Schattenseiten süßer Früchte

Dass sich Ratten auf Obst stürzen, war mir bisher noch nicht bekannt. Tatsächlich habe ich selten einmal eine live im Garten erlebt, selbst in der Zeit, bevor wir den früher unbefestigten Holzlagerplatz als beliebten Treffpunkt derselben erkannt haben. Das Problem wurde vor Jahren schon gelöst. Dass jetzt wieder welche aufgetaucht sind und sich sogar am hellichten Tag auf dem Rasen tummeln, liegt an den nach der Lese übrig gebliebenen einzelnen Weintrauben. Offenbar sind die Nager scharf auf die süßen Restfrüchte. Nachdem wir aber die letzten Rest zusammengekehrt und die geschnittenen Weinrebenabschnitte zur Grünschnittdeponie gebracht haben, sollte sowohl Ratten als auch Wespen und Hornissen der Spaß vergangen sein. Ich hoffe jedenfalls, dass die monatelange Belagerung insbesondere mit den Insekten jetzt ein Ende findet. Dann ist die bevorstehende Holzarbeit im Freien auch wieder angenehmer.
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Einseitige Baumobstsaison

Der so abrupte Herbsteinbruch, kurioserweise genau zu Beginn des Septembers, macht Wetterfühligen wie mir natürlich zu schaffen. So wie schon das ständige Auf-und Ab zwischen schwüler, trockener und regendurchwachsener Hitze während des Hochsommers. Wir müssen uns wohl auf diese Folgeerscheinungen der wachsenden Erderwärmung dauerhaft einstellen, und darauf, dass die gemäßigten Breiten regelmäßig nicht mehr ganz so gemäßigt sind. Die gesunkene Durchschnittstemperatur, in Kombination mit kühlen Nächten wird die letzten Früchte zur Reife bringen. Auch bei den Feigen rechne ich damit, so dass wir vielleicht Ende September die meisten ernten können. Die letzten Trauben hat V. schon heute eingemaischt, der daraus gewonnene Rotwein wird für seinen Bedarf sicher ausreichen. Was uns sonst noch erwarten wird: Jede Menge Äpfel, denn die haben sich anders als Zwetschgen und Mirabellen und Birnen an unseren Bäumen gut entwickelt. Die Obstkuchensaison wird deshalb einseitig ausfallen. Vor allem den Mirabellenkuchen vermisse ich jetzt schon sehr.
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Beginn der Traubenlese

V. hat heute schon den größten Teil seiner Weintrauben gelesen, und wie immer gleich die Reben zurückgeschnitten. Der Rückschnitt war in Teilen radikal, da einige der älteren Reben kaum noch getragen haben, nur noch sehr kleine Trauben hervorbrachten. So ist jetzt die gesamte Gartenbepflanzung und –überdachung mit dem Weinrebengeflecht weiter reduziert. Viele lichte Flecken haben sich aufgetan. Vielleicht nicht das Schlechteste in Bezug auf die Lichtversorgung der niedrigeren Pflanzen. Und für den Eigenbedarf reicht auch diese schmale Ernte noch aus. Gerade einmal knapp zwei Bütten Trauben sind heute herausgekommen. Viel mehr als zweieinhalb werden es wohl insgesamt nicht mehr werden. Am Abend haben wir dann das ganze Laub und die entfernten Äste zusammengetragen. Auch das in komprimierter Form nur zwei Stausäcke bisher. Es wird tatsächlich von Jahr zu Jahr weniger, während sich die Bäume des Gartens weiterentwickeln, größer und stärker werden. Die Gleditschie, die ich bald in die Erde pflanzen will, ist jetzt besonders schön zu sehen. Bisher war sie vom Traubenlauf fast ganz verdeckt. Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass er sich zu einem der markanten Gartenbäume weiterentwickeln kann, auch wenn er zurzeit noch sehr fragil wirkt.
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Schattenbäume im Sommer

