor. V. meint, das liegt daran, dass die Abschnitte, die wir zurzeit verfeuern von Fichten stammen, die schon zum Zeitpunkt, zu dem sie gefällt wurden, vertrocknet waren. Es waren Bäume, die noch in verwurzeltem Zustand abgestorben waren und als ganze über Jahre ausgetrocknet waren. Danach lagen sie wiederum einige Jahre aufgespalten an der Luft. Und jetzt sind sie so dehydriert, dass sofort anfangen zu knistern, sobald eine Flamme sie auch nur berührt. Entsprechend gewaltig ist der Verbrauch. So ist es auch zu erklären, dass unser Vorrat in rasantem Tempo schwindet. Ich hoffe, es wird noch bis zum Abschluss der Ofenbrandsaison reichen, damit es uns erspart bleibt, neue Scheite heranzufahren und zu sägen.

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Ofenwärmecharaktere

Zu der besonderen Wärme, die Holzbrandöfen ausstrahlen, haben die Menschen ganz unterschiedliche Einstellungen. Eine Besucherin hat gleich nach Betreten des Raums heute ihre Jacke abgelegt, geradezu erschrocken über die „Hitze“. Andere zieht gerade diese wohlige Wärme magisch an. Uns selbst geht’s ja auch so, und auch die Einschätzung, das die Holzofenwärme prima ist für nass-kalte Tage, nicht nur für grimmigste Winterkälte, hat einer unserer Bekannten ebenfalls geteilt. Mit unserem Brennholzvorrat, den wir vor einigen Monaten an einem Tag gesägt und gestapelt haben, werden wir in dieser Saison auskommen. Es wird nicht notwendig sein, etwas nachzuholen. Vielleicht ist ja der Holzlagerplatz dann im Sommer frei für Gartenutensilien und Arbeitsgeräte.

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Winterklischees pflegen

Viel handwerkliche Arbeit an diesem verregneten Spätwintertag. Zunächst als Assistent sozusagen beim Installateur, dessen Arbeitszeit sich auf diese Weise erheblich reduziert hat. Und am Nachmittag in eigener Sache mit dem Holz der Linde, des Apfelbaums, des Kirschbaums und der Stechpalme. Viele Routine, aber bei solchem Wetter eigentlich genau das Richtige. Und wieder stelle ich fest, dass wir mit dem Ofen gerade jetzt viel Freude haben. Es lässt die Nässe draußen vergessen und konserviert uns noch eine Weile das Klischee winterlicher Herdwärme. Auch der Rest der Woche wird im Zeichen handwerklicher Arbeit liegen, im konkreten wie im übertragenen Sinne. Bis dann die Auszeit der Fastnacht kommt, während der die Uhren erfahrungsgemäß ganz anders ticken.

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Noch ein bisschen Winter

Unser Ofen schluckt trotz des eher milden Klimas ganz schön viel Brennholz. Dieses Material, überwiegend von unseren eigenen Fichten stammend und sehr, sehr trocken, brennt aber auch wie Zunder. Da benötigt man sehr viel mehr Masse als bei den typischen, ergiebigeren Brennholzsorten. Aber das mag der Ofen und die Wärme ist heimelig. Insofern tut es mir jetzt schon leid, wenn wir im Frühjahr die Ofenbrandsaison wieder beenden. Vielleicht ja auch schon im Laufe des Rest-Winters, wenn es sich konstant in diesen Temperaturbereichen halten sollte. Nur M. freut sich, da kein Ofen auch weniger Reinigungsaufwand bedeutet. Und V., weil er sich am Morgen das Anfeuern spart. Na ja, ein bisschen Winterkälte geht schon noch. Im Kopf ist ohnehin schon Frühling.

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Schwieriger Wärmehaushalt

Nun müssen wir schon die Türen weit geöffnet lassen. Eigentlich ist es für das Heizen mit dem Holzbrandofen schon zu mild draußen. Das wirkt sich dann schon auf die Wahrnehmung des Heizniveaus im Inneren aus. Auf einmal merkt man, dass die Raumtemperatur ein angenehmes Maß übersteigt. Grund, den Ofen auf Sparflamme brennen zu lassen, was nach unten natürlich gewisse Grenzen kennt. Schade eigentlich, denn wenn zwischendurch richtig frostige Tage kommen, weiß man gerade diese wohlige Holzofenwärme sehr zu schätzen. Der ständige Wechsel macht dann weniger Freude, weil man es nicht mehr vernünftig zu regulieren weiß, und wie warm man sich anziehen soll u. s. w. Eine weitere Erscheinung in der Kette der skurrilen Wetterkapriolen, die uns der Klimawandel beschert.

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Der erste Holzbrand

Die anhaltenden Minustemperaturen haben uns nun doch veranlasst, den Holzofen in Gang zu setzen. Der erste Abend mit wohliger Holzbrandwärme. Anders als zu Beginn der letzten Saison hat der kalte Ofen anfänglich kaum unangenehme Gerüche verströmt. Ich bin sicher, an diese wohlige, so ganz andere Form der Heizung werden wir uns wieder schnell gewöhnen. Auch wenn nicht sicher ist, ob der Frost anhält und wir nicht im Gegenteil erneut in Richtung der zehn Grad plus tendieren, werden wir wohl eine Weile dabei bleiben. Der schamottierte Ofen lässt sich nach seinem Umbau ja auch ganz gut steuern, so dass bei weniger klirrender Kälte auch mal auf Sparflamme gebrannt werden kann. Der im Sommer angelegt Brennholzvorrat wird so nicht ganz umsonst gewesen sein.

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