Karfreitag und Palmbräuche

Es war ein Karfreitag, dessen Atmosphäre dem Feiertag gerecht wurde. Und dem letztjährigen durchaus ähnlich. Nach dem Passionsgottesdienst am Nachmittag schien die Sonne, vom Hochnebel abgedämpft, aber spürbar. Und das hielt dann bis zum Abend. Ein ruhiger Tag, wie ich es mir gewünscht hatte. In Bayern 3 waren einige spannende Berichte über Osterbräuche zu sehen, u. a. einer über die in manchen Regionen üblichen Palmsträuße. Darunter eine sehr schöne Idee, die bei uns zwar nicht üblich, aber dennoch so naheliegend ist, dass wir uns das fürs nächste Jahr notiert haben: In der Mitte werden Weidenruten mit Kätzchen gesteckt, und außen dann das Immergrün des Buchsbaums oder der Zypressen. In diesem Jahr wäre das allerdings wegen des ewig langen Winters schwierig geworden. Konnten wir doch bis zuletzt kaum Weidenblüten sichten. Und wenn, sind es meist nicht die flauschigen, sondern die anderer Arten, die sich für diesen Zweck weniger eignen. Hoffen wir auf einen zeitigeren Frühling in 2014. Und eine ebenso ruhige und ihrer Bedeutung gerechte Karwoche.

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Abschlussrituale

Die Stille hat sich wie eigentlich immer schon einige Tage vor Ostern eingestellt. Kaum jemand kann sich dem entziehen. Das ist gut so, und die meisten scheinen das ähnlich zu sehen, wie eine Umfrage in der Nachmittagsfernsehsendung gezeigt hat. Auch Menschen mit wenig Bezug zum kirchlichen Leben sehen häufig den hohen Stellenwert der Feiertage und insbesondere des Karfreitags als fast schon lebensnotwendige Oasen in der sonst ununterbrochen bewegten Arbeits- und Freizeit. Was wäre ohne diese Tage? Es fehlte eine Möglichkeit, wirklich einmal zur Ruhe zu kommen. Die für viele nicht selbstverständliche Selbstbeobachtung und -reflexion hätte eine Chance weniger. Von der jeweils tiefen Symbolik der Tage und ihrer Traditionen einmal abgesehen, die mit sehr wechselhafter Intensität wahrgenommen werden. V. hat als letzte Tat vorher noch seine letzten Fichtenholzabschnitte für den Brennholzvorrat heimgeholt. Wie wenn er den Winter endgültig verabschieden wollte. Und M. ist in ihrem traditionellen und tief verwurzelten Putzritual aufgegangen, das ja eigentlich auch eine Art Abschluss darstellt. Das neue Jahr scheint mit dem Osterfest erst wirklich zu beginnen. Das ist in diesem Jahr noch deutlicher als sonst geworden.

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Eigentümliche Karwoche

Es gehört zu den Konstanten, dass in den Tagen vor und nach Ostern die Stille über die Menschen kommt. Niemand hat dann wirklich noch Lust, Neues anzufangen. Man ist, ähnlich wie über die Fastnachtstage, in einer Art Auszeit, nur eben mit anderer Stimmung als vor Beginn der Fastenzeit. So ist das Osterfest von dieser eigentümlichen, aber durch seine Bedeutung motivierten Verbindung von Wesentlichem, Traurigem, Hoffnungsvollem und Verändernden geprägt, der sich fast niemand entziehen kann. In diesem Jahr ist das vielleicht noch stärker spürbar, da das Wetter typische Merkmale des Frühlings vermissen lässt. Da fällt tatsächlicher Winter mit gedachtem Frühling zusammen. Eine Atmosphäre, die wir so lange nicht erlebt haben und durch das Fehlen des Grüns und die Verzögerung des neuen Wachstumszyklus der Bäume bei jedem Spaziergang und jedem Blick aus dem Fenster unterstrichen wird.

