Ein künstlicher Weihnachtsbaum mit Schwächen

Das ist nun eine ganz neue Erfahrung. Anfang Oktober hatte ich zuvor noch keinen Weihnachtsbaum aufgebaut. In diesem Fall ging es aber um einen Produkttest – und um einen künstlichen Weihnachtsbaum. Gehört habe ich schon öfter von solchen Bäumen, hatte aber keine konkrete Vorstellung, wie sie aussehen und wie sie zusammengebaut werden. Vor allem das war auch das Motiv, den Baum anzufordern. Nun, zusammenbauen ist schon der richtige Ausdruck. Anders als kostspieligere Varianten nämlich, die komplett vormontiert sind und wie ein Schirm aufgeklappt werden, ist dieser tatsächlich in Einzelteilen geliefert worden: Ein vierfüßiger Ständer, zwei Stammabschnitte, ein Spitze und vierzig Astelemente, die in Etagen angeordnet in die Mittelachsen einzuhängen waren. Acht Äste bei den unteren beiden Ebenen, jeweils 6 bei den oberen vier Ebenen. Die oberen Äste sind mit der Spitze zusammenhängend und werden aufgesetzt. Das Erstaunliche: Die Gesamtanmutung der Äste und der Baumsilhouette ist durchaus natürlich, zumal man sie beliebig auseinanderbiegen und so modellieren kann, dass sie natürlich gewachsenen Fichten entsprechen. Das sollte man nicht vermuten, wenn man die Einzelteile sieht, die von Nahem betrachtet doch sehr künstlich wirken. Zum Beispiel sind die Nadelspitzen nicht abgerundet, die Nadeln sind nicht so dick wie in Natura, sondern eher in der Qualität von Kunstgras. Aber in der Gesamtschau und von der Distanz betrachtet mutet es eben doch sehr echt an. Wenn da nicht einige Mankos wären: Die „Äste“ sind, damit man sie leichter zuordnen kann, farbig markiert, zudem sind sie an der Basis, d. h. zum Stamm hin, völlig unverkleidet. Gleiches gilt für die Steckverbindungen zwischen den Stammteilen. Und diese unbedeckten Konstruktionsteile sind leider durch die Zwischenräume hindurch deutlich sichtbar. Der Baum soll später im Freien aufgestellt werden, mit Beleuchtung versehen. Ich schätze, man wird dann das Innere nicht mehr so deutlich sehen können. Und wenn wir zusätzlich noch Schmuck anbringen, Christbaumkugeln z. B., werden wir das wahrscheinlich kaschieren können. Aber schade ist das schon. Mit einer besser durchdachten Konstruktion in diesen Bereichen könnte das ein wirklich guter Kunstbaum sein. So werden wir auf einige kosmetische Tricks zurückgreifen müssen. Eine durchaus gemischte Erfahrung mit diesem meinem ersten künstlichen Weihnachtsbaum.

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