Schlagwortarchiv: Blätterherbst

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Auf einmal viel zu nass

Gut, dass wir die Traubenernte schon hinter uns haben. Jedenfalls den Hauptteil derselben, dann an anderem Ort sind sie noch nicht ganz so weit ausgereift. Denn bei solchem Novemberwetter, allerdings im September, wäre das unvorstellbar, zumal zwischendurch mit heftigen Regengüssen zu rechnen ist, die heute sogar mit Graupel vermischt waren. Da leiden dann alle Pflanzen, vor allem die spät blühenden Blumen, die ich am Nachmittag unter Dach in Sicherheit gebracht habe. Auch die aufgefüllten Regenwassertonnen können uns nicht trösten, denn bei so viel Regen benötigen wir das Gießwasser ohnehin nicht. Sollte es noch etwas werden mit dem Altweibersommer. So zuversichtlich bin ich da nicht. Und auch für den Herbstblätterfarbenherbst scheinen die Aussichten eher schlecht.

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Auf Winter und Weihnachten ausgerichtet

Jetzt ist wirklich schon die Zeit, in der man verstärkt an Weihnachten denkt. Auch die Gespräche drehen sich immer häufiger darum. Der Zimt als Akzent im Kaffee ist gerade jetzt wirklich passend, noch passender als im Hochsommer, als ich erstmals auf die Idee kam. Unser Ginkgo ist der letzte tapfere Gartenbaum, der noch einige Blätter trägt. Ganz Gelb sind sie geworden. Aber auch sie werden nach den nächsten kalten Nächten sehr schnell abfallen. Walnussbaum und Feigenbaum haben es ihm schon vor Tagen vorgemacht. Nur die immergrüne Stechpalme und die Nadelbäume in der Hecke, Zypressen und Eiben, sind wie immer unbeeindruckt. Demnächst müssen wir noch eine Wagenladung voll Brennholz heranschaffen bzw. in für den Ofen geeignete Abschnitte sägen. Etwas mehr als die Hälfte des Winterbedarfs haben wir schon länger vorbereitet. Denn wie es aktuell aussieht, könnte es durchaus ein empfindlicher kalter Winter werden. Da trägt sich das Fichtenholz, das den Großteil unserer Brennholzvorräte ausmacht, ziemlich schnell ab.

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Beobachtungen zur aktuellen Friedhofskultur

Heute konnten wir den gestern versäumten Friedhofsbesuch nachholen. Dem Gräberschmuck nach zu urteilen, ist die Tradition durchaus noch lebendig, auch wenn inzwischen wohl weniger Menschen zur offiziellen Segnung kommen. Die Grablichter sind zahlreich, und die meisten Angehörigen haben auch schöne, liebevoll gestaltete Gestecke als Schmuck gewählt. Damit wird m. E. sogar eine größerer Aufwand betrieben als zuvor. Immer häufiger an kleinen Grabstätten für Urnen oder auf Rasengräbern zu finden. Die Vielfalt der Bestattungsformen hat zugenommen, aber die Menschen fühlen sich eben auf die eine oder andere Weise immer noch ihren Verstorbenen verbunden und dokumentieren dies in persönlicher Form. Der Blätterherbst zeigt sich in diesen Tagen erstmals deutlich. Die vielen welken Blätter auf den Gräbern und Friedhofwegen zeugen davon. Ganze Teppiche haben sich da ausgebreitet und rascheln, wenn man sie durchschreitet. Dieses Geräusch aus herbstlichen Waldspaziergängen gehört zu den deutlichsten Erinnerungen meiner Kindheit. Kein Wunder, die Jahreszeiten im Spiegel der Bäume haben mich schon damals fasziniert.

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