Die Idee, Ws Geburtstag mit einem gemeinsamen Essen zu begehen, war sicher die richtige für diesen heißen Tag. Zumal man im Esszimmer direkt vor der Tür parken kann und draußen eine Reihe Schatten spendender Bäume stehen. Einer davon hat unseren Fahrzeugen Kühle beschert und unter einem anderen haben wir zum Dessert gesessen. Dass das ein Walnussbaum war, hat sich ausnahmsweise nicht als nachteilig erwiesen. Einschläfernde Wirkung hatte er jedenfalls nicht. Bei dem leckeren Espresso Madeleine wäre das auch verwunderlich gewesen. Den zweiten Teil des kulinarischen Geburtstags haben wir im Garten verbracht. Zwar deutlich heißer als im Inneren des Hauses, aber auch schöner, mit Blick auf das viele dichte Grün. Irgendwann hat man sich dann auch an die Hitze gewöhnt. Ein wenig Entspannung in sommerlicher Gartenatmosphäre. Genau das Richtige für diesen Sonntag.
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Garten-Dschungel

Unser Garten verwandelt sich in diesem Sommer zunehmend in einen Dschungel. Die Sonnenblumen senken sich nach den zwischenzeitlichen Regengüssen regelmäßig Richtung Boden und müssen dann stabilisiert werden. Ihre Zeit ist schon bald abgelaufen, was daran erkennt, dass sich die Vögel bereits auf die Kerne stürzen, die schon ausgereift sind. Der Feigenbaum neigt seine inzwischen ausladenden Äste ebenfalls immer weiter, so dass man sich bücken muss, wenn man den Pfad bis zur Hecke passieren will. Und das Weinlaub strebt jetzt auch seinem Höhepunkt entgegen, wenige Wochen vor der Lese. Ein Gesamteindruck von grüner Oase, der sich im September schon stark verändern wird. Wenn das Weinlaub geschnitten ist und die Bäume schon erste Blätter verlieren, wird es lichter im Garten. Aber das Licht wird nicht mehr so blendend sein, eher warm, vor allem am späten Nachmittag bei tiefstehender Sonne. Auf diese Zeit des Altweibersommers freue ich mich jedes Jahr aufs Neue, weil ihr so ein anregender, noch vom Sommer inspirierter Übergangscharakter eigen ist.
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Die Früchte des Gartens im Spätsommer

Ich freue mich darauf, wenn am Wochenende der Sommer zurückkehrt. Wenn auch nur für wenige Tage. Dann können wir den Garten wieder live erleben und nicht nur durchs verregnete Fenster. Diese Endphase des Hochsommers ist für Gartenliebhaber schon etwas Besonderes, weil so vieles jetzt ausreift. Das liefert nicht nur optische Highlights. Man kann eben auch alles durchgehen und nachsehen, was gerade wieder erntereif ist. Das sind bei uns zurzeit auf jeden Fall die Chilis, die zu unserer Überraschung diesmal grün sind. Das erste Mal, und durchaus unbeabsichtigt, hatten wir keine Roten. Die Schärfe variiert, je nachdem welche der vier Pflanzen ich gerade erwische. Vielleicht komme ich ja im kommenden Jahr hinter das Geheimnis, wovon diese Schärfe abhängt und warum sie bei gleichartigen und zusammen gewachsenen Pflanzen so wechselhaft ausfällt. Demnächst, in 3-4 vier Wochen wahrscheinlich wird auch jeden Tag wieder der Feigenbaum Thema sein. Viele Früchte haben sich angesammelt, die alle ziemlich gleichzeitig ausreifen werden. Und dann wird auch die Weintraubenlese wohl nicht mehr ganz so fern sein. Das ist bei uns wegen der vielen Insekten, die die Früchte schon seit Wochen attackieren und zunehmend auch wegen des Interesses der Amseln ohnehin immer viel früher als bei den Winzern in ihren Weinbergen. Aber es wird sich in Grenzen halten, da die Trauben spärlicher werden und die Sorten mit dickeren Früchten in den letzten Jahren wuchsfreudiger geworden sind. Kein Vergleich zu der Situation vor 20 oder 30 Jahren, als die Reben viel dichter wuchsen, mehr Trauben trugen und diese viel kleiner waren. Damals war die Lese noch eine mehrtägige Aktion für die ganze Familie.
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Die Szene der Gartenblogger

