Die Wirklichkeit von Klischees

Meine Microstock-Resonanz wird zunehmend international. Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, von wo in aller Welt meine Motive heruntergeladen werden. Heute waren es für die knallroten Weißdornfrüchte Stuttgart, für die Pfaffenhütchen des letzten Herbstes Yokohama und für den bunten Strohblumenteppich ebenfalls des vergangenen Jahres eine Stadt namens Kochi in Indien. Interessant ist nicht nur diese Streuung, sondern auch, dass jetzt mit dem Kommen den Frühlings die Baum- und vegetabilen Motive wieder stärkeres Interesse finden. Und tatsächlich kann man zwischen der jeweiligen Auswahl und dem, was man klischeehaft mit den jeweiligen Ländern verbindet, gewisse Übereinstimmungen feststellen. Was zeigt und bestätigt, dass es in der Microstock-Branche tatsächlich plakativ zugeht. Vielleicht, weil es bei Werbung und Dokumentation auf schnelles Verstehen und Eindeutigkeit ankommt. Dabei zeigt sich eben auch der Vorteil, wenn man beide Seiten kennt. Die des Gestalters und die des Fotografen, das trägt wesentlich zur Ausgestaltung eines Portfolios bei, das von Kreativen als attraktiv aufgefasst werden kann, weil man den gestalterischen Nutzen sieht.

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