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Blätterwunder

Ein Blütenwunder vor Ostern? Davon hatte ich noch nicht gehört. M. meinte, es gebe einen Brauch, dass man ähnlich wie vor Weihnachten mit den Barbarazweigen, in der vorösterlichen Zeit entweder Birken- oder Haselzweige schneidet und in der warmen Stube dann just zu Ostern ein ,,Blütenwunder“ inszeniert. Falls es die Tradition geben sollte, schiene sie mir doch recht fragewürdig, hängt der Termin für Ostern doch vom Lauf des Mondes ab und ist entsprechend nicht feststehend. Die Witterungsverhältnisse und die Bereitschaft der Pflanzen, sich für den Frühling vorzubereiten, kann deshalb an Ostern nicht immer dieselbe sein. Nun, trotz der Kälte sind die Haselsträucher inzwischen doch schon so weit, dass die meisten Blütenkätzchen schon verblüht sind. Ich habe dennoch einige Zweige geschnitten, mit dem Hintergedanken, dass immer noch ein ,,Blätterwunder“ möglich wäre. Denn die Blattknospen stehen derzeit kurz davor, sich zu öffnen. M. fand die Idee dann aber doch nicht so toll, vor allem, weil die offenen Kätzchen in der Wohnung für Schmutz sorgen könnten. So werden die Zweige wohl durchs Küchenfenster sichtbar im Garten aufgestellt werden. Das Blätterwunder dürfte dann allerdings noch etwas länger auf sich warten lassen.

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Im Übergang

Jetzt hat die Stadt den großen Haufen geschnittener Äste und geteilter Stämme am Damm abtransportiert. Schade, dass ich niemanden dort nach der Art des Strauchs fragen konnte. So wird die Frage, ob der Abschnitt von einem Weißdorn oder einem Schwarzdorn stammt, wohl unbeantwortet bleiben. Trotz der anhaltenden Kälte glaube ich zwischendurch so etwas wie Frühlingsmomente wahrzunehmen. Es ist, als ob die Natur die Hoffnung von sich aus schürt und mit der eigenen Erwartung spielt. So sicher scheint es noch nicht zu sein. Nach dem vielleicht einstündigen Konzert vor etwa zwei Wochen hat sich unsere Hausamsel Felix jedenfalls nicht mehr geäußert. Der Gesang war damals wieder verstummt. Und die Vögel sind sich vielleicht von allen Lebewesen um uns herum noch am sichersten. Natürlich auch die Pflanzen. Und das Fehlen wirklichen Grüns und sich öffnen der Blütenknospen spricht eben seine eigene Sprache. So wollen wir der Übergangszeit die besten Seiten abgewinnen und die kurzen Sonnenphasen genießen.

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Palmzweige

Die immergrünen Bäume geben uns etwas Halt. So auch der Buchsbaum, von dem ich gestern zwei kleine Sträuße geschnitten und zur Palmweihe in die Kirche mitgenommen hatte. Heute Vormittag habe ich sie traditionsgemäß über den Türkreuzen im Haus verteilt, die alten und dürren Zweige abgenommen und später verbrannt. Nun hoffe ich, dass der frische Palm nicht so schnell verblassen wird wie im vergangenen Jahr. Draußen sind immerhin schon die Kätzchen mancher Weiden zu sehen. Damit hat sich die Attraktion der Landschaft heute beim Spaziergang aber auch schon erschöpft. Die Menschen sind schon ganz stumm. Wagen das Thema schon nicht mehr aufs Wetter zu lenken. Wohl ahnend, dass alles Hoffen nichts nützt in diesem Jahr. So werden wir noch eine Weile durchhalten müssen. Mit der Aussicht auf vielleicht schöne Feiertage mit Spaziergänge in hellem Licht und etwas vom ersten Grün. Nutzen wir die Übergangszeit, um kreative Programme weiter auszubauen.

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Vor dem Durchbruch des Frühlings

Heute habe ich noch eine Statistik gehört: Angeblich war das der dunkelste Winter seit 60 Jahren. Aus eigener Erfahrung kann ich das zwar nicht bestätigen. Aber sehr wahrscheinlich scheint es mir auf jeden Fall zu sein. Tatsächlich kann man es kaum glauben, dass die Wärme und das Licht partout nicht zurückkehren wollen. Und die Lethargie, die das bei vielen hervorruft, scheint sich schon zementiert zu haben. Man benötigt eben den äußeren Anstoß, den Anblick der ersten Baumblüten, das Leuchten des ersten hellen Grüns, den Duft der Frühlingsluft, die von Wärme eingehüllt ist und nicht von Schneeflocken durchsetzt. So wie es jetzt noch aussieht, hätten wir die Holzofensaison problemlos verlängern können. Der Optimismus war wohl zu groß. Die Freude über den Durchbruch des Frühlings wird umso größer sein.