Mit dieser Eintrübung haben wir nun gar nicht gerechnet, hatten wir uns doch schon auf stetig steigende und am Sonntag gipfelnde Temperaturen in dieser Woche eingestellt. Stattdessen wieder Wolken, bevor der Hochsommer am Samstag vermutlich umso heftiger zurückkehrt. Das ist schon ein Witterungsverlauf, der dem Organismus einiges abverlangt. Aber dann komme ich auch besonders flüssig mit meiner Projektarbeit weiter – weniger natürliche Ablenkung sozusagen. Ich freue mich, dass der Artikel über Gartenblogs mit dem Titel „Grüne Leidenschaft im Internet“ in der Zeitschrift DEGA GARTENBAU tatsächlich erschienen ist. Die Autorin des Artikels hatte mir das vor einigen Wochen angekündigt. Und tatsächlich ist in der sehr transparenten und umfassenden Betrachtung der aktuellen Blogszene rund ums Thema Garten mein Baumtagebuch als Beispiel angeführt, und dann noch als „Etwas Besonderes …“ Das freut mich natürlich. Auch dass ich mit meinen langjährigen Erfahrungen mit dem Internettagebuch ein wenig zur Aufklärung und dem Inhalt des Artikels beitragen konnte. Es ist dem, der sich regelmäßig mit Blogbeiträgen äußert, vielleicht nicht so bewusst. Es gibt tatsächlich so etwas wie eine Blogger-Bewegung, die eigentlich schon länger besteht und an Schwungkraft nicht nachgelassen zu haben scheint. Die Formen, konkreten Inhalte und Motivationen sind sehr vielfältig. Aber die grundlegende Idee, andere an themenbezogenen Erlebnissen, Überlegungen und Aktivitäten virtuell teilhaben zu lassen, ist der Motor des Phänomens. Einer, der meiner Einschätzung nach noch lange nicht ausgedient hat und weiter entwicklungs- und anpassungsfähig bleibt.
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Strahlender Weißdorn

Es war wieder einmal der Weißdorn, der bei diesem vermutlich letzten Aufbäumen des Hochsommers in unglaublich strahlendem Licht erscheint. Dieser Rot-Grün-Komplementärkontrast fasziniert mich immer wieder und ist ein Element dessen, was für mich die Hochphase des Sommers bedeutet. Diese Sättigung intensiver Farben, die Wachstum und Fruchten so plastisch machen. Und diese lebendige Gesamtgestalt der Weißdornsträucher, die dort schon zu kleinen Bäumen ausgewachsen sind. Meist ist es ein bestimmtes Exemplar in einer langen Reihe, an der ich zum Fotografieren anhalte. Einfach weil er die am meisten leuchtenden und zu dieser Zeit schon reifsten Früchte trägt.
Weißdorn an der Saar
Weißdorn an der Saar
Weißdorn an der Saar
Weißdorn an der Saar
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Herbstliche Fotopläne

Gemessen an meinen Planungen ist die Entwicklung meines fotografischen Portfolios in diesem Jahr sehr unterentwickelt geblieben. Bis jetzt jedenfalls. Falls ich das noch sollte korrigieren können, werden es wohl Herbstbilder werden. Eigentlich so wie im letzten Jahr, als mir eine Reihe ganz guter Herbstblattaufnahmen, von bunt gefärbten Blättern einer Weinlaubsorte gelungen sind. Aus neuen Holzstrukturbildern ist nichts geworden, die Nahaufnahmen von Blättern und Blüten konnte ich auch nicht wirklich erweitern. Und auch die Oberflächenstrukturen, ein weiteres Lieblingsthema, lagen weitgehend brach. Also ein neuer Anlauf im Herbst, aus dem Eindruck der herbstlichen Farben heraus und wieder einmal motiviert von den jahreszeitlichen Veränderungen, die sich am Beispiel und im Bild der Bäume so plastisch illustrieren lassen.
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Feigenbaum-Specials

M. wünscht sich wieder neue Feigen, die sie besonders gern als Beilage zum Abendessen genießt. Aber wie in den Vorjahren tut sich bei dem Feigenbaum zurzeit wenig. Die meisten der ziemlich zahlreichen Früchte haben inzwischen die gleiche Größe erreicht – und stagnieren dabei. Das ist eigentlich in dieser Phase des Hochsommers immer so. Wochenlanger Stillstand trotz Wärme und viel Licht, und jetzt ja noch zusätzlich reichlich Wasser. Es ist so, als ob der Baum vor dem großen Ausreifen der Früchten noch einmal Luft holt, um später seine ganze Energie in die Qualität der Früchte zu investieren. So scheint es einem tatsächlich, auch wenn man es nicht versteht.
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Autobiografiearbeit

