Eine biblische Baumart

Gegen Ende des Jahres hin erlebe ich immer wieder gewisse Verschiebungen. Einiges, das ich unbedingt abschließen wollte, steht noch in der Warte- oder Bearbeitungsschleife, anderes kommt früher als gedacht oder taucht gänzlich unverhofft am Horizont auf. So ist auch kurz vor Weihnachten die Welt und das Leben nicht vollständig planbar, bleibt offen für Umwege und unbekannte Strecken, Abkürzungen und Abweichungen. Das ist wahrscheinlich gut so, und notwendig, weil wir Menschen sind, die sich ihre jeweilige Lebensaufgabe erarbeiten, immer ein Stück weit an und mir ihr wachsen. Dazu gehören auch das nicht Vorhergesehene und die Abweichungen vom Plan. P. M. hat mir heute Nachmittag den unteren, noch in der Erde verwurzelten Stammteil seiner ehemals riesigen Libanon-Zeder gezeigt. Der obere Teil wurde schon im Februar aus Sicherheitsgründen gefällt. Die unteren ca. 1,5 Meter könnte ich haben. Das Absägen und Teilen dieses Stammabschnitts wird nicht ganz einfach werden. Eine schöne Arbeit für die ersten Frühlingstage, würde ich sagen. Auch wenn sich daraus wohl keine Bretter herstellen lassen, da die Länge dafür nicht ganz ausreicht. Einige schöne auch stärkere Abschnitte werde ich sicher daraus gewinnen können. Schön ist auch, dass mich diese Art, die ich aus im Fachhandel erworbenen Abschnitten ja bereits kenne, immer an die Bibel erinnert, in der sie häufiger erwähnt wird. Hier in Deutschland ja wirklich eine Seltenheit und meist nur in Parks als Einzelexemplare anzutreffen, hat sie mich vor allem durch die Schirmartige Gestalt ihrer Kronen beeindruckt. Einen Vorrat aus ihrem Holz zu erhalten, ist eine glückliche Fügung. So hoffe ich, dass das Holz bis dahin nicht verrottet und im Inneren seine Eigenart behält.

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