Schlagwortarchiv: Frühling

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Erste Frühlingsfarbtupfer

Die Schlehdornsträucher zeigen mit den verdickten und schon das Weiße der Blütenblätter nach außen kehrenden Knospen an, dass es nur noch weniger konstant warmer Tage bedarf, bis sie sich öffnen. Das wird in unserer lokalen Baumlandschaft dann der erste wirklich frühlingshaft zu nennende Auftritt, der als frühlingshaft zu bezeichnen ist. Ansonsten war außer dem obligatorischen Hasel- und Erlenblühen und den bei vielen Weidenarten eher unspektakulären Kätzchen noch nicht viel vom Baumfrühling zu spüren gewesen. Die Schlehenblüte wird dem Ganzen stärkere Präsenz bescheren und die ersten wirklichen Farbtupfer in die Landschaft setzen. Danach könnte es schneller gehen, so hoffe ich. Denn ich würde gerne auch die letzten Baumschnittarbeiten durchführen und weitere Blumen-Sommerblüher aus Samen vorziehen. Da kann viel Licht nur von Vorteil sein.

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Wenig motivierender Frühlingsanfang

Ein merkwürdiger Frühlingsanfang. Nicht nur, weil das Wetter frühlingsungleicher nicht hätte sein können und morgen zudem noch scheußlicher werden soll. Auch weil mich pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang eine Erkältung erwischt hat, von der ich den ganz langen Winter verschont geblieben war. Verkehrte Welt. Die Zähigkeit in der Kommunikation, die mich derzeit umgibt, ist allerdings ein Anzeichen dafür, dass sehr viele zurzeit die aufbauenden Kräfte des Frühlings noch nicht in sich entdecken und für sich nutzen können. Ein Spiegel der Baumlandschaft ist das, denn außer den Winterblühern hat sich noch nicht viel bewegt. Auch die Spitzahorne sind in diesem Jahr spät dran. Für Vs Neuanfang mit zwei heute eingekauften Bienenvölkern ist das wenigstens von Vorteil, denn die starken Wirtschaftsvölker werden so die Frühlingsblüte tatsächlich noch einbringen können. So hoffen wir auf gute Witterungsverhältnisse während der Blütezeiten, damit die wenigen Bienen in den kurzen Phasen ihren Fleiß beweisen können.

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Frühlingsaufbruch und Lebensweg

V. wacht jetzt langsam aus seinem Wintermodus auf. Der Frühling aktiviert regelmäßig seine Lebensgeister. Ein Zeichen mehr dafür, wie stark unsere Motivation und Aktivität von biologischen Faktoren abhängt. Und die spiegeln sich meist in den jahreszeitlichen Veränderungen, am besten erkennbar am Zyklus der Bäume. Im gleichen Moment, in dem der Holzbrandofen wohl seine letzten Einsätze in dieser Saison hat, macht sich die Baumlandschaft zu einem Neustart auf. Wenn es so hell und verhältnismäßig warm bleibt, sollte der Entwicklung nichts mehr im Wege stehen. Dann können wir vielleicht ein echtes Osterfest im Frühlingsstimmung erleben. Der symbolische Neuanfang mit seiner landschaftlichen Entsprechung. Das ist es wohl, was sich die meisten wünschen, die christliches Gedankengut verinnerlicht haben. Und alle anderen werden die Veränderung auf anderer Ebene und vielleicht etwas anders ausgedeutet wahrnehmen und als Orientierung für die eigene Gestaltung des Lebenswegs nutzen.

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Kurz vor dem Aufbruch

Trotz der frühlingshaften Temperaturen und der vielen Sonne scheinen die Bäume dem Frühling noch nicht wirklich zu trauen. Gegenüber den Beobachtungen von letzter Woche hat sich noch nicht so viel an der Baumlandschaft verändert. Es sind vor allem die Sträucher, der Weißdorn, die Heckenrosen, der Hasel u. a., die zaghaft die Dicke ihrer Blattknospen vergrößern. Ein untrügerisches Zeichen dafür, dass sie sich bei günstigen Bedingungen über Nacht öffnen und die drängenden Blätter zur Entfaltung bringen könnten, wenn sie sich schon sicher wären. Dennoch liegt es in der Luft, ist es wohl eine Frage, die sich wähend der nächsten 14 Tage auflösen wird. Ich denke deshalb daran, jedenfalls wenn uns dann kein Regen überrascht, den Maulbeerbaum am Wochenende zurückzuschneiden. Der ist traditionell etwas später dran als andere Arten, so dass jetzt der richtige Zeitpunkt wäre.