Es braucht eigentlich nur die Nähe zu einem ehemals eindrucksvollen Ort, um quasi nahtlos an die frühere Erfahrung anzuknüpfen. So erschien mir der Ausstellungsraum in der Mühle, den ich vor 15 Jahren für eine Ausstellung eigener bildhauerischer Arbeiten nutzen konnte, so vertraut, als ob ich ihn ständig besuchen würde. Das Bild, die Proportionen und die Aufteilung der beiden Räume hatte sich mir schon während der damaligen Vorbereitungen eingebrannt, denn diese Räume waren wesentliches Element der Präsentation und der Wirkung der Arbeiten im Raum. So fand ich es schön, an diesem Ort wiederum Holzarbeiten betrachten zu können, und vor allem, die Künstlerin wiederzusehen, die ich damals für das Stauseeprojekt gewinnen konnte. Auch das Gespräch mit H.G. S. hat diese Zeit aus der Erinnerung hervorgeholt und wieder sehr lebendig werden lassen. Ein Stück Autobiografiearbeit steckt somit immer in solchen Begegnungen, die umso deutlicher zeigen: Nichts geschieht zufällig, insbesondere nicht das wiederholte Zusammentreffen mit Menschen.
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Sich Erden durch Naturbeobachtung

Im Urlaub würde man von Reizklima reden und damit etwas Gesundheitsförderndes meinen. Ohne Urlaub, im Arbeitsalltag erlebt, wirkt es dagegen eher hemmend und verstärkt den Eindruck, die Ferienzeit in unserer Region hat die Menschen in eine Art Ausnahmezustand versetzt, der normales Arbeiten an Projekten unmöglich macht. So konzentriere ich mich außerhalb der Projektarbeit vor allem auf die kleinen Dinge, die ich an der Entwicklung der Bäume und sonstigen Pflanzen in meiner Umgebung beobachte und die zu jeder Zeit wieder spannend und anders sind. Diese durchgehende Naturbeobachtung wirkt auf mich erdend und bringt mich mit dem näher zusammen, was man das Grundlegende nennen könnte. Es ist dies in heutiger Zeit nichts selbstverständlich Präsentes mehr. Vielmehr muss man es sich immer wieder quasi erarbeiten. Ein Preis des Fortschritts, der die Frage aufwirft, ob er nicht zu hoch ist und längerfristig tatsächlich eine Weiterentwicklung zu besserem Verstehen, höherem Bewusstsein, klarerem und effektiverem Handeln bedeutet.
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Erste Frucht vom neuen Baum

Mit dem Ergebnis der heutigen Holzarbeit bin ich sehr zufrieden. Zumal es rechtzeitig fertig wurde, um Ende kommender Woche verschenkt zu werden. Die Kombination des individuellen Lebensbaums mit der Art, die für ewiges Leben und extreme Ausdauer steht, scheint mir für den gegebenen Anlass die richtige Wahl. Auch habe ich dafür einen sehr schönen, weil typisch wirkenden Abschnitt erwischt, der die Besonderheit der Lebensbaum-Art in markanter Weise augenfällig macht. M. wird heute Abend die erste Frucht unseres neuen, noch sehr kleinen Feigenbaums essen können. Das kleine Bäumchen hat schon eine größere Zahl von Früchen angesetzt, die ansonsten aber noch nicht ausgereift sind. Diese eine hatte es besonders eilig. Und sie sieht sehr gut aus, richtig dunkelblau gefärbt, fast wie aus dem Geschäft, in dem türkische Feigen angeboten werden. Es scheint tatsächlich eine spezielle Züchtung zu sein, deren Früchte sich rein äußerlich von den uns bekannten unterscheiden. Die Oberfläche wirkt samtiger, die Farbe irgendwie gestreift. Vielleicht liegt es aber auch am jugendlichen Alter des Baums. In eine paar Jahren werden wir es genauer wissen.
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Standortabwägungen für Gleditschie