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Technisierte Landschaftspflege

Am Flussdamm haben die Landschaftsgärtner oder wer immer dafür verantwortlich ist wieder einmal schlimm gewütet. Alle paar Jahre werden die Hecken dort radikal zurückgeschnitten. Aber auf eine Art, die keinerlei Sensibilität erkennen lässt. Das geht eher nach dem Rasenmäherprinzip. Dabei passiert es immer wieder, dass Äste und Stammabschnitte von der Maschine nicht vollständig abgetrennt werden und dann halb abgeknickt noch am Baum oder Strauch hängen. Das ergibt zusammen mit den einen Meter über dem Boden gekappten Stämmen ein verheerendes Gesamtbild, wie nach einer Schlacht. Ich vermute, es geht wie immer um Kostenersparnis. Man macht es schnell, effektiv und radikal, damit der nächste Schnitt erst wieder in 2-3 Jahren notwendig wird. Hauptsache, die Arbeit ist erledigt und das Soll erfüllt. Ein Jammer, dass sich bei Aufgaben der Landschaftspflege eine technisierte Planwirtschaft durchgesetzt hat, die dem, was die Kulturlandschaft zu unserem täglichen Wohlbefinden beitragen kann, nicht gerecht wird.

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An die lebenden Bäume gewandt

Ein Tag, der mit technischen Spezialproblemen gespickt war. Aber wahrscheinlich gehört das auch dazu und hilft, auch darin ein angemessenes Maß an Souveränität zu gewinnen. Mein Kunsthandwerk geht nichtsdestoweniger weiter und wird sich wieder ins Wochenende erstrecken. Ich denke aber, dass die Freude an den Bäumen sich bald stärker nach außen richtet, an die lebenden Bäume gewandt, und die Zeit um Ostern herum eine stillere, weniger bewegte sein wird. Darauf können wir uns freuen, auf eine kurze Auszeit, in der wir hoffentlich etwas mehr vom Licht verwöhnt werden.

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Kurioses Jahr

Der Frühling ist weit und breit nicht in Sicht. So die Aussage der professionellen Wettervorhersager. Die hätten wir allerdings nicht gebraucht für diese Erkenntnis. Obwohl, wie einige ja ebenfalls schon bemerkt haben, so etwas wie Frühlingsluft kann man schon in den wenigen Sonnenphasen zwischendurch aufschnappen. Also nicht mehr richtig Winter, aber zum kalendarischen Frühlingsanfang auch noch keine wirklicher Frühling. Ich hoffe, dass wir wenigstens Ostern dann im Licht begrüßen können. Und dass die ersten Grüns an Bäumen und Sträuchern bald zu sehen sein werden. Immerhin konnte ich an den Schlehdornhecken schon die Blütenknospen sehen, wie sie nur darauf warten, sich öffnen zu können, sich aber gegenwärtig noch nicht trauen. Wohl aus gutem Grund. Bei manchen anderen Arten kann man diese Wartestellung in vergleichbarer Form beobachten. Ein ziemlich kurioses Jahr, das sich im späteren Verlauf dann hoffentlich ausgleicht.

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Letzter Holzofentag

M. hat beschlossen, dass heute der letzte Holzofentag dieses Winters sein soll. Schade, die wohlige Wärme in Abwesenheit des Frühlings tat auch zuletzt sehr gut. Das ist mit Heizkörperwärme gar nicht zu vergleichen. Wenigstens ist jetzt unser Holzspeicher wieder vollständig frei und kann in den nächsten Wochen aufgefüllt werden. Einige grüne Stammabschnitte hat V. schon mitgebracht. Wir warten noch auf besseres Wetter, um sie in ofengerechte Stücke zu sägen. Bei der Gelegenheit will ich dann auch die restlichen Holunderabschnitte vorbereiten, und den Zweifelsfall ,,Schwarzdorn vs. Weißdorn“. Ich freue mich schon sehr darauf, in einigen Monaten das erste Armband aus Holunderholz herstellen zu können. Vor allem bin ich gespannt, wie die unterschiedlich gefärbten und strukturierten Sorten in getrocknetem Zustand wirken und ob man dann noch diese deutlichen Unterschiede erkennen kann.

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Baumbestimmung im Winter

Die Baumartenbestimmung im Winter ist eine schwierige Sache. Nachdem ich den kürzlich gefundenen Abschnitt mit den lebenden Sträuchern vor Ort verglichen habe, bin ich mir nicht sicher, ob es sich um einen Weißdorn oder um einen Abschnitt des Schwarzdorns handelt. Näher betrachtet sind die Rinden und die Astarchitektur durchaus ähnlich. Das ist wirklich schade, denn sonst hätte ich eine neue Art in mein Sortiment aufnehmen können. Aber wenn ich nicht 100 prozentig sicher bin, ist das natürlich ausgeschlossen. Aber vielleicht entdecke ich ja später noch das unzweideutige Unterscheidungsmerkmal.