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Frühlingsandeutung

Deutliche Andeutungen von Frühling sind spürbar. Auch wenn das Wochenende bei uns eher Wechselhaftes verspricht, wird die kommende Woche mehr Stabilität bringen und sicher auch die frühen Bäume zum Blühen animieren. Ich warte insbesondere auf die ersten Spitzahornblüten, bei deren Sichtung sich für mich der Frühling durchgesetzt hat. Und wer weiß, vielleicht wird’s ja wieder einmal ein Jahr mit früh einsetzendem Frühjahr. Das würde ich mir wünschen. Vielleicht habe ich am Wochenende schon die Gelegenheit, den Kamerarucksack zu testen, um u. a. meine so schön aufgefüllte Reihe von Holzstrukturfotos weiterzuentwickeln. Einige Stunden ohne Regen wären dafür ein Muss.

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Winterblick auf Frühling

Unser Brennholzhaufen schrumpft von Tag zu Tag. Mehr als die Hälfte davon haben wir in diesem Winter bereits verfeuert. Dass er nicht ausreicht, ist allerdings unwahrscheinlich, zumal V. zwischendurch immer noch Abschnitte aus einem anderen Vorrat dazwischen gemischt hat. Außerdem hat M. schon angekündigt, mit dem Februar auch die Holzofensaison hinter sich lassen zu wollen. Ich weiß noch nicht, ob das mit der tatsächlichen Witterung in Deckung zu bringen ist. Aber auch bei einer 2 bis 3 Wochen längeren Holzbrandsaison wird uns der Brennstoff nicht ausgehen. Und die Gedanken gehen ohnehin schon immer öfter in Richtung des Frühlings. Wir suchen unsere im Vorjahr gekauften Blumensamen heraus und überlegen uns den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat in Anzuchttöpfchen auf der Fensterbank, und denken gleichzeitig über weitere Besorgungen in dieser Richtung nach. V. hat die Saison ja auch schon ganz handfest vorweggenommen, mit seinem Rückschnitt des alten Feigenbaums, dessen desolaten Zustand er inzwischen selbst nicht mehr leugnen konnte. Der Winter hat den morschen Abschnitten den Rest gegeben. So ist jetzt nach dem Rückschnitt, der eher einer Amputation glich, nur noch die eine Hälfte des Baums vorhanden, der einige junge Triebe des Vorjahres trägt. Ich meine, wir müssen auch diesen Teil noch etwas ausdünnen, in der Hoffnung, dass die vorhandene dünne safttragende Außenschicht des Stamms den Baum noch ausreichend versorgen kann. Ein Trost ist, dass Feigenbaum Junior immerhin dieses Jahr keinen Schatten von oben zu befürchten hat und stärker vertikal wird wachsen können, um sich als Nachfolger zu positionieren. Und wenn bei unserem Oldtimer im Herbst letzte reife Früchte erntereif werden sollten, wäre das ein letzter tröstlicher Erfolg.

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Atmosphärische Signale

Immer wenn die Sonne durchkommt, zieht es mich nach draußen. Nach all den trüben und kalten Tagen war heute erstmals wieder Frühlingsstimmung, frühlingshaftes Licht und auch eine Ahnung wärmender Frühlingssonne zu spüren. Das tut dann einfach gut, der Gang durch die Landschaft wirkt wieder belebend und nicht lähmend wie bei Hochnebel. Auch wenn die Baumlandschaft noch keine erkennbaren Regungen erkennen lässt. Es sind die Signale, die von solchen kleinen, aber deutlichen Veränderungen ausgehen, vor allem vom Licht, die uns auch innerlich auf eine Veränderung einstimmen. Der morgendliche Gesang der Amseln muss etwas bedeuten. Ich hoffe, sie unterliegen keiner Verirrung und ihr siebter Sinn, der weiter reicht als unserer zeigt tatsächlich den Wechsel der Jahreszeit an. Dann beginnen auch die Bäum wieder als Lebewesen in Erscheinung und einen lang anhaltenden Dialog mit uns zu treten.