V. hätte nichts gegen die Idee, die größere unter den jungen Gleditschien am jetzigen Standort in die Erde zu pflanzen. Damit hätte ich nicht gerechnet, bin mir aber selbst nicht sicher, ob das die beste Idee ist. Denn wenn der Baum einmal ausgewachsen ist, versperrt der Stamm natürlich ein Stück weit die Sicht auf den Garten. Das ist insofern noch einmal zu überdenken. Schade fände ich es aber, wenn V. ihn mit zum Bienenhausstück nimmt. Dort kann ich seine Entwicklung nicht regelmäßig verfolgen. Und gerade diese Beobachtung ist ja gerade das spannende. Ich hoffe deshalb, wir finden eine Standortlösung in Sichtweite, die für uns alle und den Garten ein Gewinn ist.
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Herbst im Sommer

In den letzten Wochen konnte ich das immer wieder beobachten. Beim Spaziergang heute schien es mir aber besonders deutlich, dass nämlich die Blätter und Früchte vieler Bäume und Sträucher bereits wie sonst erst im Spätherbst aussehen. Mit herbsttypischer Verfärbung und Degeneration der Blätter und der Dehydrierung der Früchte, die so gewöhnlich viel später eintritt. Natürlich hat auch dieser Zustand, wie hier bei den Ebereschen, seinen ganz eigenen Reiz, insbesondere bei hochsommerlichem Licht. Ein merkwürdige Kontrast dazu, dass sich alle Pflanzen nach den Regenfällen der letzten Tage wieder sehr vital zeigen und sie ansonsten sehr erholt wirken.
Herbstlich anmutender Ebereschenzweig im Hochsommer
Herbstlich anmutender Ebereschenzweig im Hochsommer
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Zukunftsplan für eine Gleditschie

Der jetzige Standort der größten unserer drei herangezogenen Gleditschien wäre im Garten der einzig denkbare endgültige Standort. Noch wurzelt der junge Baum in einem Pflanztopf. Aber wenn er je einen kräftigen Stamm ausbilden soll, der sein jetzt schon beachtliche Höhe von mindestens 2 Metern stabil tragen kann, dann müssen wir ihn natürlich in die Erde pflanzen. Ich weiß nicht, was V. und M. davon halten, will das Thema demnächst aber einmal ansprechen. Ungewöhnlich wäre es schon, da dieser Standort eigentlich immer von einem Trockenbeet mit Polsterstauden und anderen kriechenden Pflanzen ausgefüllt war. Wenn dort einmal ein größerer Baum stünde, würde das die Geometrie des Gartens schon verändern. Wir werden uns das gut überlegen müssen, oder eben einen Standort außerhalb des täglichen Sichtfeldes finden.
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Freundlicher Sommer

Die vergleichsweise kühlen Temperaturen tuen inzwischen gut, da man sich seit einigen Tagen wieder daran gewöhnen konnte. Sicher eine Zeit der Erholung auch für die Pflanzen und Bäume. Und die nächste Hochsommerphase, wenn auch nicht so heftig wie zuletzt, erwartet uns schon gegen Ende der Woche wieder. So hat sich der Sommer noch nicht aufgegeben, gestaltet seinen Verlauf vielmehr menschen- und pflanzenfreundlich und gibt uns kaum Anlass zum Klagen. Ich freue mich auf die entspanntere, weil private Holzarbeit der nächsten Tage, die das ansonsten konzentrierte Arbeiten an virtuellen Projekten flankiert und ein Stück weit ausgleicht.
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Frischer Walnusslikör

Sechs Wochen sind mehr als ausreichend, denn im Rezept ist von 4-5 Wochen die Rede. Der Ansatz mit grünen Walnüssen in klarem Schnaps, darin verschiedene Gewürze wie Nelken, Vanilleschoten und Rosinen, stand zuvor auf der Fensterbank, bei den Temperaturen der vergangenen Wochen sind das gute Bedingungen. So ist die Flüssigkeit nach dem Abseihen auch typisch schwarzbraun und gesättigt ausgefallen. Streng nach Rezept habe ich zu dem Liter noch einen halben Liter Rohruckerlösung gemischt, die ich mit braunem Rohrzucker vorbereitet hatte. Das Ganze ruht jetzt weitere Monate im dunklen und kühlen Keller. Dann werde ich es noch einmal filtern, um die Schwebstoffe zu entfernen. Auf die Qualität des fertigen Walnusslikörs 2015 bin ich sehr gespannt.
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Überfällige Korrektur