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Wirrwarr in der Baumsymbolliteratur

Wenn ich, wie jetzt wieder, der Literatur zum Lebensbaumthema folge, merke ich, wie mir doch viele Facetten des Begriffs bisher noch nicht richtig beleuchtet erscheinen. In aller Regel werden die verschiedenen Begriffsschichten und Teilthemen in einer wirren Weise miteinander vermengt, so dass es schwer ist, die genauen Quellen zu identifizieren. Da sind Vermutungen und Wünsche kaum von belegtem Sachwissen zu unterscheiden. Und die Quellangaben sind fast immer dieselben. Ich denke, es ist notwendig, diesen Quellen selber genauer nachzugehen, um vielleicht zu ganz anderen Erkenntnissen zu gelangen, mehr Ordnung in das Wirrwarr der Baumsymbolbetrachtung zu bringen. Eine spannende Aufgabe, die vor allem eines erfordert: Viel Zeit, die mir derzeit allerdings fehlt. So bleibt es vorerst beim Vorsatz und den ersten Ansätzen einer Methode.

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Verjüngungskur

Nun habe ich die technische Basis für das Baumtagebuch übergangsweise doch noch gerettet. Damit bleibt mir mehr Zeit, die Neugestaltung der Seite in Ruhe anzugehen. Das wäre auf die Schnelle einfach nicht möglich gewesen, insbesondere wegen des Umfangs von inzwischen mehr als 3000 Tagebucheinträgen. Das Archiv werde ich ohnehin nur schrittweise wieder einstellen können. Gleichzeitig freue ich mich auf diesen Relaunch, da mit solchen Neuerungen immer auch ein Anstoß für inhaltliche Fortschritte verbunden sein kann. Und auch illustrativ wäre ein veränderter Auftritt sicherlich nicht abwegig. Ich hoffe, das Frühjahr und der Sommer werden genügend bildhafte Eindrücke bieten, um dem in die Jahre gekommenen Baumtagebuch eine Verjüngungskur zu genehmigen.

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Gleichmäßiger ist gesünder

Endlich mal wieder Sonne, aber der Schnee ist leider noch nicht wieder vollständig vom Dach abgeschmolzen. Das wird nach einem langen Endspurt am Nachmittag das erste von Kunsthandwerk freie Wochenende seit langem. Aber ich bin ganz froh, diese große Menge an Armbändern hinter mir zu sehen, und hoffentlich noch viele im Laufe des Jahres vor mir. Aber es muss sich nicht unbedingt so häufen, eine gleichmäßigere Verteilung wäre irgendwie gesünder. Mal sehen, ob morgen eine andere Form der Holzarbeit auf dem Programm steht. Ansonsten gibt’s noch jede Menge aufzuarbeiten und fortzusetzen. Aber gut, dass sich der Übergang zum Frühjahr so nachfrageintensiv zeigt.

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Mensch gegen Natur

V. scherzt schon, dass wir am Wochenende wieder Feuerholz machen müssten, wenn es so weiter geht. Kann schon sein, obwohl die dicken Buchenscheite schon sehr viel länger anhalten als das Fichtenholz, das wir in letzter Zeit größtenteils verfeuert haben, weil wir das quasi kostenlos aus dem eigenen Waldstück beziehen. Märzwinter nennen das die Meteorologen und ich frage mich, ob es auch noch für das Abwegigste einen Ausdruck gibt. Jedenfalls kann ich mich an einen solchen März nicht erinnern. Auch gelingt es mir nicht, dem irgendetwas Positives abzugewinnen. In meinem Umfeld merke ich, wie der Unmut über das Unvermeidliche und Unbeeinflussbare steigt. Mensch gegen Natur sozusagen. Wer gewinnt, ist ohnehin klar.

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Neuer Papst

Nach einem arbeitsreichen Tag kein Pop-Ereignis, und die Entscheidung fiel für einen bescheidenen Kirchenmann. Irgendwie finde ich das gut, dass zumindest die Kirche nicht den journalistisch geäußerten Trends folgt. Ich hoffe nur, dass die erwünschte Erneuerung auch mit einem Mann möglich ist, der beim Amtsantritt genauso alt ist wie sein Vorgänger es war. Das hatten sich wohl viele anders vorgestellt. Der unprätentiöse, auf das gemeinsame Gebet konzentrierte erste Auftritt hatte etwas beeindruckend Schlichtes. Und nomen est omen. Dass er sich den Papstnamen Franziskus gegeben hat, ist sicherlich Programm und passt zu seinem bisherigen Image als Bischof der Armen. Gut auch, dass der neue Papst aus Lateinamerika kommt, wo die katholische Kirche besonders stark geworden ist.