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Frühlingsbewusstsein in der Verstärkung von außen

Dem Frühling trauen die Menschen lange noch nicht. Vielmehr scheint in den Köpfen und dem Gemüt der Winter zwischenzeitlich wieder eingezogen zu sein. Jedenfalls will die sich die Aufbruchstimmung, der Tatendrang noch nicht Bahn brechen, der für den Frühling steht und der sich im Angesicht des Frühlings der Bäume gewöhnlich auf die Menschen überträgt. So sind wir zurzeit doch noch sehr der Erde verbunden, sind bodenverhaftet, gedanklich und oft auch kommunikativ tendenziell nach innen gekehrt. So lange, bis der Punkt überschritten ist, an dem sich die Zeichen von außen häufen, die uns anzeigen, dass die Veränderung in den natürlichen Prozessen nicht mehr umkehren lässt. Es scheint so, dass wir diese deutliche Verstärkung von außen benötigen, um selbst Mut zu fassen.

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Ferne Baumlandschaft

Das Februarbild meines schönen hochformatigen Baummonatskalenders hatte ich ganz vergessen umzuschlagen. Es offenbart jetzt ein Baummotiv, das einen wunderbaren Kontrast zu den aktuellen Regenwintertagen in unseren Breiten darstellt. Eine Gruppe von Köcherbäumen, die vor einem blau-rötlichen Himmel in Namibia beheimatet sind. Eine wunderbar markante Silhouette bilden diese Bäume mit der schuppigen Borke und den zur Kronenspitze sich immer weiter verzweigenden Ästen, die jeweils mit einem Blattbüschel enden, das an die Form von Agaven erinnert. Und in einer Landschaft, die von Sonne und Hitze geprägt scheint. Da würde man sich stundenweise in diese ferne Landschaft versetzt wünschen. Oder alternativ einen Sprung in die Zeit des hiesigen Frühlings, in dessen Licht und aufkommender Wärme sich die ersten Baumblüten ausbreiten.

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Früher Winter, frühes Frühjahr?

Die am Fuß des Ginkgos liegenden Blätter bilden einen goldgelben Teppich, der sich so schnell nicht aufzulösen scheint. Das setzt einen willkommenen Farbakzent im ansonsten immer grauer werdenden Gartenambiente. In Verbindung mit den langen Phasen von wolkenbedeckter Witterung, Kälte und Nässe komplettiert das unser Empfinden, dass der Winter bereits angekommen ist und der Herbst eigentlich seinen Namen nicht mehr verdient. Ich schätze, das wird einer dieser langen, ausgedehnten, schier nicht mehr enden wollenden Winter werden, die sich durch dauerhafte Ungemütlichkeit und weniger durch knackige Kälte, Schnee und blauen Himmel auszeichnen. Eben ein Winter, wie wir ihn seit 20 Jahren fast immer erleben, nur, dass die Ausdehnung variiert. Vielleicht gut, dass er jetzt beginnt, vielleicht ein Argument für früh einsetzenden Frühling in 2017. Und lange Frühlingsphasen finde ich besonders schön. Wegen der Reize, die diese Jahreszeit selbst mit sich bringt. Aber auch weil dann die Pflanzen generell besser gedeihen und weil im Spätsommer und Herbst die Früchte empfindlicher und Wärme liebender Arten dann gute Chancen haben. Ich bin deshalb für eine optimistische Prognose.