Wir haben schon sonnigere Mariä Himmelfahrtstage erlebt. Eigentlich passt Sonne auch besser zu diesem Feiertag, der Symbolik der Kräutersträuße und dem Feiertäglichen an sich. Die regnerischen Phasen aber, die für mich den Scheitelpunkt dieses Hochsommers markieren, und die deutlich gesunkene Temperatur haben uns ein wenig der über den Sommer entstandenen Hochtempostimmung entrückt. Und das unterstützt den Feiertag dann auch wieder. Insgesamt finde ich es sehr erholsam, beim Blick aus dem Fenster endlich wieder tropfendes Weinlaub zu sehen, und beim Blick in die Landschaft sich erholendes Grün, das zuletzt dem langen Wassermangel zum Opfer zu fallen drohte. Höchste Zeit für diese Korrektur, auch wenn der Biorhythmus wieder auf die Probe gestellt wird. Der erholsamere Spätsommer kann jetzt gerne beginnen und soll möglichst lange halten.
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Kräuterstrauß 2015

Kräuterstrauß für Mariä Himmelfahrt 2015
M. wäre heute Nachmittag eigentlich gerne länger am Waldrand geschlendert. Wir waren noch dorthin gefahren, nachdem die Kräutersuche auf den Brachflächen und Wegrändern im Industriegebiet zwar erfolgreich, aber noch zu artenarm ausgefallen war. Dort am Wald haben wir dann noch mehr Rainfarn gefunden, wegen der goldgelben Blütenköpfe eines unserer Lieblingskräuter, aus dem wir gerne auch einen separaten Strauß bilden. Aber es waren auch noch einige weißblühenden dabei, wie z. B. die Wilde Möhre, die sich im traditionellen Kräuterstrauß zu Mariä Himmelfahrt auch wegen der gleichzeitig am Stängel befindlichen Fruchtdolden sehr dekorativ macht. Da wir nicht ganz so kräuterkundig sind, sind uns die Zuordnungen bzw. Namen vieler anderer gesammelter Arten allerdings nicht bekannt. Es sind eigentlich immer die gleichen, die man an den Wegrändern findet. Nur variieren ihre Häufigkeit und ihr Entwicklungsstand unmittelbar vor dem 15. August von Jahr zu Jahr. Am schwierigsten war es diesmal, zwei Königskerzen zu finden. Die wenigen, die wir sichten konnten, waren schon verblüht oder ganz vertrocknet. Am Ende ist es dann doch noch eine lange und eine etwas zu kurze geworden. Letzter haben wir im Zentrum des Straußes so platziert, dass sie dennoch die Spitze bildet.
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Kauziges Feigenbaumindividuum

