Lichtzelthimmel

Der Tag war schöner und sonnenreicher als erwartet. So konnte man beim längeren Spaziergang in der Landschaft durchaus ins Schwitzen geraten. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um die aktuelle Baumblüten- und -blätterlandschaft in Fotografien festzuhalten. Dafür war die Bedingungen sehr gut, denn bei wolkenreichem Himmel mit größeren Lücken kann die Sonne in diesen Lücken beachtliche Strahlungsintensität entwickeln, was die Belichtungsdauer reduziert, so man denn den richtigen Augenblick, sprich die Wolkenlücke gerade erwischt. Außerdem wirken die Wolkenfelder um die Lücken herum wie riesige Lichtzelte, was den Beleuchtungseffekt noch verstärkt. So waren heute zum Teil traumhaft kurze Belichtungszeiten möglich. So bei dieser schönen Blüte des wolligen Schneeballs:
Blüte des Wolligen Schneeballs
Sagenhaft strahlendes und üppiges Weiß der Traubenkirschenblüte:
Üppig blühende Traubenkirsche
Die Silberweiden sind auch schon so weit:
Silberweidenblüte
Auch der immergrüne Efeu wirkt bei diesem Licht besonders:
Efeuranke im Frühling
Die Apfelblüte ist mit ihrem Rot-Weiß immer eine Freude:
Apfelblüte
Auch die Eichenblüten sind dieses Jahr üppig ausgefallen. Dennoch wirken sie selbst in dieser Fülle irgendwie unscheinbar:
Eichenblüte
Eines meiner Lieblingsmotive überhaupt sind die Blätter der Haselsträucher im Gegenlicht:
Haselzweig im Gegenlicht

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2 Kommentare zu “Lichtzelthimmel

  1. Wunderschöne Bilder! Du hast die Stimmung dessen, was ich seit ein Paar Tage hier, z.B. im Berliner Tiergarten sehe, eingefangen. Ich liebe ja auch die Traubenkirsche, deren Frische und Dynamik bei Dir gut rauskommt, und habe hier im Arboretum in Baumschulenweg gerade zu meinem Erschrecken festgestellt, dass sie „Gemeine Traubenkirsche, Prunus padus“ heißt. Wie kann die denn „allgemein“ sein? „Padus“ klingt auch böse, aber da belehrt mich das Latein-Deutsceh Lexikon eines besseren, das ist ein Fluss in Oberitalien. Also, der Lateinische Name kommt der Schönheit dieses Gewächses näher.

    • Bernhard Lux

      Nicht selten sind es die „gemeinen“, die eine besonders eindrucksvolle Präsenz haben. Ich denke da zum Beispiel auch an den Gemeinen Schneeball, dem ich fast jeden Tag begegne und der von der Blüte bis zur Frucht, die mit ihrem Knallrot bis in den tiefsten Winter zu sehen ist, immer wieder faszinierend wirkt. Im Frühling ist die Traubenkirsche tatsächlich einer meiner Favoriten, weil sie mit ihren Blütenkerzen das Licht so schön einfängt – für mich eines der Zeichen, dass der Frühling wirklich angekommen ist :-).

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