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Wenn der Weißdorn honigt

Weißdornblüte
Der Weißdorn steht nun bei uns in voller Blüte. Hoffen wir, dass das auch für die Sträucher zutrifft, die in bequemer Flugdistanz unserer Bienenvölker liegen. V. meinte heute jedenfalls, dass sie enorm eifrig unterwegs sind. In Verbindung mit den Regenfällen der letzten Tage, wodurch sich in den Böden einige Feuchtigkeit halten konnte, die jetzt verdunstet, sind das sehr gute Bedingungen für die Arbeit der Bienen. Eine Situation, in der die Blüten besonders gut „honigen“. Jetzt wäre es noch zu wünschen, dass diese Wetterlage eine gute Zeit anhält, mindestens so lange, bis die Hochzeit der Weißdornblüte zu Ende geht. Den Höhepunkt haben einige der Sträucher, wie auch der auf diesem Foto, schon knapp hinter sich. Warum sich manche Blütenstände ins Rosarote hinein verfärben, habe ich bisher noch nicht herausgefunden. In der Regel bleiben nämlich die Blätter der Weißdornblüten ganz weiß.

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Lichte Landschaftsblicke

Ein Kontrastprogramm hat uns ab dem Nachmittag erwartet, und schon verfliegen die Gedanken an Herbst und Rückzugsstimmung. Denn die Landschaft zeigt im Detail schon frühlingshafte Züge, die in der Gesamtschau immer noch in einem Grün-Braun-Grau untergehen. Wenn man im Internet Düfte vermitteln könnte, wäre das die passendste Möglichkeit, diesen Frühlingstag wiederzugeben. Denn die Luft war eindeutig eine Frühlingsluft. Ich denke, dass die Bilder der Baumblüten von Traubenkirsche, Wildapfel, Silberweide und Stieleiche sowie das sich gerade entfaltende Blattgrün von Esche und Eiche das besondere Licht dieses Nachmittags und die Wachstumslaune der Bäume wiederspiegeln kann.
Baumimpressionen vom 1. Mai 2016 an der Saar
Baumimpressionen vom 1. Mai 2016 an der Saar
Baumimpressionen vom 1. Mai 2016 an der Saar
Baumimpressionen vom 1. Mai 2016 an der Saar
Baumimpressionen vom 1. Mai 2016 an der Saar
Baumimpressionen vom 1. Mai 2016 an der Saar

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Herbstliche Gedanken

Seltsam kommunikationslos verlaufen diese Tage. Es scheint so, als ob die Menschen das Missverhältnis zwischen Datum und jahreszeitlicher Realität nicht gut vertragen und sich eher in sich zurückziehen. Ganz anders könnte das Sozialverhalten in diesen Tagen aussehen, wenn wir einen durchschnittlichen Frühling erleben würden. So kommen einem dagegen Herbstgedichte in den Sinn, wenn man einen Blick in die regnerische Gartenkulisse wirft oder in den regenfreien Phasen einzelne Gartenarbeiten erledigt, z. B. das berühmte von Rilke: „… Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, …“. Vielleicht wird die Gartenausstellung zwischen Christi Himmelfahrt und dem folgenden Wochenende die Wende bringen und diese merkwürdige Herbststimmung wieder auflösen.

Der Vorsprung der Baumlandschaft

Aus der Gartenaktion wird wohl auch an diesem Wochenende nichts. Dafür sind die Temperaturaussichten zu schlecht für morgen. So wird der erlebte Frühling nochmal aufgeschoben, auf eine Zeit des Jahres, zu der gewöhnlich bereits sein Höhepunkt erreicht ist. Wieder eines dieser total verrückten Wetterjahre, was auch für den Rest erhebliche Turbulenzen und extremes Auf- und Ab erwarten lässt. So halten sich winterliche Aktivitäten unvermutet lange und die nach außen gerichteten Aktivitäten werden erst einmal auf Eis gelegt. Ziemlich erdverhaftet ist das noch, und so wenig zu lichten Sphären hin gerichtet. Nur die Baumlandschaft scheint das anders zu sehen oder ein Stück weitblickender zu sein. Denn auf den Autofahrten präsentiert sich jetzt die Landschaft auf einmal in überwiegend jungem Grün, das nicht mehr nur von der Ahornblüte stammt. Der Regen hat den Bäumen also gut getan. Und wenn jetzt die Sonnenanteile anwachsen, kann das auch den großen Wachstumsschub nach sich ziehen. Erst dann ist der Frühling in unserem Empfinden wirklich angekommen.