Die Äste des Feigenbaums hängen in diesem Sommer ganz tief. Unter dem Gewicht der größer werdenden Früchte und lappigen Blätter. Aber auch, weil der Baum durch die Lichtkonkurrenz der nebenstehenden höheren Bäume sich immer weiter verbreitert hat. Vielleicht ist das auch der Grund für den merkwürdigen Umstand, dass diesmal alle Früchte an den Endtrieben sitzen. Der Baum hat in Stammrichtung gar keine neuen Triebe mehr ausgebildet, dementsprechend auch keine Blätter. Alles spielt sich in den Randbereichen ab. In Verbindung mit dem stark geschädigten Grundgerüst, den vielen morsche Abschnitten des Stamms und der stärkeren Äste, macht er inzwischen einen undefinierbaren Eindruck. Eine kauzige Gestalt, von dem man nicht so genau sagen kann, wie man sie findet. Ein starker Überlebenswillen ist ihm auf jeden Fall zu eigen. Wir werden im Frühjahr wissen, um der ausreicht, um ihm tatsächlich eine Zukunft in einem Klima zu ermöglichen, das seiner Art nicht optimal entspricht.
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Persönliches Baumtagebuch von Bernhard Lux: Täglich begegne ich den Bäumen auf vielfältigen Wegen. An ihrem jeweiligen Standort in der Natur, in der Lektüre von Baum- und anderer Literatur, in der alltäglichen Reflexion, der handwerklichen Arbeit und im Gespräch mit der Familie oder Freunden und Kollegen. Es ist mir ein Bedürfnis, diese themenbezogenen Beobachtungen, Interaktionen und Kommunikationen in Form des Baumtagebuchs zu dokumentieren. Seit dem 20. November 2004 habe ich keinen einzigen Tag ausgelassen – ein Zeichen dafür, dass das Baumthema und der Baum als Archetypus tatsächlich im Alltagsleben verankert ist und vielfältige inhaltliche Assoziationen ermöglicht. So mag dieses Baumtagebuch jeden seiner Leser/innen auf die Spur einer je eigenen Beziehung zu den Bäumen führen.
  • Brombeerblüte II, aus: Brombeersommer Brombeerblüte II, aus: Brombeersommer
  • Heckenrosenblüte I, aus: Heckenrosenlandschaft Heckenrosenblüte I, aus: Heckenrosenlandschaft
  • Feigenbaum, junge Blätter und Früchte, aus: Sommerblumentag Feigenbaum, junge Blätter und Früchte, aus: Sommerblumentag
  • Junger Ginkgozweig, aus: Sommerblumentag Junger Ginkgozweig, aus: Sommerblumentag
  • Üppig blühende Traubenkirsche, aus: Lichtzelthimmel Üppig blühende Traubenkirsche, aus: Lichtzelthimmel
  • Pfaffenhütchenblüte I, aus: Blühendes Pfaffenhütchen Pfaffenhütchenblüte I, aus: Blühendes Pfaffenhütchen
  • Quittenblüte, aus: Frühlingsfortschritt Quittenblüte, aus: Frühlingsfortschritt
  • Schlehdornblüte, aus: Frühlingsfortschritt Schlehdornblüte, aus: Frühlingsfortschritt
  • Junges Traubenkirschenlaub, aus: Osterauftakt Junges Traubenkirschenlaub, aus: Osterauftakt
  • Obstbaumschnittfeuer III, aus: Ein Baumarbeitstag Obstbaumschnittfeuer III, aus: Ein Baumarbeitstag
  • Wunschbaum-Manufaktur: Baumkreis-Armband mit Lebensbaum-/Geburtstag-Zuordnungen nach keltischem Baumkalender, aus: Die neue Baumkreiskarte ist da Wunschbaum-Manufaktur: Baumkreis-Armband mit Lebensbaum-/Geburtstag-Zuordnungen nach keltischem Baumkalender, aus: Die neue Baumkreiskarte ist da
  • Unser Weihnachtsbaum 2014, aus: Oh – schöner – Tannenbaum Unser Weihnachtsbaum 2014, aus: Oh – schöner – Tannenbaum
  • Silberweidenblüte, aus: Lichtzelthimmel Silberweidenblüte, aus: Lichtzelthimmel
  • Herbstblätterarrangement, aus: Herbstblätterblüte Herbstblätterarrangement, aus: Herbstblätterblüte
  • Herbstliches Konzept, aus: Herbstgedenken Herbstliches Konzept, aus: Herbstgedenken
  • Deko-Weihnachtsbäumchen vor Weihnachtsbaum, aus: Neues Weihnachtsmotiv Deko-Weihnachtsbäumchen vor Weihnachtsbaum, aus: Neues Weihnachtsmotiv
  • Screenshot der Website baumkreis.com, aus: Landingpage für Baumkreis-Armband Screenshot der Website baumkreis.com, aus: Landingpage für Baumkreis-Armband
