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Starke Buchen

Frisch gefällte Abschnitte einer Buche Frisch gefällte Abschnitte einer Buche Frisch gefällte Abschnitte einer Buche

Den heutigen Weg, einen meiner Lieblingswege, bin ich schon einige Male am Rosenmontag gegangen. Da aber morgen Regen angesagt ist, habe ich es vorgezogen, bei schönem nachmittäglichem Wetter. Der abwechslungsreiche Wanderweg an sich braucht eigentlich keine besonderen Attraktionen. Aber zu dieser Jahreszeit fällt, in Ermangelung sonstiger Akzente, die forstwirtschaftliche Betriebsamkeit besonders auf, vor allem an den Waldrändern, an die zuvor geschlagene Stämme und Stammabschnitte transportiert und dort dann gelagert werden. Diese Ansammlungen frisch gefällter Stämme übt auf mich immer wieder eine Anziehung aus. Da steckt so viel Kraft drin, dass man denkt, der Baum, obwohl in Einzelteile zerlegt, lebe noch weiter, hätte sich von seiner verwurzelten Vitalität noch nicht verabschiedet. Ein letzter großer Auftritt, eine Demonstration der Stärke, bevor er irgendwann in der Unsichtbarkeit verschwindet, um wiederum viel später durch sein verarbeitetes Holz wieder in Erscheinung zu treten und seine Individualität in neuer Form zum Ausdruck zu bringen.

Die Buche und der kürzeste Tag

Das Holz der Buche ist für meine Manufakturarbeit eher eine Seltenheit. Dabei begegnet es einem als Material für Gebrauchsgegenstände im Haushalt und bei Möbeln natürlich ständig. Aber im keltischen Baumkreis ist der Baum eben auf nur einen Tag, die Wintersonnenwende bezogen. Keine Wunder, es wird nicht so viele geben, die genau an diesem Tag Geburtstag feiern. Gemeint ist allerdings der 22. Dezember, nicht etwa Heilig Abend. Gerade wegen dieser aus dem System begründeten Seltenheit bin ich froh, einmal wieder mit der Buche gearbeitet zu haben. Ein Holz, das einen starken Eigencharakter besitzt, wie so häufig ein Spiegel der Natur, die die lebende Art verkörpert. Insbesondere nach dem Ölen zeigt es sich sehr ausdrucksstark und energiereich. Zwei Attribute, die ich auch dem Baum zuschreiben würde. So scheint es mir sinnvoll, sie speziell mit dem kürzesten Tag und der der längsten Nacht des Jahres in Verbindung zu bringen. Denn gerade an diesem Punkt liegt der Wendepunkt zum kontinuierlichen Wachstum des Lichts.

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Herbstblattlichter

Ein wunderbarer Herbsttag mit viel Licht und zudem angenehm temperiert. Das richtige, um die Landschaft zu erkunden. Das musste ich einfach für einen Spaziergang am Nachmittag nutzen. Diesmal die früher so oft genutzte Waldstrecke, die ich sehr lange nicht mehr gegangen bin. Belohnt wurde es durch eine wohltuende Ruhe, schöne herbstliche Farbtupfer und einigen Fotografien, die geeignet waren, dieses Licht der Eiche, der Buche und des Tulpenbaums festzuhalten.

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