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Und wieder ein neuer Anlauf

Endlich wieder Sonne, die frühlingshaft wirkt. Das schien in den letzten Tagen erneut in weite Ferne gerückt zu sein. Nun nimmt der Frühling einen neuen Anlauf, und mit ihm die Bäume, deren Blüten- und Blattknospen eine Sicherheitspause eingelegt haben, aus Furcht, gleich nach dem Auffalten einer frostigen Nacht zum Opfer zu fallen. Natürlich ist das noch nicht vorbei. Immer noch kann man nicht genau sagen, wie die Fruchternte in diesem Jahr aussehen wird. Hoffen wir, dass die Bienen nicht so wetterfühlig sind wie so mancher Mensch. Damit sie am Höhepunkt der Frühtracht in guter Verfassung ihre Arbeit verrichten können.

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Verrücktes Frühlingswetter

Der Hundertjährige Kalender liegt erstaunlich häufig richtig. Dabei frage ich mich, wann die 100 Jahre eigentlich zu Ende gehen bzw. ob die nicht eigentlich schon längst zu Ende gegangen sind. Der Sache müsste ich mal auf den Grund gehen. Jedenfalls hält sich, wie dort beschrieben, die Frühlingsbremse wohl noch länger. Und fährt nicht nur die Dynamik des vegetativen Aufbruchs auf Stillstand zurück. Sie schadet auch, wie sollte es anders sein, unserer Motivation und dem körperlichen Wohlbefinden. So müssen wir das „verrückte“ Frühlingswetter, wie es eine Wettermoderatorin am Nachmittag nannte, noch länger ertragen und können nur auf einen Mai hoffen, der sich tatsächlich als Wonnemonat entpuppt, wenn er schon so mäßig beginnen wird, wie es derzeit zu erwarten ist. Ob aus der Reinigungsaktion am Wochenende etwas wird, ist immer noch zweifelhaft. Es wäre wohl das erste Mal seit vielen Jahren, dass wir die Gartensaison erst nach dem 1. Mai starten können.

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Frühlingsbremse

Auch fröhlichere Naturen vermögen bei diesem Wintereinbruch in den Frühling nicht mehr in Stimmung zu kommen. Diese Wetterdepression ist tatsächlich bei fast jedem zu spüren, so als ob es die Menschen nicht fassen könnten. Nachdem sich der Frühling schon so deutlich angedeutet hatte, ist es auch wirklich ungewöhnlich, einen so krassen Temperaturrückgang und dann auch noch mit Dauerregen und Wolken zu erleben. Für die Pflanzen ist es in dieser ersten Wachstumsphase gut, sagen manche. Aber man hat dabei keine Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt eingerechnet. Ich hoffe insofern sehr, dass die jungen Triebe der Bäume, sowohl die Blatttriebe als auch die jungen Blütenköpfe, keinen Schaden nehmen. Besonders sorge ich mich über die frühen Exemplare unter den Weißdornen, denen die Kälte und Nässe nicht gut tun wird, da sich dort die weißen Blüten sich schon von ihrer Außenseite gezeigt haben. Regen kann da einiges verderben.

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Die Grenzen der Wahrnehmung verschieben

Die Riesenkakteen in der amerikanischen Wüste nahe Las Vegas haben eine unheimlich wirkende baumähnliche Gestalt. Solche Naturdokumentationen wie die eben gerade gesehene eröffnen einem unglaublich erscheinende Einblicke in die Vielfalt unserer Erde, von der wir ohne Reisen und mediale Vermittlung immer nur diesen kleinen Ausschnitt in unserem Lebensbereich wahrnehmen. Aber auch in diesem vergleichsweise kleinen Ausschnitt ist unendlich viel zu entdecken. Es ist mir eigentlich immer schon, auch bevor das Baumtagebuch vor über 11 Jahren startete, ein Bedürfnis gewesen, diese Vielfalt im eigenen Wahrnehmungshorizont und die Faszination beim genauen Blick auf Details für mich und zum Teil auch für andere festzuhalten. Das kann helfen, immer genauer hinzusehen, immer mehr z. B. auf den gleichen Wegen wahrzunehmen. Vielleicht auch einfach bewusster zu sein beim Sich-Bewegen in der Landschaft. Alles in sich aufzunehmen, was vielleicht ohne diese Übung unbeachtet und damit scheinbar wertloser vorüberzieht. Auch bei uns gibt es vieles zu entdecken. Nach meinem Eindruck eröffnet diese Erkenntnis endlose Horizonte. Die Intensität und Tiefe der Wahrnehmung könnte vermutlich nie an eine Grenze kommen, wenn uns die eigene Wahrnehmungsfähigkeit nicht regelmäßig Grenzen auferlegen würde. Diese immer weiter zu verschieben, ist eine reizvolle Herausforderung.