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Merkwürdige Situation

Schon wieder Schnee. Es will dieses Jahr wohl kein Ende haben. Das ist der verrückteste Witterungsverlauf, den ich jemals kennengelernt habe. Da ist die Erinnerung an das Grün der Bäume so stark verblasst, dass einem der Gedanke schon wie ein Wunschtraum vorkommt. Man fühlt sich, wie die Bäume im Winter sich fühlen müssen. In sich selbst zurückgezogen, abwartend, nicht wissend, ob die Zeit für den Neuaufbruch schon gekommen ist. Eine merkwürdige Situation.

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Seltene Hölzer in alter Tradition

Heute habe ich es mir besorgt. Mit einer kleinen, aber scharfen Handsäge konnte ich den kleinen Stammabschnitt des Weißdorns abtrennen. Beim nächsten Sägen werde ich versuchen, möglichst mehrere Kanteln daraus zu gewinnen. Das wird zumindest für einige kleine Sonderwünsche mit Weißdornholz ausreichen. Mit meinen Errungenschaften in puncto seltene Holzarten kann ich doch ganz zufrieden sein. Es gelingt mir immer wieder, kleine Raritäten zu finden. In der Regel durch Zufall, weil ich irgendwo darauf stoße. Interessant ist, wenn man zu den einzelnen Arten einmal recherchiert, dass viele Arten in früheren Handwerkszeiten durchaus in Gebrauch waren, häufig für bestimmte symbolisch besetzte Zwecke, dann aber total in Vergessenheit geraten sind und heute selbst als lebende Bäume oder Sträucher nur Fachkundigen noch ein Begriff. Schön, dass ich in einzelnen Bereichen an diese alten Traditionen anknüpfen kann.

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Weißdornholz

Möglicherweise ist der abgeschnittene kahle Busch, den ich vor einigen Tagen entdeckt hatte, ein Weißdorn. Das ist mir bewusst geworden, als ich auf meinem Weg an einem noch lebenden Weißdorn vorbei gekommen war. Von dem wusste ich, dass er im Sommer die knallroten Weißdornfrüchte trägt, und er hatte einen ähnlichen Astaufbau sowie die charakteristischen Dornen. Das wäre natürlich nicht schlecht, denn Weißdorn hatte ich bisher nur als winzigen Abschnitt besorgen können. Und gelegentlich fragt schon mal jemand danach. Leicht zu verarbeiten ist er allerdings nicht, so dicht und fest ist seine Struktur, aber auch sehr zäh und vor allem symbolträchtig. Stärkere Abschnitte sind aber nur sehr schwer zu finden, auch weil der Strauch so langsam wächst und entsprechend nur wenig Breitenwachstum zeigt.

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Versäumtes Licht

Ich hoffe, bald mit meiner Holzwerkstatt wieder nach draußen ziehen zu können. Noch ist es für längere Arbeiten zu kühl, so dass ich mit dem Kellerdomizil vorlieb nehmen muss. Draußen ist es doch viel angenehmer, allerdings ist man auch stärker abgelenkt. Durch Naturgeräusche zum Beispiel, die Vögel, das Blätterrauschen, die Klangspiele. Aber eben auch näher an den Bäumen und ihren Veränderungen, die ab dem Frühjahr ein nie langweilig werdendes Beobachtungsfeld bieten. Zeit für die Freiluftsaison, in der wir hoffentlich das versäumt Licht des Winters nachholen.

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Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.