  • Screenshot1 partnerarmband.de, aus: Landingpage partnerarmband.de ist online Screenshot1 partnerarmband.de, aus: Landingpage partnerarmband.de ist online
  • Pfaffenhütchen zu Herbstbeginn 3, aus: Im Farbenrausch der Pfaffenhütchen Pfaffenhütchen zu Herbstbeginn 3, aus: Im Farbenrausch der Pfaffenhütchen
  • Reife weiße Weintrauben, aus: Schöner Altweibersommertag Reife weiße Weintrauben, aus: Schöner Altweibersommertag
  • Fruchtkapseln des Pfaffenhütchens im Spätsommer, aus: Wunderbare Pfaffenhütchen Fruchtkapseln des Pfaffenhütchens im Spätsommer, aus: Wunderbare Pfaffenhütchen
  • Zweig mit reifen Weißdornfrüchten, aus: Weißdorn-Rot Zweig mit reifen Weißdornfrüchten, aus: Weißdorn-Rot
  • Insektenfangbehälter unter Weinreben, aus: Früher Start der Weintraubenlese Insektenfangbehälter unter Weinreben, aus: Früher Start der Weintraubenlese
  • Schutznetze für Weinreben, aus: Vom Charme spätsommerlicher Nachmittage in der Landschaft Schutznetze für Weinreben, aus: Vom Charme spätsommerlicher Nachmittage in der Landschaft
  • Streuobstwiese mit Mirabellenbäumen, aus: Mirabellen satt Streuobstwiese mit Mirabellenbäumen, aus: Mirabellen satt
  • Äste mit reifen Mirabellen, aus: Mirabellen satt Äste mit reifen Mirabellen, aus: Mirabellen satt
  • Hartriegelzweig mit Früchten und herbstlichem Laub, aus: Sommer-Herbst der Sträucher Hartriegelzweig mit Früchten und herbstlichem Laub, aus: Sommer-Herbst der Sträucher
  • Rosenapfel an Heckenrosenzweig, aus: Schlafapfel in der Sonne Rosenapfel an Heckenrosenzweig, aus: Schlafapfel in der Sonne
  • Reifende Früchte des Schlehdorns, aus: Ob die Schlehdornfrüchte wohl erntereif werden? Reifende Früchte des Schlehdorns, aus: Ob die Schlehdornfrüchte wohl erntereif werden?
  • Schwarzdornfrüchte im Spätsommer, aus: Sommer-Herbst der Sträucher Schwarzdornfrüchte im Spätsommer, aus: Sommer-Herbst der Sträucher
  • Fruchttragender Weißdorn im Spätsommer, aus: Sommer-Herbst der Sträucher Fruchttragender Weißdorn im Spätsommer, aus: Sommer-Herbst der Sträucher
  • Mirabellen – frisch entkernt, aus: Tage der Mirabelle Mirabellen – frisch entkernt, aus: Tage der Mirabelle
  • Mirabellenkuchen mit Hefeteig, aus: Mirabellenkuchen abstrakt Mirabellenkuchen mit Hefeteig, aus: Mirabellenkuchen abstrakt
  • Ebereschenpaar im Hochsommer, aus: Sommerlichtfänger Ebereschenpaar im Hochsommer, aus: Sommerlichtfänger
  • Wunschbaum-Armband Trompetenbaum, aus: Neues Armband aus dem Holz des Trompetenbaums Wunschbaum-Armband Trompetenbaum, aus: Neues Armband aus dem Holz des Trompetenbaums
  • Sturmopfer – Entwurzelter Ahorn in Essen, aus: Stürme und Baumopfer Sturmopfer – Entwurzelter Ahorn in Essen, aus: Stürme und Baumopfer
  • Esskastanie mit reifenden Früchten, aus: Sommerlichtfänger Esskastanie mit reifenden Früchten, aus: Sommerlichtfänger
  • Walnussbaum mit reifenden Nüssen, aus: Sommerlichtfänger Walnussbaum mit reifenden Nüssen, aus: Sommerlichtfänger
  • Reife Mirabellen am wildwachsenden Baum, aus: Mirabellen satt Reife Mirabellen am wildwachsenden Baum, aus: Mirabellen satt
  • Blattwerk im Gegenlicht, aus: Feigenbaumsommer Blattwerk im Gegenlicht, aus: Feigenbaumsommer
  • Blatt im Gegenlicht, aus: Feigenbaumsommer Blatt im Gegenlicht, aus: Feigenbaumsommer
  • Reife Feige, aus: Feigenbaumsommer Reife Feige, aus: Feigenbaumsommer
  • Ganze Feigenfrüchte, aus: Das Fruchtfleisch der Feigen Ganze Feigenfrüchte, aus: Das Fruchtfleisch der Feigen
  • Aufgeschnittene Frucht, aus: Das Fruchtfleisch der Feigen Aufgeschnittene Frucht, aus: Das Fruchtfleisch der Feigen
  • Detail einer aufgeschnittenen Frucht, aus: Das Fruchtfleisch der Feigen Detail einer aufgeschnittenen Frucht, aus: Das Fruchtfleisch der Feigen
  • Nashi-Früchte im Sommer, aus: Pralle Früchte Nashi-Früchte im Sommer, aus: Pralle Früchte
  • Reifende Weintrauben, aus: Üppiges Obstjahr Reifende Weintrauben, aus: Üppiges Obstjahr