Schlagwortarchiv: Altweibersommer

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Ausgewechselte Wetteranmutung

Mit dem Wenden des Monatskalenderblatts scheint auch die gesamte Wetteranmutung wie ausgewechselt. Keine Spur mehr von jenem Spätsommer, der uns den endlos langen und trüben Frühling wieder vergessen ließ. Stattdessen Dauerregen, dazwischen trübe und nur vereinzelte Lichtblicke in Form kurzer Sonnenphasen. Das einzig Gute: Der Regenwassertank ist über Nacht wieder randvoll. Sollte das Licht zurückkehren, ist das Blumengießen so gesichert. Ich hoffe ja immer noch auf einen goldenen Oktober. Den Altweibersommer konnten wir durchaus erkennen, wenn auch nicht so deutlich und langanhaltend wie in manchen Vorjahren. Vielleicht ist uns jetzt noch eine in Phasen sonnenreicher Oktober vergönnt. Ein wenig von allem, das würde ganz gut zu diesem merkwürdigen Wetter- und Vegetationsjahr passen. Auch dass es trotz Fruchtfülle wohl mit dem Reifen der Feigen bis zum November nichts mehr wird.

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Akzentverschiebungen

Nun erleben wir doch noch etwas verspätete Altweibersommertage. Und tatsächlich, die silbrig glänzenden Spinnwebfäden, die dieser Zeit ihren Namen gaben, begegnen mir im Garten schon am Morgen, wenn ich als erste zielgerichtete Tat des Tages die seit dem Vortag geöffneten Strohblumenblüten abschneide. Zunächst unsichtbar kleben sie einem immer wieder im Gesicht, wie eine unerwartete Wand, die an Wildnis und Unwegsamkeit erinnert. Und jedes Mal erschrecke ich ein wenig. Wenn ich es aber rechtzeitig sichte, scheue ich mich sehr, das Netz zu zerstören. Zu viel Respekt habe ich vor dieser architektonischen Leistung der Spinnen und ihre Ausdauer, es mit dem Spinnen immer wieder an vermeintlich geeigneter Stelle zu versuchen. Die Bäume sind mir gegenwärtig merkwürdigerweise weniger durch ihre Gestalt präsent. Vielmehr sind es die Farben, Farbtupfer, Akzente innerhalb der Landschaft, die mir bei Gehen und Vorbeifahren die neue Jahreszeit anzeigen und die in dem Moment fast vergessen lassen, dass es die Bäume sind, die uns diese Akzentverschiebungen offenbaren.

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Einstimmung auf den Altweibersommer

Die Arbeit mit den Baumkreis-Hölzern war genau das Richtige für diesen Nachmittag. Die Witterung nähert sich jetzt deutlich der typischen Stimmung des Altweibersommers an. Kühlere Durchschnittstemperaturen und dieses warme Licht bei überwiegend offenem Himmel. Besonders nachmittags tut das bei tief stehender Sonne einfach gut. Ich mag auch das Goldene am Sonnenlicht dieser Jahreszeit. Eigentlich schade, dass es in der Baumlandschaft nicht so viele attraktive Fotomotive gibt. Die Früchte des Schlehdorn, des Weißdorns, der Ebereschen und Heckenrosen hatte ich schon auf dem Plan. Darüber hinaus sind nur die Baumobstsorten noch interessant. Und denen begegnet man in freier Landschaft nicht so häufig. Da die Mirabellen dieses Jahr fast vollständig ausgefallen sind, werde ich auf unserer Streuobstwiese später nach den Zwetschgen und Äpfeln Ausschau halten. Die Zwetschgen sind allerdings auch rar. Schade, denn die haben sich in der Vergangenheit als ziemlich fotogen herausgestellt. Eine Neuauflage der Serie mit dem Motiv gepflückter Zwetschgen würde ich gerne versuchen.

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Garten-Dschungel

Unser Garten verwandelt sich in diesem Sommer zunehmend in einen Dschungel. Die Sonnenblumen senken sich nach den zwischenzeitlichen Regengüssen regelmäßig Richtung Boden und müssen dann stabilisiert werden. Ihre Zeit ist schon bald abgelaufen, was daran erkennt, dass sich die Vögel bereits auf die Kerne stürzen, die schon ausgereift sind. Der Feigenbaum neigt seine inzwischen ausladenden Äste ebenfalls immer weiter, so dass man sich bücken muss, wenn man den Pfad bis zur Hecke passieren will. Und das Weinlaub strebt jetzt auch seinem Höhepunkt entgegen, wenige Wochen vor der Lese. Ein Gesamteindruck von grüner Oase, der sich im September schon stark verändern wird. Wenn das Weinlaub geschnitten ist und die Bäume schon erste Blätter verlieren, wird es lichter im Garten. Aber das Licht wird nicht mehr so blendend sein, eher warm, vor allem am späten Nachmittag bei tiefstehender Sonne. Auf diese Zeit des Altweibersommers freue ich mich jedes Jahr aufs Neue, weil ihr so ein anregender, noch vom Sommer inspirierter Übergangscharakter eigen ist.

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Schöner Altweibersommertag

Reife weiße Weintrauben

Hier im Saarland hat sich der Hochdruck noch länger gehalten. So durften wir einen sehr schönen Altweibersommertag erleben. Mit diesem warmen, irgendwie verträumt wirkenden Licht, und dabei aber eher mäßiger Temperatur. Ich hoffe, diese Stimmung setzt sich fort und wird nicht wieder von so einem ungemütlichen Witterungsausreißer eingetrübt, wie wir das in diesem Jahr schon so häufig erlebt haben. Die wenigen weißen Trauben, die V. noch an den Rebstöcken belassen hat, bekommen jetzt rote Bäckchen. Die Zwetschgen, die er in den vergangenen Tagen gepflückt hatte, wurden heute eingemaischt. Die nächste Aktion der Obstverwertungsserie, die dann demnächst mit den Äpfeln und Birnen fortgesetzt und auch abgeschlossen wird.

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Zu viel August

Eigentlich hatten wir uns den Hochsommer etwas anders vorgestellt. Vorübergehendes Augustwetter ist ja in Ordnung, aber wenn das gar nicht mehr aufhören will. V. sagt, die Früchte des wilden Mirabellenbaums seien inzwischen überreif. Höchste Zeit, sie zu pflücken, wenn wir sie für Kuchen oder Marmelade nutzen wollen. Bei Dauerregen und mitten in der Woche wird das schwierig werden. Ich hoffe aber, wir finden eine Lücke und das Wetter spielt insofern mit, dass bis dahin alles wieder aufgetrocknet ist. Es wäre schön, wenn wir noch einige Wochen trockenes Sommerwetter erleben könnten, bevor der Altweibersommer seine ganz eigene Atmosphäre mit sich bringt, die den Herbst bereits ankündigt.

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