  • Junge Schlehdornblüte, aus: Frühlingsweiß Junge Schlehdornblüte, aus: Frühlingsweiß
  • Nahaufnahme der Schnittkanten eines Bauholz-Lattenstapels I, aus: Abstrakt natürliche Struktur Nahaufnahme der Schnittkanten eines Bauholz-Lattenstapels I, aus: Abstrakt natürliche Struktur
  • Hirnholzansicht gestapelter Kiefernbohlen I, aus: Hirnholztexturen Hirnholzansicht gestapelter Kiefernbohlen I, aus: Hirnholztexturen
  • Verwitterter Stammquerschnitt einer Eiche, aus: Lichter Querschnitt Verwitterter Stammquerschnitt einer Eiche, aus: Lichter Querschnitt
  • Hagebuttenfrucht im Hochwinter, aus: Baumdetails im Winterlicht Hagebuttenfrucht im Hochwinter, aus: Baumdetails im Winterlicht
  • Weihnachtliche Raumimpression mit Weihnachtsbaum-Dekoration, aus: Weihnachtliches Licht im November Weihnachtliche Raumimpression mit Weihnachtsbaum-Dekoration, aus: Weihnachtliches Licht im November
  • Herbstlicher Dekorationskorb mit Zierkürbis und Physalis, aus: Die Farben des Herbstes konservieren Herbstlicher Dekorationskorb mit Zierkürbis und Physalis, aus: Die Farben des Herbstes konservieren
  • Reife Pfaffenhütchen, aus: Ein heller und warmer, aber kein goldener Oktobertag Reife Pfaffenhütchen, aus: Ein heller und warmer, aber kein goldener Oktobertag
  • Sich auflösende Physalisfrüchte im Herbst, aus: Plastische Formen des Herbstes Sich auflösende Physalisfrüchte im Herbst, aus: Plastische Formen des Herbstes
  • Blüte des Wolligen Schneeballs, aus: Frühlingsrückblick Blüte des Wolligen Schneeballs, aus: Frühlingsrückblick
  • Ebereschenzweig mit Fruchtstand im Hochsommer, aus: Punktuelle Blicke auf die Bäume im Hochsommer Ebereschenzweig mit Fruchtstand im Hochsommer, aus: Punktuelle Blicke auf die Bäume im Hochsommer
  • Weißdornzweig mit Früchten, aus: Jahreszeitlicher Vor- und Rückblick Weißdornzweig mit Früchten, aus: Jahreszeitlicher Vor- und Rückblick
  • Holzasche, aus: Zwischen unheimlich und anziehend Holzasche, aus: Zwischen unheimlich und anziehend
  • Sich auflösende Blattstrukturen im Sommerlicht, aus: Blattauflösung im Sommerlicht Sich auflösende Blattstrukturen im Sommerlicht, aus: Blattauflösung im Sommerlicht
  • Hartriegelzweig im Hochsommer, aus: Punktuelle Blicke auf die Bäume im Hochsommer Hartriegelzweig im Hochsommer, aus: Punktuelle Blicke auf die Bäume im Hochsommer
  • Walnussbaumzweig mit grüner Nuss im Hochsommer, aus: Punktuelle Blicke auf die Bäume im Hochsommer Walnussbaumzweig mit grüner Nuss im Hochsommer, aus: Punktuelle Blicke auf die Bäume im Hochsommer
  • Verwitterte Latten einer Scheunenwand, aus: Gartenbeobachtungsfreuden Verwitterte Latten einer Scheunenwand, aus: Gartenbeobachtungsfreuden
  • Wunschbaum-Armband Mirabellenbaum, aus: Neues Wunschbaum-Armband: Mirabellenbaum Wunschbaum-Armband Mirabellenbaum, aus: Neues Wunschbaum-Armband: Mirabellenbaum
  • Blüte des Spitzahorns II, aus: Gelbgrünes Blütenmeer im Frühlingslicht Blüte des Spitzahorns II, aus: Gelbgrünes Blütenmeer im Frühlingslicht
  • Blühender Schlehdorn, aus: Baumszenen im Frühling Blühender Schlehdorn, aus: Baumszenen im Frühling
  • Frühlingsknospen der Heckenrose, aus: Deutliche Frühlingsregungen Frühlingsknospen der Heckenrose, aus: Deutliche Frühlingsregungen
  • Adventskranz 2015 am 1. Advent, aus: Ein nadelloser Adventskranz Adventskranz 2015 am 1. Advent, aus: Ein nadelloser Adventskranz