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Ein weiteres Intermezzo

Über den bevorstehenden Regen werden sich die Pflanzen in den nächsten Tagen sicher freuen. Das gibt Zeit zur Erholung und zur Kräftigung der ersten Anstrengungen beim Grünen und Blühen. Aber die kühlen Temperaturen, besonders bei Nacht, wenn die Nullgradmarke erreicht werden kann, könnten einigen Blüten zum Verhängnis werden. April eben, könnte man sagen. Aber der letztjährige war im Gegenteil sehr sonnenreich. Und nach den so wunderbar hellen Tagen hätte man sich Kontinuität gewünscht. Stattdessen wieder ein Intermezzo bis mindestens Mitte nächster Woche. Ich hoffe sehr, dass der Weißdorn, bei dem ich an manchen Sträuchern bereits die weißen Blütenköpfe in geschlossener Form gesichtet habe, es schafft, sich so lange zu schützen. Um die Frühtracht wäre es jammerschade, gerade jetzt, wo die Bienenvölker so stark und munter sind.

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Sonnentag mit Gartenplänen

Ein Einundzwanzigster, wie er im Buche steht. Gemessen an der Solarstromeinspeisung dürfte das der bisher sonnenreichste Tag des Jahres gewesen sein. So könnte es nun weitergehen. Denn dann macht die Arbeit im Garten am meisten Freude. Und da steht so einiges an. Neben der Vorbereitung der Blumenkübel und –tröge, den Aussähversuchen im Frühbeet für Strohblumen und Baumschnittarbeiten, steht auch die jährliche Frühjahrsaufräum- und Säuberungsaktion im Garten bevor. V. hat für den Zweck schon eine neue Gummihose gekauft, als Spritzschutz für das stundenlange Handhaben des Hochdruckreinigers. So ein Wetter wie heute wäre dafür ideal. Aber am Wochenende wird das wohl noch nichts, denn die Vorhersagen gehen eher in Richtung einer Abkühlung, was wohl eine Unterbrechung der Schönwetterphase bedeutet. Hoffentlich startet der Frühling danach richtig durch und wir können einmal an begonnen Arbeit dran bleiben. Mit den wachsenden Farbanteilen im Eindruck der Baumlandschaft können wir dann auch mehr eigene Energie mobilisieren und nach außen richten.

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Frühlingswärme und Blühlücke

Die Sonne hat uns heute wieder viel Licht geschenkt, und wenn man sich in ihr bei offenem Himmel bewegt, auch schon angenehme Frühlingswärme. Dem gegenüber stehen immer noch kalte Nächte, die manchmal bis knapp über den Gefrierpunkt reichen. Ich hoffe, die frisch eingesäten Strohblumensamen werden dabei keinen Schaden nehmen. Ich fände es toll, wenn es uns gelingt, sie selbst zu ziehen, statt im Sommer die fertigen zu kaufen. M. bat mich, ihr vom Spaziergang etwas Blühendes mitzubringen. Das ist zurzeit allerdings wirklich schwierig, da sich bei den Bäumen gerade eine Blühlücke aufgetan hat. So sind es ersatzweise einige Wiesenblumen geworden, die sich zum blühenden Löwenzahn gesellt haben. Wenn demnächst die Apfelblüte richtig durchkommt und anschließend sich der Weißdorn bemerkbar macht, steht bei günstiger Witterung die erste Hochzeit der Bienen in Sachen Nektarsammeln bevor.

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