Aktuelle Chancen regionaler Kunst

Eine Begegnung mit einem Ausstellungsort, mit dem ich persönlich positive Erinnerungen verknüpfe, war mir heute beschert. Es war Ms Idee, die Ausstellung mit künstlerischen Scherenschnitten einer Künstlerin zu besuchen, die mir durch ihre kontinuierliche Arbeit in unsere Region, speziell in diesem Genre, bereits bekannt war. Originale von ihr hatte ich zuvor aber noch nicht gesehen. Und ich muss sagen, dass mich die Präsentation beeindruckt hat. Vielleicht spielt da der ungewöhnliche und mir so gut bekannte Ausstellungsraum auch eine Rolle. Aber es ist vor allem die Qualität dieser Arbeiten, das Faszinierende an der plakativen Scherenschnittdarstellung, die mich beeindruckt hat. Vor fünfzehn Jahren habe ich in denselben Räumen eigen Holzskulpturen ausgestellt, die damals schon Baumskulpturen waren und die das Symbolthema Baum zum Gegenstand hatten. Ein sehr reizvoller Kontrast zu dem Ort, an dem sie gezeigt wurden, einem feinmechanischen Museum. So gesehen steht auch diese aktuelle Ausstellung in einem Kontrast zum Ort, aber man kann auch sagen, dass die Andersartigkeit des räumlichen Settings das Besondere der künstlerischen Arbeiten gerade so deutlich werden lässt. Leider haben wir in dem begleitenden Gespräch mit der Museumsaufsicht eine alte Gewissheit erneut bestätigt gefunden. Dass nämlich das regionale Kunstangebot in gleicher Reihe mit beliebigen anderen Freizeitaktivitäten wahrgenommen und auch gewertet wird. Schlechte Voraussetzungen, um hier die Motivation zum Präsentieren eigener Kreationen langfristig hochzuhalten. Umso beachtlicher finde ich jeden Ansatz, das dennoch zu erreichen. Die ungewöhnlichen Formen, denen man auf diesen Wegen begegnen kann, sind für mich ein Gewinn.

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