  • Vergehendes Herbstlaub auf verwitterter Holzbank, aus: Blätterherbstnovember Vergehendes Herbstlaub auf verwitterter Holzbank, aus: Blätterherbstnovember
  • Feigenbaumpflanzung 2015, aus: Neue Gartenbaumarchitektur Feigenbaumpflanzung 2015, aus: Neue Gartenbaumarchitektur
  • Frisch gepflückte Schlehenfrüchte, aus: Schlehen sammeln Frisch gepflückte Schlehenfrüchte, aus: Schlehen sammeln
  • Weißdorn im Hochsommer I, aus: Strahlender Weißdorn Weißdorn im Hochsommer I, aus: Strahlender Weißdorn
  • lebensbaum-armband.de – Screenshot 1, aus: Landing-Page für die Lebensbaum-Armbänder lebensbaum-armband.de – Screenshot 1, aus: Landing-Page für die Lebensbaum-Armbänder
  • Vater, Mutter & Kinder-Armband-Set Walnussbaum-Haselstrauch-Esskastanie, aus: Neue Vater, Mutter & Kind-Armband-Sets Vater, Mutter & Kinder-Armband-Set Walnussbaum-Haselstrauch-Esskastanie, aus: Neue Vater, Mutter & Kind-Armband-Sets
  • Brombeerblüte II, aus: Brombeersommer Brombeerblüte II, aus: Brombeersommer
  • Heckenrosenblüte I, aus: Heckenrosenlandschaft Heckenrosenblüte I, aus: Heckenrosenlandschaft
  • Feigenbaum, junge Blätter und Früchte, aus: Sommerblumentag Feigenbaum, junge Blätter und Früchte, aus: Sommerblumentag
  • Junger Ginkgozweig, aus: Sommerblumentag Junger Ginkgozweig, aus: Sommerblumentag
  • Üppig blühende Traubenkirsche, aus: Lichtzelthimmel Üppig blühende Traubenkirsche, aus: Lichtzelthimmel
  • Pfaffenhütchenblüte I, aus: Blühendes Pfaffenhütchen Pfaffenhütchenblüte I, aus: Blühendes Pfaffenhütchen
  • Quittenblüte, aus: Frühlingsfortschritt Quittenblüte, aus: Frühlingsfortschritt
  • Schlehdornblüte, aus: Frühlingsfortschritt Schlehdornblüte, aus: Frühlingsfortschritt
  • Junges Traubenkirschenlaub, aus: Osterauftakt Junges Traubenkirschenlaub, aus: Osterauftakt
  • Obstbaumschnittfeuer III, aus: Ein Baumarbeitstag Obstbaumschnittfeuer III, aus: Ein Baumarbeitstag
  • Wunschbaum-Manufaktur: Baumkreis-Armband mit Lebensbaum-/Geburtstag-Zuordnungen nach keltischem Baumkalender, aus: Die neue Baumkreiskarte ist da Wunschbaum-Manufaktur: Baumkreis-Armband mit Lebensbaum-/Geburtstag-Zuordnungen nach keltischem Baumkalender, aus: Die neue Baumkreiskarte ist da
  • Unser Weihnachtsbaum 2014, aus: Oh – schöner – Tannenbaum Unser Weihnachtsbaum 2014, aus: Oh – schöner – Tannenbaum
  • Silberweidenblüte, aus: Lichtzelthimmel Silberweidenblüte, aus: Lichtzelthimmel
  • Herbstblätterarrangement, aus: Herbstblätterblüte Herbstblätterarrangement, aus: Herbstblätterblüte
  • Herbstliches Konzept, aus: Herbstgedenken Herbstliches Konzept, aus: Herbstgedenken
  • Deko-Weihnachtsbäumchen vor Weihnachtsbaum, aus: Neues Weihnachtsmotiv Deko-Weihnachtsbäumchen vor Weihnachtsbaum, aus: Neues Weihnachtsmotiv
  • Screenshot der Website baumkreis.com, aus: Landingpage für Baumkreis-Armband Screenshot der Website baumkreis.com, aus: Landingpage für Baumkreis-Armband
  • Screenshot1 partnerarmband.de, aus: Landingpage partnerarmband.de ist online Screenshot1 partnerarmband.de, aus: Landingpage partnerarmband.de ist online
  • Pfaffenhütchen zu Herbstbeginn 3, aus: Im Farbenrausch der Pfaffenhütchen Pfaffenhütchen zu Herbstbeginn 3, aus: Im Farbenrausch der Pfaffenhütchen
  • Reife weiße Weintrauben, aus: Schöner Altweibersommertag Reife weiße Weintrauben, aus: Schöner Altweibersommertag
  • Fruchtkapseln des Pfaffenhütchens im Spätsommer, aus: Wunderbare Pfaffenhütchen Fruchtkapseln des Pfaffenhütchens im Spätsommer, aus: Wunderbare Pfaffenhütchen
  • Zweig mit reifen Weißdornfrüchten, aus: Weißdorn-Rot Zweig mit reifen Weißdornfrüchten, aus: Weißdorn-Rot
  • Insektenfangbehälter unter Weinreben, aus: Früher Start der Weintraubenlese Insektenfangbehälter unter Weinreben, aus: Früher Start der Weintraubenlese
  • Schutznetze für Weinreben, aus: Vom Charme spätsommerlicher Nachmittage in der Landschaft Schutznetze für Weinreben, aus: Vom Charme spätsommerlicher Nachmittage in der Landschaft
  • Streuobstwiese mit Mirabellenbäumen, aus: Mirabellen satt Streuobstwiese mit Mirabellenbäumen, aus: Mirabellen satt
  • Äste mit reifen Mirabellen, aus: Mirabellen satt Äste mit reifen Mirabellen, aus: Mirabellen satt
  • Hartriegelzweig mit Früchten und herbstlichem Laub, aus: Sommer-Herbst der Sträucher Hartriegelzweig mit Früchten und herbstlichem Laub, aus: Sommer-Herbst der Sträucher
  • Rosenapfel an Heckenrosenzweig, aus: Schlafapfel in der Sonne Rosenapfel an Heckenrosenzweig, aus: Schlafapfel in der Sonne
  • Reifende Früchte des Schlehdorns, aus: Ob die Schlehdornfrüchte wohl erntereif werden? Reifende Früchte des Schlehdorns, aus: Ob die Schlehdornfrüchte wohl erntereif werden?
  • Schwarzdornfrüchte im Spätsommer, aus: Sommer-Herbst der Sträucher Schwarzdornfrüchte im Spätsommer, aus: Sommer-Herbst der Sträucher
  • Fruchttragender Weißdorn im Spätsommer, aus: Sommer-Herbst der Sträucher Fruchttragender Weißdorn im Spätsommer, aus: Sommer-Herbst der Sträucher
  • Mirabellen – frisch entkernt, aus: Tage der Mirabelle Mirabellen – frisch entkernt, aus: Tage der Mirabelle
  • Mirabellenkuchen mit Hefeteig, aus: Mirabellenkuchen abstrakt Mirabellenkuchen mit Hefeteig, aus: Mirabellenkuchen abstrakt
  • Ebereschenpaar im Hochsommer, aus: Sommerlichtfänger Ebereschenpaar im Hochsommer, aus: Sommerlichtfänger
  • Wunschbaum-Armband Trompetenbaum, aus: Neues Armband aus dem Holz des Trompetenbaums Wunschbaum-Armband Trompetenbaum, aus: Neues Armband aus dem Holz des Trompetenbaums
  • Sturmopfer – Entwurzelter Ahorn in Essen, aus: Stürme und Baumopfer Sturmopfer – Entwurzelter Ahorn in Essen, aus: Stürme und Baumopfer
  • Esskastanie mit reifenden Früchten, aus: Sommerlichtfänger Esskastanie mit reifenden Früchten, aus: Sommerlichtfänger
  • Walnussbaum mit reifenden Nüssen, aus: Sommerlichtfänger Walnussbaum mit reifenden Nüssen, aus: Sommerlichtfänger
  • Reife Mirabellen am wildwachsenden Baum, aus: Mirabellen satt Reife Mirabellen am wildwachsenden Baum, aus: Mirabellen satt
  • Blattwerk im Gegenlicht, aus: Feigenbaumsommer Blattwerk im Gegenlicht, aus: Feigenbaumsommer
  • Blatt im Gegenlicht, aus: Feigenbaumsommer Blatt im Gegenlicht, aus: Feigenbaumsommer
  • Reife Feige, aus: Feigenbaumsommer Reife Feige, aus: Feigenbaumsommer
  • Ganze Feigenfrüchte, aus: Das Fruchtfleisch der Feigen Ganze Feigenfrüchte, aus: Das Fruchtfleisch der Feigen
  • Aufgeschnittene Frucht, aus: Das Fruchtfleisch der Feigen Aufgeschnittene Frucht, aus: Das Fruchtfleisch der Feigen
  • Detail einer aufgeschnittenen Frucht, aus: Das Fruchtfleisch der Feigen Detail einer aufgeschnittenen Frucht, aus: Das Fruchtfleisch der Feigen
  • Nashi-Früchte im Sommer, aus: Pralle Früchte Nashi-Früchte im Sommer, aus: Pralle Früchte
  • Reifende Weintrauben, aus: Üppiges Obstjahr Reifende Weintrauben, aus: Üppiges Obstjahr
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